Entwicklung des Baumbestandes der Bölschestraße

Bäume Bölschestraße
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Entwicklung des Baumbestandes zum Marktplatz und Kirchplatz

In zwei Bürgerversammlungen wurden interessierten Bürgerinnen und Bürgern im vergangenen Jahr das Baumgutachten sowie die Gutachten zum Markt- und Kirchplatz (verschiedene Planungsvarianten) vorgestellt und diskutiert.
Das Votum der Bürger/-innen für die Straßenbaumkonzeption berücksichtigend erfolgen im Herbst diesen Jahres Neupflanzungen in der Bölschestraße.
Die neu entwickelten Planungsvarianten für den Markt- und Kirchplatz sollen nunmehr der Öffentlichkeit zur Abstimmung und Meinungsäußerung vorgestellt werden. Es handelt sich um vier Varianten für den Marktplatz und fünf Varianten für den Kirchplatz.

Die Planungsvarianten für den Markt- und Kirchplatz finden Sie:

Pressemitteilung vom 10.10.2019

Planungsvarianten zur Entwicklung des Baumbestandes zum Marktplatz und Kirchvorplatz

>>> Varianten zum Marktplatz

Umgang mit Bestandsbäumen und Gestaltungsidee
Der Marktplatz soll mit einem einreihigen umlaufender Baum-Rahmen aus Linden ergänzt und geschlossen werden, d.h. aktuelle Lücken werden mit Linden nachgepflanzt. Um langfristig eine homogenere Struktur zu erhalten, sollen ausfallende Linden einer Art nachgepflanzt werden. Ebenso wird ein Raster für Nachpflanzungen vorgegeben, damit langfristig homogenere Abstände und Pflanzachsen entstehen.
Zwei Linden nördlich des Denkmals Friedrich II können aus denkmalrechtlicher Sicht gerodet werden: Die Silberlinde aus dem Jahr 1933 (Gutachten Nr.: V/24) weist nach aktuellem Gutachten eine Reststandzeit von weniger als 10 Jahren auf und die nebenstehende junge Linde (ohne Nummer) wurde ohne Bezug in den Raum gepflanzt. Hier entsteht die Möglichkeit den Hain aus Maulbeerbäumen zu pflanzen. Alle anderen Linden des Marktplatzes sollen erhalten bleiben, solange es ihr Vitalitätszustand erlaubt.
Allen folgenden Varianten liegt der gleiche Umgang mit den Bestandsbäumen zugrunde. Die Ausstattungselemente des Marktplatzes werden nach Möglichkeit neu strukturiert und geordnet. Die Versorgungspoller sollen z. B. versenkbar hergestellt werden und neue Sitzbänke an der an der Ostseite des Platzes aufgestellt werden. Beim Kirchvorplatz bleiben alle Straßenbäume erhalten. Eine weitere Pflanzung von Bäumen ist dort nicht vorgesehen. Im Norden des Denkmals Friedrich II entsteht daher in Anlehnung an die historische Maulbeerplantage im Bereich des später entstandenen Platzes ein Hain aus Maulbeerbäumen.

Marktplatz Variante 1

Dieser Entwurf stellt die schlichteste Version des Hains dar. Sie wird gebildet aus einem Quadrat aus vier Maulbeerbäumen. Die Bäume werden ebenerdig gepflanzt. Im Bodenbelag kennzeichnet eine rahmende Einfassung den neuen Maulbeerbaumhain und grenzt ihn zum umgebenden Marktplatz ab. Auf diesem Rahmen werden ebenfalls Sitzbänke hergestellt. Der innere Bereich wird wieder in Mosaikpflaster hergestellt.

Vorteile:
  • Die Maulbeerbäume haben hier den geringsten Konkurrenzdruck untereinander und durch die umgebenden Linden. Sie haben am meisten Platz zur Entwicklung.
  • Diese Variante ist der ökonomischste Entwurf.
Nachteile:
  • Mit vier Maulbeerbäumen wird der Hain im Vergleich zu den anderen Varianten weniger erlebbar.

Marktplatz Variante 1

PDF-Dokument (1.4 MB) Dokument: Schmidt_Seifert Landschaftsarchitekten

Marktplatzschnitt Variante 1

PDF-Dokument (1.0 MB)

Marktplatz Variante 2

Hier werden 6 Maulbeerbäume in zwei Reihen aus 3 Bäumen ebenerdig gepflanzt.
Auch dieser Hain wird durch eine Kennzeichnung im Bodenbelag vom umgebenden Marktplatz abgegrenzt und auf dieser rechteckigen Form werden die neuen Sitzbänke verortet. Das Zentrum des Hains wird mit einem ca. 80 cm hohen Klimabrunnen ausgestattet, der an heißen Sommertagen eine angenehme Frische versprüht und Aufenthaltsqualität schafft.
Durch die Gliederung in zwei Baumreihen entsteht eine innere Öffnung des Hains in Ost-West Richtung auf der Achse des Klimabrunnens. Dieser kommt dadurch sehr gut zur Geltung und im Hain wird ein eigener Raum geschaffen.

