Der Japanische Staudenknöterich * (Fallopia japonica / Reynoutria japonica) kommt ursprünglich aus dem östlichen Asien mit Vorkommen in Japan, Korea, Teilen Chinas und auf Taiwan. Er wurde 1825 nach Europa eingeführt und gezielt in der Forstwirtschaft als Futterpflanze für Rotwild und von Imker:innen als Bienenweide genutzt. Im 21. Jahrhundert wurde er wegen seines schnellen Wachstums auch häufig als Sichtschutz in Gärten gepflanzt.
Sehr schnellwüchsige Pflanze, breitet sich über bis zu 2 m tiefe Rhizome (unterirdische Sprossachsen) aus, aus denen nesterweise neue bambusartige, belaubte Triebe (Rameten) emporwachsen. Unter günstigen Bedingungen können diese innerhalb weniger Wochen 3 – 4 m hoch werden. Zudem wächst er auf den unterschiedlichsten Flächen, von trockenen Brachflächen, entlang von Verkehrswegen, am Rande gut gedüngter Parkanlagen und besonders gerne auch entlang von Fließgewässern.
Aber: der Japanische Staudenknöterich ist eine invasive Art, die sich sehr schnell ausbreitet und heimische Pflanzen verdrängt. Im Sommer bilden die hohen, dichten Triebe starke Verschattung, sodass selbst Graswuchs unterdrückt wird. Im Winter bleibt der Boden unbedeckt und ist besonders an Flussufern erosionsgefährdet. Zudem kann der kräftige Wuchs Sichtbehinderungen im Straßenverkehr verursachen und die Rhizome können selbst Betonfundamente beschädigen. Nach Bundesnaturschutzgesetz ist seine Einbringung oder Ausbreitung zu verhindern oder zu minimieren (BNatSchG § 40a).
Das können Sie tun bei Staudenknöterich im Garten oder auf anderen privaten Flächen (vor allem auch an Gewässern):
- Pflanzen möglichst vollständig entfernen: besonders bei jungen Pflanzen kann das vollständige Ausgraben der Wurzeln (Rhizome) noch erfolgreich sein
- Regelmäßiges Mähen neuer Triebe: alle 3–4 Wochen mähen – das schwächt die Wurzeln und verringert den Bestand nach und nach
- Bei starkem Befall: Wenn nichts mehr hilft, kann ein Bodenaustausch notwendig sein – 1 m Tiefe bei kleineren Beständen, bis zu 2 m Tiefe bei großen oder älteren Beständen
- Fachgerechte Entsorgung: Schnittgut und Rhizome nicht in den Gartenkompost, sondern Entsorgung über Restmüll oder Kompostwerk
*Neben dem Japanischen Staudenknöterich sind der Sachalin-Staudenknöterich (Fallopia sachalinensis) und der Böhmische Staudenknöterich (Fallopia x bohemica) gleich problematisch.