Riesen-Bärenklau

Riesen-Bärenklau

DER UNGEBETENE GARTEN-GOLIATH - SO ZÄHMEN SIE DEN RIESEN-BÄRENKLAU.

Der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) ist eine zwei- bis dreijährige, stark wachsende Pflanze aus dem Kaukasus, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Zierpflanze nach Europa eingeführt wurde. Sie verbreitete sich rasch und wurde lange Zeit in Gärten, Parks sowie als Bienenweide, Deckpflanze für Wild und zur vermeintlichen Böschungsbefestigung genutzt.

Die Pflanze breitet sich vor allem über Samen aus und kann 20.000 bis 40.000 Samen pro Jahr in ihren großen Dolden bilden. Die Ausbreitung erfolgt durch den Wind bis zu etwa 100 Metern, über Fließgewässer und Tiere sogar kilometerweit. Die Samen keimen sehr früh im Jahr, wodurch die jungen Pflanzen einen deutlichen Wachstums­vorteil gegenüber anderen Arten haben. Bereits im Mai können sie bis zu einen Meter hoch sein. Im zweiten Jahr erreicht der Riesen-Bärenklau oft eine beeindruckende Höhe von bis zu 3 Metern.

Aber der Riesen-Bärenklau ist eine invasive Art, die durch ihr schnelles Wachstum und die riesigen Blätter umliegende Vegetation stark verschattet und so andere Pflanzen verdrängt. Der Pflanzensaft enthält zudem hautreizende Stoffe, die in Kombination mit Sonnenlicht schwere, verbrennungsartige Verletzungen verursachen können. Entgegen der ursprünglichen Annahme, Ufer zu stabilisieren, führt die Pflanze an Flussufern durch die starke Verschattung und das damit einhergehende Absterben der Grasnarbe zu erhöhter Erosionsgefahr. Nach Bundesnaturschutzgesetz ist seine Einbringung oder Ausbreitung zu verhindern oder zu minimieren (BNatSchG § 40a).

Das können Sie tun bei Riesen-Bärenklau im Garten oder auf anderen privaten Flächen:

  • Blütendolden entfernen: Sämtliche Blütendolden vor der Samenreife (etwa ab Mitte Juli) abschneiden.
  • Einzelpflanzen gründlich entfernen: in Schutzkleidung Pflanze tief abstechen und mitsamt Pfahlwurzel entfernen
  • Flächige Bestände: Flächen mit vielen Pflanzen wiederholt mähen, um die Pflanze zu schwächen und die Samenbildung zu verhindern
  • Fachgerechte Entsorgung: Schnittgut und vor allem Blütendolden nicht in den Gartenkompost, sondern Entsorgung über Restmüll oder Kompostwerk

Informationen zum Download

  • Pdf mit Infos zum Riesen-Bärenklau und zum Umgang mit dem Riesen-Bärenklau.

    PDF-Dokument (443.8 kB)

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