Vorteile:
  • Der Maulbeerbaumhain ergreift mehr Raum als Variante 1 und gewinnt dadurch an Bedeutung.
  • Die Öffnung in Ost-West Richtung schafft eine innere Aufenthaltsqualität.
  • Der Klimabrunnen schafft zusätzliche Attraktivität des Platzes.
  • Die innere Öffnung gibt genügend Raum zur Kronenentwicklung.
Nachteile:
  • Durch den Klimabrunnen entstehen zusätzliche Herstellungs- und Pflegekosten.

Marktplatz Variante 2

PDF-Dokument (1.6 MB)

Marktplatzschnitt Variante 2

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Marktplatz Variante 3

Dieser Entwurf folgt dem strengen Raster und verdichtet gegenüber der Vorvariante die Maulbeeren. Acht Maulbeerbäume können so ebenerdig Gepflanzt werden. Das Zentrum des Hains wird durch den Klimabrunnen gebildet. Die Einfassung und die Sitzbänke der Vorvarianten bleiben erhalten.

Vorteile:
  • Der Maulbeerbaumhain ergreift mehr Raum als Variante 1 und 2
  • Der geschlossene Hain schafft eine intensive und dichtere Stimmung als Variante 2.
  • Der Klimabrunnen schafft zusätzliche Attraktivität des Platzes.
Nachteile:
  • Verglichen zur Variante 2 fehlt hier die offene Aufenthaltsqualität im Zentrum.
  • Durch den Klimabrunnen entstehen zusätzliche Herstellungs- und Pflegekosten.

Marktplatz Variante 3

PDF-Dokument (1.7 MB)

Marktplatzschnitt Variante 3

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Marktplatz Variante 4

Dieser Entwurf stellt das konsequenteste Raster aus drei mal drei Baumreihen dar. So können neun Maulbeeren ebenerdig gepflanzt werden. Der Klimabrunnen entfällt. Die Einfassung und die Sitzbänke der Vorvarianten bleiben erhalten.

Vorteile:
  • Der Hain aus Maulbeerbäumen wird am konsequentesten umgesetzt.
  • Der geschlossene Hain schafft eine intensive und dichtere Stimmung.
  • Diese Variante ist nach Variante 1 der ökonomischste Entwurf, da die Herstellungs- und Pflegekosten für den Brunnen entfallen.
Nachteile:
  • Verglichen zur Variante 2 fehlt hier die offene Aufenthaltsqualität im Zentrum.
  • Verglichen zur Variante 2 und 3 fehlt hier die Attraktion des Klimabrunnens.
  • Geringster Raum für das Kronenwachstum der Maulbeeren.

Marktplatz Variante 4

PDF-Dokument (1.8 MB)

Marktplatzschnitt Variante 4

PDF-Dokument (1.4 MB)

>>> Varianten zum Kirchplatz

Entwurfsbeschreibung Kirchplatz
Die Kirche soll an den Kirchplatz rücken, dafür wurde die Stilllegung der Stichstraße für parkende Autos vorgeschlagen. Dieser Vorschlag stieß bislang bei der Denkmalpflege, beim Straßen- und Grünflächenamt und bei den Kirchenvertretern auf allgemeine Zustimmung.
Der Platz um das Denkmal soll wieder mit neuer Aufenthaltsqualität ausgestattet werden. Dabei ist es aus denkmalpflegerischer Sicht wichtig, dass die bauzeitliche Bestandsborde und das vorhandene Mosaikpflaster erhalten bleiben und möglichst wieder Schmuckbeete angelegt werden. Die detaillierte Gestaltung der Beete muss in der weiteren Planung insbesondere aufgrund des Pflegeaufwandes noch intensiv diskutiert und abgestimmt werden. Ferner soll das ehemalige Geländer auf dem Granitbord um das Denkmal wiederhergestellt werden.

