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Studien

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Religion / Weltanschauung

Studie: Weltanschauliche Vielfalt und Demokratie – Wie sich religiöse Pluralität auf politische Kultur auswirkt – Bertelsmann Stiftung (2019)

Diese Studie beschäftigt sich mit der Frage, welche soziale und politisch Relevanz Religionen in modernen pluralistischen Gesellschaften zukommt und ob und wie sich die zunehmende religiöse Pluralisierung auf die Demokratie auswirkt.

Studie: Muslime in der Statistik – Wer ist Muslim und wenn ja wie viele? – Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa (Juni 2013)

Diese Studie beschäftigt sich unter anderem damit, wer als Muslim:in gezählt wird, wie kommen Zahlen zu Muslim:innen in Deutschland zustande und wie aussagekräftigt sind sie.

Forschungsbericht zur Studie: Muslimisches Leben in Deutschland (2019 – 2020)

In dem Forschungsbericht zur Studie “Muslimisches Leben in Deutschland 2020 (MLD 2020)” wird eine aktuelle Hochrechnung über die Zahl der muslimischen Religionsangehörigen mit Migrationshintergrund in Deutschland vorgenommen. Weitere Themen sind Religiosität, religiöse Alltagspraxis sowie verschiedenen Aspekte der Integration.

Demokratie / Extremismus

Studie: Autoritäre Dynamiken: Alte Ressentiments – neue Radikalität (2020)

Die Leipziger Studien zu autoritären und rechtsextremen Einstellungen in Deutschland werden seit 2002 alle zwei Jahre von einer Arbeitsgruppe um Oliver Decker und Elmar Brähler der Universität Leipzig durchgeführt. Die aktuelle Leipziger Autoritarismus-Studie basiert auf einer repräsentativen Erhebung mit 2.503 Befragten. Zunächst als »Mitte«-Studien der Universität Leipzig bekannt geworden, liegt seit 2018 der Schwerpunkt auf der Untersuchung autoritärer Dynamiken. Antisemitismus, Ethnozentrismus und Antifeminismus sind zudem im Fokus. Die Studie wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung unterstützt.

Studie: Hass und Angriffe auf Medienschaffende – Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (2020)

Welche Erfahrungen machen Journalist:innen mit Hass und Angriffen? Zum zweiten Mal hat das Bielefelder “Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung” (IKG) in Zusammenarbeit mit dem MEDIENDIENST Medienschaffende in ganz Deutschland befragt. Das Ergebnis: Rund 60 Prozent der befragten Journalist:innen wurden im vergangenen Jahr mindestens ein Mal angegriffen. 2017 waren es etwa 42 Prozent.

Studie: “Mitte-Studie”: Verlorene Mitte – Feindselige Zustände. Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2018/19 – Friedrich Ebert Stiftung

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Mitte-Studie zur Verbreitung von rechtsextremen, menschenfeindlichen und weiteren antidemokratischen Meinungen in der Gesellschaft vorgelegt. Die Studienreihe gibt durch die Analyse der Verbreitung und Zusammenhänge von Meinungen Auskunft über die Stabilität und Instabilität der Demokratie.

*Seit 2006 lässt die Friedrich-Ebert-Stiftung im Zweijahresrhythmus das Ausmaß rechtsextremer Einstellungen in Deutschland ermitteln.

Handbuch: Maßstab Menschenrechte Bildungspraxis zu den Themen Flucht, Asyl und rassistische Diskriminierung (2019)

Das Handbuch beschäftigt sich mit den Themen Flucht, Asyl und Rassismus und wie diese fachlich, methodisch und menschenrechtlich fundiert bearbeitet werden können. Die Publikation richtet sich an alle Personen, Gruppen und Institutionen, die pädagogisch zu Menschenrechten, Flucht, Asyl und/oder rassistischer Diskriminierung arbeiten oder daran interessiert sind.

Studie: Wie nehmen Kinder und Jugendliche Berichterstattung über Flucht und Migration wahr?

Kinder und Jugendliche begegnen dem Thema Flucht vor allem über die Medien – insbesondere Internet und Fernsehen. Eine vergleichsweise geringe Rolle spielen der Schulunterricht, die Familie oder persönliche Begegnungen mit Geflüchteten. Das sind Ergebnisse aus der Studie „Flucht als Krise“, die das „JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis“ durchgeführt hat. Demnach nehmen die Kinder und Jugendlichen Flucht als Thema in den Medien hauptsächlich im Zusammenhang mit drei Problemfeldern wahr: der Not der Schutzsuchenden, den politischen Kontroversen in der Aufnahmegesellschaft sowie einer vermeintlichen Gefährdung der inneren Sicherheit. Das Thema Diskriminierung hingegen kommt in den klassischen Medien zu kurz: Die Ergebnisse zeigen, dass die Kinder und Jugendlichen Informationen dazu eher in sozialen Netzwerken finden.

