Der alte Industrie- und Gewerbestandort Oberschöneweide steht vor neuen Aufgaben. Für viele produzierende Firmen, Handwerksbetriebe und kreative Köpfe wird es schwieriger: Die Mieten und Grundstückspreise steigen stark. Gleichzeitig sind einige Gewerbeflächen trotz großer Nachfrage leer oder werden nicht optimal genutzt. Hinzu kommen zunehmende Anfragen zur Umnutzung der Areale und der vielfach denkmalgeschützten Gebäude.
Um diese Herausforderungen anzugehen, wurde 2025 der Rahmenplan „Historischer Industrie- und Gewerbegürtel Oberschöneweide” erarbeitet. Dieser Plan ist eine Weiterentwicklung des bezirklichen Wirtschaftskonzepts aus dem Jahr 2022. Mit dem Beschluss durch das Bezirksamt am 9. Juni 2026 (Bezirksamtsvorlage 855/2026) und Kenntnisnahme durch die politischen Gremien (BVV) sind nun die Weichen für die Umsetzung der Ziele und konkreten Maßnahmen gestellt, um die Entwicklung des Standorts aktiv zu gestalten. Dafür sollen Fördergelder des Senats genutzt und eigene Mittel bereitgestellt werden, um konkrete Projekte zu starten.
Was bedeutet das für Oberschöneweide?
Der Rahmenplan gibt für alle mit dem Standort Beschäftigten eine klare Strategie für die Zukunft. Er zeigt:
- Welche Ziele der Bezirk verfolgt.
- Wie sich die verschiedenen Teilbereiche entwickeln sollen.
- Wie die Verbindung zum umliegenden Stadtteil gestärkt werden kann.
- Wie das Spreeufer attraktiver und zugänglicher gestaltet werden soll.
Ein Plan mit Beteiligung aller:
Dieser Plan ist kein Ergebnis „aus dem Nichts”. Er entstand in enger Zusammenarbeit und im Ergebnis intensiver Gespräche mit:
- Den ansässigen Unternehmen und Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern.
- Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Politik.
- Lokalen Initiativen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern.
Über die Plattform meinBerlin.de konnten sich viele Bürgerinnen und Bürger informieren und ihre Gedanken einbringen.
Am 05. Mai 2026 wurde durch das beauftrage Büro Lokation:S das finale Konzept bei einer Standortkonferenz an der HTW Berlin der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Der Dialog geht weiter!
Weitere Austauschformate sind geplant, damit der Wandel gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort gestaltet werden kann.