Varianten

Kirchplatz Variante 1

Diese Variante greift die ursprüngliche Gestaltung auf, die um 1904 bei der Umgestaltung des Platzes und der Verlegung des Denkmals hergestellt wurde: Ein Wegekreuz mit vier Beeten. Die Wege werden entsprechend des historischen Zustandes aus Mosaikpflaster hergestellt und auf eine Breite von 2m beschränkt. Die vier Schmuckbeete sollen jedoch erhöht hergestellt werden. Es entsteht ein kleiner Platz um das Denkmal, die Einfassung der Hochbeete wird hier auf Sitzhöhe ausgebildet. Das ehemalige Geländer um das Denkmal wird auf dem historischen Granitbord neu hergestellt.

Vorteile:
  • Diese Variante bildet am stärksten den historischen Bestand ab.
  • Die Schmuckbeete sind am größten ausgebildet und die Versiegelung wird geringgehalten.
  • Durch geringe befestigte Flächen die ökonomischste Herstellung.
Nachteile:
  • Die flexible Nutzung und die Aufenthaltsqualität des Kirchvorplatzes wird durch die schmalen Wege von 2m eingeschränkt.
  • Es kann bei der Nutzung durch mehrere Personen ein beengtes Gefühl entstehen.
  • Der Platz ist weniger zur Durchwegung geeignet.

Kirchvorplatz Variante 1

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Kirchplatz Variante 2

Wie Variante 1 wird hier das ehemalige Wegekreuz aufgegriffen, jedoch werden die Wegebreiten auf 4m erhöht. Im inneren Bereich entsteht ein Abstand von Beet zum Geländer von 2,5m, so dass hier mehr Raum für Nutzung und Aufenthaltsqualität entsteht. Sitzmöglichkeiten bieten die umliegenden auf Sitzhöhe angelegten Schmuckbeete.
Auch hier wird das Denkmal mit einem Geländer eingefasst.

Vorteile:
  • Gegenüber der Variante 1 wird mehr Raum für Aufenthaltsqualität angeboten.
  • Durchwegung eher möglich.
  • Flexiblere Nutzungsmöglichkeiten als Variante 1.
Nachteile:
  • Mehr befestigte Flächen bedeuten mehr Versiegelung und höhere Herstellungskosten.
  • Verglichen mit Variante 3 bietet diese Variante weniger Raum zur flexiblen Nutzung an.

Kirchvorplatz Variante 2

PDF-Dokument (1.9 MB)

Kirchplatz Variante 3

Während das Prinzip der auf Sitzhöhe liegenden Schmuckbeete und die Herstellung des innenliegenden Geländers gleichbleibt, interpretiert diese Variante das ehemalige Wegekreuz freier als Variante 1 und 2. Der befestigte Bereich weitet sich nun in Nord-Süd Richtung auf rund 6,15m auf und gibt noch mehr Möglichkeiten zur flexiblen Nutzung des Kirchplatzes frei. Die Wegeachse in Ost-West Richtung bekommen mit einer Breite von 3m und liegt somit zwischen Variante 1 und 2.

Vorteile:
  • Hier wird viel Raum zur flexiblen und Nutzung des Kirchvorplatzes angeboten.
  • Die Möglichkeit der Durchquerung zur Kirche ist am besten.
  • Das südliche Kirchenportal wird in seiner Achse aufgenommen
  • Die Kirche wird an ihren Vorplatz angeschlossen.
  • Der Platz hat eine hohe Aufenthaltsqualität.
Nachteile:
  • Diese Variante interpretiert den historischen Bestand neu.
  • Hohe Versiegelung und Herstellungskosten.

Kirchvorplatz Variante 3

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Kirchplatz Variante 4

Zwei laterale Beetscheiben in Sitzhöhe begrenzen einen großzügigen Platz, der direkt auf die Kirche ausgerichtet ist. Leicht tieferliegende Beete mit niedriger Bepflanzung in Ost-West Richtung zitieren die ehemalige Wegeverbindung. Der gesamte innere Bereich wird nach historischem Vorbild in Mosaikpflaster hergestellt. Der innenliegende Raum ist vielseitig und flexibel nutzbar.

Vorteile:
  • Hier wird am meisten Raum zur flexiblen Nutzung des Kirchvorplatzes angeboten.
  • Die Möglichkeit der Durchquerung zur Kirche ist gut.
  • Das südliche Kirchenportal wird in seiner Achse aufgenommen
  • Die Kirche wird an ihren Vorplatz angeschlossen.
  • Der Platz hat eine hohe Aufenthaltsqualität.
  • Historische Wegebeziehungen werden symbolisch im Beet hergestellt.
Nachteile:
  • Diese Variante interpretiert den historischen Bestand stark neu.
  • Hohe Versiegelung und Herstellungskosten.
  • Keine Wegebeziehung in Ost-West-Richtung

Kirchvorplatz Variante 4

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Kirchplatz Variante 5

Zwei laterale Beetscheiben in Sitzhöhe begrenzen einen großzügigen Platz, der direkt auf die Kirche ausgerichtet ist. Der gesamte innere Bereich wird nach historischem Vorbild in Mosaikpflaster hergestellt. Der innenliegende Raum ist vielseitig und flexibel nutzbar.