Studie: Parteibindung von Einwander*innen

Mit welchen Parteien identifizieren sich Eingewanderte und ihre Kinder? Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt, dass Eingewanderte sich deutlich seltener mit einer Partei identifizieren als die Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte. Die Bindung an eine Partei hängt davon ab, wann und woher die Menschen eingewandert sind. Wichtig ist aber auch, ob die Parteien Eingewanderte ansprechen und ob sie sich für ihre Interessen einsetzen.

Interkulturelle Öffnung / Diversity

Studie: „Diversität in öffentlichen Einrichtungen“: Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsdaten in der Praxis – Ergebnisse einer Piloterhebung unter Führungskräften der Berliner Verwaltung und Unternehmen mit Mehrheitsbeteiligung des Landes – Citizens For Europe gemeinnützige UG (2018)

Diese Studie zeigt auf, welche Strategien und Maßnahmen zur Förderung von Diversität und Chancengleichheit in der Berliner Verwaltung bereits umgesetzt werden und wo Führungskräfte einen weiteren Bedarf sehen, aktiv zu werden.

Studie: Bessere Verwaltung in der Migrations- und Integrationspolitik – eine Aufgabe für Bund, Länder und Kommunen – Stiftung Mercator (2018)

Diese Studie beschäftigt sich mit der Asyl- und Integrationspolitik in Deutschland und gibt Informationen, Argumenten und begründete Vorschläge, um diese zu versachlichen und zu verbessern. Um in unserem Land zu praktikablen Lösungen zu gelangen, benötigen wir Sachverstand und Kenntnisse, insbesondere verwaltungs- und verfassungsrechtlicher Art.

Studie: Diskriminierung im Gesundheitswesen

Das Gesundheitssystem in Deutschland ist zu wenig auf gesellschaftliche Vielfalt eingestellt. Das führt zu Hürden beim Zugang zu Gesundheitsleistungen – etwa wegen Sprachbarrieren oder rechtlichen Einschränkungen für Menschen ohne sicheren Aufenthaltsstatus. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen für die Antidiskriminierungsstelle des Bundes durchgeführt hat. Das Forschungsteam hat den sozialwissenschaftlichen Forschungsstand zu Diskriminierung im Gesundheitssystem zusammengefasst und mehrere Expert*innen interviewt. Die Ergebnisse zeigen: Insbesondere im direkten Kontakt zwischen Patient*innen und medizinischem Personal kommt es immer wieder zu diskriminierenden und rassistischen Vorfällen. Patient*innen fühlen sich nicht ernst genommen oder respektiert. Um das Ausmaß und die Auswirkungen von Diskriminierung im Gesundheitswesen genauer zu erfassen, sei aber noch weitere Forschung nötig, betonen die Autorinnen.

Migration

Studie: Schwere Menschenrechtsverletzungen bei Rückkehrprogrammen (2020)

Die Studie befasst sich damit, dass die Menschenrechte von Migrant:innen bei Rückkehrprogrammen an Außengrenzen und Transitländern schwer verletzt werden und die EU dieses in Kauf nimmt. Immer wieder gebe es Berichte über eklatante Verstöße gegen die humanitären Bedingungen. Die Teilnahme an solchen Programmen erfolge oftmals unfreiwillig, teils werde erheblicher psychischer und in Einzelfällen auch physischer Druck auf die Migrant:innen ausgeübt.

Jahresgutachten des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR): Gemeinsam gestalten – Migration aus Afrika nach Europa (2020)

Das Jahresgutachten analysiert die Wanderungsbewegungen innerhalb Afrikas sowie aus Afrika nach Europa und Deutschland. Es beleuchtet die Ursachen von Migration aus Afrika und analysiert, welche Konsequenzen die Migration für die afrikanischen Herkunftsstaaten haben kann. Auf dieser Grundlage zeigt das Gutachten migrationspolitische Optionen für Deutschland und die EU auf: Es lotet Steuerungsmöglichkeiten in der Arbeits- und Bildungsmigration, für eine Prävention irregulärer Migration, für einen besseren Flüchtlingsschutz, die Rückkehrpolitik sowie zur möglichen Unterstützung von Diasporaorganisationen vor Ort aus.

Studie: Situation von geflüchteten Familien in Berlin – Berliner Beirat für Familienfragen (2019)

Diese Studie beschäftigt sich hauptsächlich mit folgenden materiellen und sozialen Aspekten der Lebenssituation geflüchteter Familien: Aufenthaltsstatus, Wohnen, Spracherwerb, Arbeit, Bildung, Gesundheitsversorgung und Netzwerke.

