Im Zuge der Schließung der GU (Gemeinschaftsunterkunft) Alfred-Randt-Str. 19, 12559 Berlin wird derzeit ein Ausstellungsprojekt realisiert, das der GU und ihrer Bedeutung für den Stadtteil noch einmal Sichtbarkeit geben soll. Die Ausstellung wird umgesetzt von Maxie Jost und Sebastian Ewert. Bald wird die Unterkunft ein Ort der Vergangenheit sein, ein Ort, der dann nur noch in Geschichten und Erinnerungen existieren wird. Seit 2024 ist die Schließung des Standortes absehbar und der Schulstandort der Müggelschlößchen-Grundschule wird auf der Fläche der Unterkunft mit weiteren Gebäuden, u.a. einer Sporthalle, erweitert. Die GU ARS ist die älteste Container-Unterkunft in Berlin („Berlins ältestes Containerdorf“) und hat durch ihren langjährigen Standort (seit 2014/2015) in der Alfred-Randt-Straße die nachbarschaftlichen Beziehungen, die Zivilgesellschaft und das Engagement geprägt. Auf der anderen Seite ist sie Anlass für Verwaltungshandeln und befördert ressortübergreifende
Zusammenarbeit. Auf beiden Ebenen finden sich langjährige Begleiter und Weggefährten mit ihrem je eigenen Blick auf die Unterkunft und eigenen Erinnerungen, die bis heute wirken. Das Engagement und die vielfältigen Beziehungen zwischen den Menschen in der Unterkunft und der umliegenden Nachbarschaft sollen gewürdigt und die Schließung auch als Anlass genutzt werden, gemeinsam über Solidarität und Ankommen in Berlin, sowie über Transformation durch Migration in einen Dialog zu kommen.
In zwei Beteiligungswerkstätten sollen Stimmen aus Politik, Verwaltung und Ehrenamt, Erinnerungen von Bewohnerinnen und Bewohnern und Perspektiven von Nachbarinnen und Nachbarn gesammelt werden, um ein möglichst vielschichtiges Bild zu erhalten. Was hat die GU ARS für den Stadtteil bedeutet – und andersrum das Allende-Viertel für die Unterkunft?