Vorteile:
  • Hier wird am meisten Raum zur flexiblen Nutzung des Kirchvorplatzes angeboten.
  • Die Möglichkeit der Durchquerung zur Kirche ist gut.
  • Das südliche Kirchenportal wird in seiner Achse aufgenommen
  • Die Kirche wird an ihren Vorplatz angeschlossen.
  • Der Platz hat eine hohe Aufenthaltsqualität.
Nachteile:
  • Diese Variante interpretiert den historischen Bestand stark neu.
  • Keine symbolische Darstellung der historischen Wege.
  • Hohe Versiegelung und Herstellungskosten.
  • Keine Wegebeziehung in Ost-West-Richtung.

Kirchvorplatz Variante 5

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Zweites Ortsteilgespräch zur Entwicklung des Baumbestandes in der Bölschestraße

Am 17.01.2019 fand im Alten Rathaus in der Bölschestraße das zweite Ortsteilgespräch zum Thema Umsetzung des Baumkonzeptes Bölschestraße statt. Einbezogen war hierbei auch die Vorstellung von Ideen zu einem künftigen Umgang mit dem Markt- sowie dem Kirchvorplatz. Für eine mögliche Bepflanzung insbesondere des Kirchvorplatzes forderte die Denkmalpflege eine gutachterliche Stellungnahme, aus der Varianten für eine mögliche Entwicklung herausgearbeitet worden sind.

Straßenbaumpflanzung Im Nachgang zum im Mai 2018 stattgefundenen Ortsteilgespräch, bei der fünf Konzeptionsvarianten zum Umgang mit den Straßenbäumen vorgestellt worden sind, erfolgte danach ein zusätzliches Onlinevoting zur Meinungsfindung. Das Ergebnis war eindeutig und deckte sich mit den mündlichen Aussagen zum Ortsteilgespräch:
  • keine grundsätzliche Neugestaltung
  • vorhandenen Baumbestand solange wie möglich erhalten
  • unterschiedliche Alters- und Zustandsstruktur und damit Vielfalt ist gewünscht
  • Erhalt der Maulbeerbäume

Dieses Ergebnis fand Berücksichtigung im erstellten Gutachten zur Neupflanzung, welches nunmehr wie versprochen als zu diskutierenden Entwurf vorgestellt worden und online bis Ende April 2019 einsehbar war.

In Stichpunkten dargestellt:
  • Beibehaltung der Linden als „Leitbaumart“
  • Neupflanzung nur noch mit geeigneten Sorten von Winter-Linden (Sortenvielfalt)
  • Fällung von Bäumen nur in begründeten Einzelfällen
  • Erhalt einer vielfältigen Altersstruktur
  • Erhalt aller vorhandenen Maulbeerbäume
  • keine Neupflanzung von Maulbeerbäumen als Straßenbäume mehr

Die im Gutachten enthaltenen Empfehlungen (Neupflanzung von 35 Bäumen und Fällung von 18 aus gutachterlicher Sicht nicht erhaltenswürdigen Bäumen) wurden vom Gutachter vorgestellt und erläutert. Neupflanzungen sind dabei in derzeit freie Baumscheiben, in neue anzulegende Baumscheiben sowie als Ersatz für geplante Fällungen vorgesehen. Damit wären alle für eine Baumpflanzung möglichen Standorte im Straßenbereich ausgeschöpft. Grundsätzlich fand das Konzept Zustimmung. Die anschließende Diskussion wurde hauptsächlich über die vorgeschlagenen Fällungen geführt, für die vom Gutachter keine Neupflanzungen vorgesehen worden sind, da die Standorte ungeeignet sind. Die Anwesenden gaben zu verstehen, dass unter diesen Umständen für diese Bäume eine Fällung nicht gewünscht ist.

Ergebnis zum Gutachten in Zahlen:
  • Neupflanzungen = 28 Stück
    (Nr. 1, 4, 5, 6, 7, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 17, 18, 20, 21, 22, 23, 24, 26, 27, 28, 29, 30, 32, 33, 34, 35)
  • Austausch (Fällung/ Neupflanzung) = 7 Stück
    (Nr. 2, 3, 8, 16, 19, 25, 31)
  • Fällung ohne Ersatz = 11 Stück
    (Nr. 12A/4, 44/1, 97/1, 58/2, 58/4, 63/2, 72/1, 73/1, 74/3, 75/3, 78/3).

