Der Götterbaum (Ailanthus altissima) kommt ursprünglich aus China und Nordvietnam und wurde 1780 in Berlin als Ziergehölz eingeführt. Vor allem nach 1945 fand eine starke Verbreitung zunächst über Trümmerflächen statt.
Er weist eine große Resistenz gegenüber Trockenheit, Schnitt, Salz, Herbiziden und urbanen Luftverunreinigungen auf.
Er ist anspruchslos, schnell wachsend und sehr konkurrenzstark und wäre damit die ideale Baumart in Zeiten des Klimawandels.
Aber: der Götterbaum ist eine invasive Art und verdrängt unter anderem durch das Einbringen wachstumshemmender Stoffe in den Boden andere (heimische) Arten, breitet sich flächig aus und gefährdet damit die biologische Vielfalt. Nach Bundesnaturschutzgesetz ist seine Einbringung oder Ausbreitung zu verhindern oder zu minimieren (BNatSchG § 40a).
Das können Sie tun bei Götterbaumaufwuchs im Garten oder anderen privaten Flächen:
Bekämpfung von Jungpflanzen / Stockausschlägen- Pflanzen mit so viel Wurzeln wie möglich ausreißen, später kontrollieren und eventuell wiederholen. Im Folgejahr wiederholen, dann weiterhin kontrollieren.
- Oder Jungpflanzen abdunkeln: oberirdische Triebe mit schwarzen, lichtdichten Plastiksäcken umhüllen, bodennah zuschnüren. Nach einem Jahr abgestorbene Pflanzenteile entfernen.
- Bäume schneiden, Wurzeln am besten mit Maschinen so gut wie möglich ausgraben und entfernen. Wiederholen und kontrollieren.
- Achtung: Bäume mit Stammumfang ab 80 cm oder ab 50 cm bei mehrstämmigen Bäumen, gemessen in einer Höhe von 1,30 m, sind nach Baumschutzverordnung geschützt. Diese Bäume dürfen nicht gefällt werden!
Generell: kein Verbleib oder Gartenkompostierung des Pflanzenmaterials, sondern professionelle Kompostier-, Vergärungs- oder Verbrennungsanlage.