Die Kolonie Wilhelmshagen entstand auf dem Gelände des Gutsbezirkes Cöpenicker Forst und gehörte zum Kreis Niederbarnim. 1892 erwarb die Deutsche Volksbau-aktiengesellschaft einen teil des Gutsterrains und legte die Villenkolonie Neu-Rahnsdorf an, die sich ab 1902 Wilhelmshagen nennen durfte. In der ersten Phase der Besiedelung wurde der Bahnhof Neu-Rahnsdorf an der Eisenbahnlinie Berlin – Frankfurt/Oder eröffnet, Straßen angelegt und das Gelände parzelliert. In Folge wurden die ersten 40 Häuser gebaut.
Die vollständige Bebauung der Villenkolonie war Mitte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts abgeschlossen und weist bis heute nur geringfügige Verfremdungen auf. Die Kolonie zog in ihrer Entstehungszeit vorwiegend bürgerliche Schichten wie Kaufleute, Beamte, Handwerksmeister und später dann Vetreter der bürgerlichen Oberschicht als Bewohner an. Die genaue Abgrenzung des Erhaltungsgebietes ist hier dargestellt.