Entwicklung und Nachhaltigkeit von Willkommensinitiativen – Institut für Demokratische Entwicklung und Soziale Integration (2019)

Die Studie nimmt die Entwicklung des enormen zivilgesellschaftlichen Engagements zur Unterstützung von Geflüchteten seit dem Jahr 2015 in den Blick und fokussiert dabei auf Prozesse der Institutionalisierung und Professionalisierung neu entstandener zivilgesellschaftlicher Willkommensinitiativen sowie Bedingungen der Kooperation und Koproduktion zwischen Zivilgesellschaft und Kommune.

Studie: Gemeinsam gestalten. Erfahrungen und Empfehlungen aus der Arbeit mit Geflüchteten – Sozialhelden e.V. (2018)

Diese Studie beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Unterbringung und Unterstützung, Interaktion und Kommunikation mit Anwohner:innen sowie Engagement für Geflüchtete durch Haupt- und Ehrenamt.

Analyse: Hausordnungen menschenrechtskonform gestalten Das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 GG) in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete – Deutsches Institut für Menschenrechte (2018)

Die Publikation gibt Hinweise für die (Weiter-)Entwicklung grund- und menschenrechtskonformer Hausordnungen. Sie richtet sich an lokale Behörden und Gremien, die Satzungen und Hausordnungen verabschieden genauso wie an das Personal, das in Gemeinschaftsunterkünften arbeitet.

Studie: Strukturen und Motive der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit (EFA) in Deutschland – EFA-Studie 2 – Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (2016)

Diese Studie beschäftigt sich unter anderem mit: Wer sind die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit und wie ist diese Arbeit organisiert und welche Tätigkeiten wurden übernommen. Wie hat sich das freiwillige Engagement für Flüchtlinge verändert im Vergleich zu der Umfrage zur ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit von der Studie 2014.

Studie: Integration ist (auch) Ländersache! – Schritte zur politischen Inklusion von Migrantinnen und Migranten in den Bundesländern – Friedrich Ebert Stiftung (2015)

Die Studie beschäftigt sich unter anderem mit den Themen Kommunale Integrationspolitik fördern, Politische Beteiligung von Zugewanderten in der Landespolitik und auf kommunaler Ebene gesetzlich garantieren, Parlamente und Parteien stärker für Zugewanderte öffnen, Bundespolitische Initiativen entwickeln und verstärken, die eine progressive politische Inklusion von Zugewanderten voranbringen.

Studie: Zur Zuwanderung von Menschen aus Eritrea und Syrien nach Deutschland (2013 bis 2019)

In einer neuen Studie, die zugewanderte Menschen aus Eritrea und Syrien in den Mittelpunkt stellt, haben das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung und das BAMF-Forschungszentrum neben den Wanderungsmotiven auch Familienstrukturen, Unterstützungsnetzwerke und die soziale Einbindung untersucht.

Studie: Politische Teilhabe und Rassismuserfahrungen von Menschen mit Migrationsgeschichte

Ob sich eine Person politisch engagiert, hängt kaum davon ab, ob sie eine Migrationsgeschichte hat oder nicht. Der Wille zur politischen Beteiligung ist aber höher bei Menschen, die schon einmal rassistische Diskriminierung erlebt haben. Viele stoßen jedoch auf strukturelle Barrieren, wenn sie sich politisch beteiligen wollen. Das geht aus der Studie „Wer kann mitmachen?“ hervor, die der Thinktank „dpart“ im Auftrag der Open Society Foundations durchgeführt hat. Grundlage für die Studie ist eine repräsentative Umfrage mit etwa 3.000 Teilnehmer*innen. Die Ergebnisse zeigen auch: Nur etwa ein Drittel der Menschen mit einem Migrationshintergrund, wie ihn das Statistische Bundesamt definiert, identifiziert sich auch als Migrant*in oder Ausländer*in.

Studie: „Fünf Jahre Medienberichterstattung über Flucht und Migration“

Medien in Deutschland berichten widersprüchlich und zunehmend negativ über Flucht und Migration. Geflüchtete werden als Menschen in Not beschrieben, die gleichzeitig ein Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung in Deutschland darstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die ein Forschungsteam von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz durchgeführt hat. Die Wissenschaftler*innen haben die Berichterstattung in sechs deutschen Leitmedien zwischen 2016 und 2020 ausgewertet – darunter die „Süddeutsche Zeitung“, die „Bild“ sowie ARD und ZDF. Mehr als zehn Prozent der Beiträge zum Thema Flucht und Migration beschäftigten sich mit Terrorismus und Kriminalität. Berichte über schwere Straftaten wie Gewalt- und Sexualverbrechen waren im Vergleich zur Kriminalstatistik überrepräsentiert. Die Berichterstattung sei insgesamt deutlich negativer als noch während der sogenannten Flüchtlingskrise vor etwa fünf Jahren, schreiben die Autor*innen. Dabei zeigen sich aber wesentliche Unterschiede zwischen den einzelnen Medien. Die Studie wurde von der „Stiftung Mercator“ gefördert.