Es wurde die Frage gestellt, wieviel Fällungen durch die Baumaßnahmen der BVG und BWB erfolgten, welcher Ausgleich sich hieraus berechnete und ob dieser Ausgleich mit den geplanten Neupflanzungen erfüllt wird. Die nunmehr mit Zahlen fundierte Antwort lautet, dass es seinerzeit 14 Fällungen gab (ein Baum Tiefbaumaßnahme, 7 Bäume BWB, vier Bäume BVG, zwei Bäume aus Verkehrssicherungsgründen). Aus den ersten drei Zahlen ergeben sich 20 Ersatzbäume. Somit wird der Ausgleich mit den o.g. Neupflanzungen erfüllt.

Gutachten - Teil 2: Konzeptionelle Grundlagen für die Neupflanzung von Straßenbäumen

PDF-Dokument (4.1 MB)

In Auswertung o.g. Bürgerversammlung hat das Straßen- und Grünflächenamt unter Berücksichtigung des Gutachtens folgende Verfahrensweise entschieden (Siehe Planung):
  • Fällung von 7 Bäumen (135/4, 132/1, 12/2, 26/2, 37/2, 86/4, 77/3) für Neupflanzungen am gleichen Standort im Herbst/Winter 2019/2020
  • 34 Stück Neupflanzungen inklusive ggf. erforderliche Neuherstellung einer Baumscheibe sowie Baumscheibeneinfassungen im Herbst/Winter 2019/2020. Die Neupflanzung des Baums Nr. 15 wird bis zur Variantenentscheidung zum Markt- und Kirchvorplatz zurückgestellt.
  • Die Fällungen der 11 Bäume ohne Neupflanzungen werden aufgeschoben.

Somit ist das Straßen- und Grünflächenamt dem Bürgerwunsch weitestgehend gefolgt. Zum Thema Straßenbaumkonzept Bölschestraße wird es daher – im Gegensatz zur Thematik Markt- und Kirchplatz – kein weiteres Ortsteilgespräch mehr geben.

Planung Bölschestraße

PDF-Dokument (6.4 MB)

Markt- und Kirchplatz
Für die Gestaltung des Markt- und Kirchplatzes wurde ein weiteres Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Historie dieser zentralen Fläche beleuchten und Schlussfolgerungen für eine mögliche Neugestaltung inklusive Baumpflanzungen in Varianten darstellen sollte. Ziel ist es u. a die beiden Plätze wieder als Gesamtensemble erlebbar zu machen. Die Varianten sind erste Ideen, die im zweiten Schritt im weiteren Planungsprozess weiter konkretisiert und mit allen Planungsbeteiligten (u. a. Denkmalpflege) abgestimmt werden. So sind in der Präsentation Beispiele für mögliche Untervarianten (1a bis 1e) der Variante 1 dargestellt. Gleiches ließe sich für Variante 2 und 3 darstellen. Die Präsentation mit den drei Varianten ist online bis Ende April einsehbar.

Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ihr Votum hierzu per E-Mail abzugeben. Es geht zunächst nur um die Entscheidung, welche der drei Varianten die meiste Zustimmung findet. Die Varianten unterscheiden sich hauptsächlich in zwei Punkten:
  • durchgängige Bepflanzung der Bölschestraße und damit optische Teilung der beiden Plätze oder im Bereich der Plätze ausgesetzt und damit Zusammenführung dieser
  • Bepflanzung des Kirchvorplatzes mit Maulbeeren im Block oder als Rondell um das Kriegerdenkmal

Die Auswertung der Ergebnisse erfolgte Anfang Mai 2019. Das Ergebnis wird in geeigneter Form bekanntgegeben und es wird Planungsauftrag für das beauftragte Büro zur weiteren Bearbeitung. Erste Planungsergebnisse liegen vermutlich im III. bzw. IV. Quartal dieses Jahres vor.

Vortrag: konzeptionelle Vorschläge zur Bepflanzung von Marktplatz und Kirchvorplatz

PDF-Dokument (8.2 MB)

Erstes Ortsteilgespräch zur Entwicklung des Baumbestandes in der Bölschestraße

Unter dem Motto “Es liegt in unserer Hand – Chancen und Herausforderungen für den Baumbestand in der Bölschestraße” fand am 24. Mai 2018 das erste Ortsteilgespräch im ehemaligen Rathaus Friedrichshagen statt.
Es wurde das Gutachten vorgestellt und sich über mögliche Varianten zur Entwicklung des Baumbestandes ausgetauscht.