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Kleine Flächen, große Wirkung - Der Balkonwettbewerb für Treptow-Köpenick
Bild: UmNat TK
Kleine Flächen, große Wirkung
Unter diesem Motto fand 2026 zum ersten Mal der Balkonwettbewerb in Treptow-Köpenick statt. Wie der Name schon sagt, ist der Wettbewerb aus einer einfachen fachlichen Erkenntnis heraus entstanden, dass auch sehr kleine Flächen einen Beitrag zur Stadtnatur leisten können. Balkone sind zwar keine großen Biotope – in ihrer Summe können sie aber viele kleine Trittsteine und Lebensräume bilden.
Deshalb wollten wir nicht einfach den „schönsten“ Balkon suchen, sondern zeigen, wie vielfältig und naturnah Balkone gestaltet werden können. Daher hat die Jury aus Vertreter*innen des Umwelt- und Naturschutzamtes, des Straßen- und Grünflächenamtes, des bezirklichen Naturschutzbeirates, der Politik sowie Birgit Schattling als ausgewiesene Balkonexpertin bei der Bewertung der eingereichten Checklisten und Fotos verschiedene Aspekte naturnaher Balkongestaltung berücksichtigt:
- großer Anteil heimischer Wildpflanzen, Kräuter und Gehölze
- eine möglichst vielfältige und insektenfreundliche Bepflanzung
- zusätzliche Lebensräume und Mikrohabitate für Tiere
- möglichst Blühzeiten zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr
- gute Platzausnutzung der meist kleinen Balkone
- nachhaltige Gestaltung, zum Beispiel Regenwassernutzung, torffreie Erde oder Upcycling.
Die Vielfalt der Einreichungen hat gezeigt: auch wenige Quadratmeter können einen Beitrag zur Biodiversität und zum Stadtklima leisten
- Balkone können kleinen Tieren Nahrung und Lebensraum bieten – insbesondere Insekten, aber auch Vögeln und anderen Wildtieren.
- Viele naturnah gestaltete Balkone können zusammen ein Netz aus kleinen Lebensräumen bilden.
- Begrünte Balkone bringen zusätzliches Grün in einen dicht bebauten Stadtraum.
- Pflanzen können zur Kühlung und zu einem angenehmeren Mikroklima beitragen.
- Auch Regenwasser spielt eine Rolle: wenn Wasser gesammelt oder für die Bewässerung genutzt wird, kann das nachhaltige Wassermanagement unterstützt werden.
- Der Balkonwettbewerb verbindet deshalb zwei wichtige Themen: Biodiversität und ein lebenswertes Stadtklima.
Und vielleicht ist das die schönste Botschaft des Wettbewerbs: Naturschutz beginnt nicht erst im Naturschutzgebiet.
Er kann vor der eigenen Haustür beginnen – und manchmal eben auf dem eigenen Balkon.
In diesem Sinne: Herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihre Teilnahme am Wettbewerb und herzlichen Glückwunsch an die Gewinner*innen!
Die Gewinner*innen 2026
Umwelt- und Naturschutzamt
Amtsleitung des Umwelt- und Naturschutzamtes
Frau Iris Bechtold
Postanschrift:
Postfach 91 02 40
12414 Berlin
Dienstgebäude
Rathaus Treptow/ Haus 12
- Fax: (030) 90297 - 5858
- E-Mail Frau Bechtold