Vormundschaften und Pflegschaften

Die gesetzliche Amtsvormundschaft tritt in der Regel mit der Geburt eines Kindes ein, dessen Mutter zum Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet und minderjährig ist, sofern nicht schon vor der Geburt ein Vormund bestellt worden ist. Die gesetzliche Vormundschaft endet in diesem Fall kraft Gesetzes, sobald die Mutter volljährig geworden ist.
Bestellten Vormundschaften und Pflegschaften geht in der Regel ein familiengerichtliches Verfahren voraus, in welchem dem/den sorgeberechtigten Elternteil/-en das gesamte Sorgerecht oder Teile hiervon entzogen worden sind. Nach einem solchen Verfahren bestellt das Vormundschaftsgericht das Jugendamt zum Vormund oder Pfleger. Sind die Eltern an der Vertretung ihrer minderjährigen Kinder gehindert, so bestellt das Vormundschaftsgericht auf Antrag das Jugendamt zum (Ergänzungs-)Pfleger, z.B. in Strafverfahren oder bei der Vaterschaftsanfechtung.

Weitere Informationen zum Thema “Vormund” erhalten Sie auch unter http://www.dein-vormund.de einer Internetseite des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) e. V. und der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) e. V.

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