03.09.2026: Widerständige Frauen im Nationalsozialismus und umkämpfte Erinnerung im öffentlichen Raum

Veranstaltung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung

  • Zeit: Donnerstag, 3. September 2026, 15.00–18.00 Uhr
  • Ort: Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Revaler Straße 29, 10245 Berlin

Fortbildung
Rosa ist Auszubildende und unternimmt gern Ausflüge mit ihrer politischen Jugendgruppe. Sie wird Gruppenleiterin in Berlin-Lichtenberg und tritt einer Partei bei. Als Frau ohne deutschen Pass engagiert sie sich gegen eine zunehmend rechtsgerichtete Politik. Mit 24 Jahren ist sie schwanger und wird inhaftiert, weil ihre politischen Aktivitäten jetzt illegal sind.
Nach einigen Monaten im Gefängnis kommt sie frei und ist weiter politisch aktiv. Später entschließt sie sich das Land zu verlassen und schickt ihren kleinen Sohn alleine nach Großbritannien, damit er sicher ist. Rosa Kahn überlebt den Krieg und stirbt 1999 in Köpenick.

Etwa ein Drittel der Widerständigen gegen das nationalsozialistische Regime waren Frauen. Sie sind wenig bekannt, und die meisten werden bislang nicht öffentlich gewürdigt. Frauen sind im Verhältnis zu Männern in der Erinnerungskultur klar unterrepräsentiert. Stattdessen gibt es in Berlin bis heute problematische und kontrovers diskutierte Straßennamen.

An wen wollen wir erinnern? Was können wir aus dem Widerstand von damals für heute lernen? Und wie können lokale Ereignisse Ausgangspunkte für historisch-politisches Lernen und politisches Engagement werden?

Ziel der Fortbildung ist es, diese Fragen an Beispielen aus Berlin-Lichtenberg in den Blick zu nehmen. Vorgestellt werden Bildungsmaterialien, die Biografien widerständiger Frauen mit Fragen von Erinnerungskultur und Debatten um Straßennamen verbinden.

Kontakt

Bezirksamt Treptow-Köpenick

Dienstsitz: Alt-Köpenick 21, 12555 Berlin, Haus A
Zugang rollstuhlgerecht barrierefreier Zugang über Böttcherstraße 4 (Hof)
Aufzug rollstuhlgerecht Behindertenparkplatz Fahrradstellplatz
WC rollstuhlgerecht mit Wickeltisch

Beauftragter für Partizipation und Integration
Gregor Postler

Koordination Geflüchtetenfragen, Öffentlichkeitsarbeit und Migrationsbeirat
Katharina Stökl