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Interessenbekundungsverfahren Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) „Jugendkunst- und Kulturzentrum Gérard Philipe“

Durchführung eines jugendhilfespezifischen Interessenbekundungsverfahrens gemäß §7 Abs.2 Satz 2 der Landeshaushaltsordnung von Berlin für den Betrieb der Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) „Jugendkunst- und Kulturzentrum Gérard Philipe“

Mit diesem jugendhilfespezifischen Interessenbekundungsverfahren für Leistungen nach dem § 11 SGB VIII wird ein gemeinnütziger Träger der freien Jugendhilfe gesucht, der die Jugendfreizeiteinrichtung „Jugendkunst- und Kulturzentrum Gérard Philipe“ (Karl-Kunger-Straße 29, 12435 Berlin) ab dem 01.01.2027 betreibt.

Die durchführende Stelle verfährt im Sinne des §7 Abs. 2 Satz 2 der Landeshaushaltsordnung von Berlin (Interessenbekundungsverfahren). Es handelt sich hierbei nicht um die Vergabe eines öffentlichen Auftrags. Das Ziel dieses jugendhilfespezifischen Interessenbekundungsverfahrens ist es, Interessierte für das Angebot zu erkunden, sowie die eingereichten Unterlagen zu prüfen, zu bewerten und einen Träger der freien Jugendhilfe für die Umsetzung des Projekts auszuwählen.

Inhaltliche Anforderungen

Der zu fördernde Träger der freien Jugendhilfe soll Leistungen nach § 11 SGB VIII in Verbindung mit dem Berliner Jugendhilfe- und Jugendfördergesetz – AG KJHG, hier speziell in der Angebotsform 1, „standortgebundene, offene Kinder- und Jugendarbeit“ (§6c Abs. 1 Nr. 1 Jugendhilfe-, Familien- und Jugendfördergesetz – AG KJHG), erbringen.

Das Angebot soll in folgenden Bezirksregionen realisiert werden:
Alt-Treptow, die Einrichtung soll auch Plänterwald mitversorgen.

Hauptzielgruppe
Jugendliche im Alter von 14 – unter 21 Jahren; mit Stand 31.12.2025 leben 816 Jugendliche der Zielgruppe in der Bezirksregion Alt-Treptow und 556 in Plänterwald

Wesentliche Leistungsmerkmale
  • Freiwilligkeit; Veränderbarkeit; offen bezogen auf Teilnehmerkreis und Leistungen (Orientierung an Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppen; Partizipation und Beteiligung der Zielgruppen als pädagogisches Grundprinzip aller Angebote und Maßnahmen)
  • kontinuierliche, verlässliche Angebote
  • vernetzt im Sozial- und Prognoseraum und darüber hinaus
  • niedrigschwellig; Beziehungsarbeit: Aufbau von vertrauensvollen Beziehungen
  • digitale Präsenz; Nutzung von sozialen Medien für die Öffentlichkeitsarbeit
  • hinausreichende Angebote
  • Schwerpunkteinrichtung für queere Jugendarbeit

Besonderheiten
Der Standort entwickelte sich in den vergangenen Jahren als Schwerpunkteinrichtung für queere Jugendarbeit. Dieser geschützte Raum soll weiterhin für die Community zur Verfügung stehen. Es besteht daher die wesentliche Fördervoraussetzung, Angebote für queere junge Menschen bereitzustellen. Zur Stärkung dieses Schwerpunktes wurden bisher zusätzliche Mittel der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie für das Projekt zur Verfügung gestellt. Das Jugendamt beabsichtigt die Weitergabe dieser Mittel an den Träger unter Vorbehalt der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel. Bisher standen zusätzlich ca. 100.000 € für den Schwerpunkt der queeren
Jugendarbeit zur Verfügung.

Adressat*innen

Das Verfahren richtet sich an nach § 75 SGB VIII anerkannte Träger der freien Jugendhilfe, die über mindestens dreijährige Erfahrungen in der standortgebundenen Kinder- und Jugendarbeit gemäß §11 SGB VIII verfügen. Erwünscht sind ebenfalls Erfahrungen mit der Zielgruppe queerer Jugendlicher in der Jugendarbeit. Interessierte sollen über sehr gute Kenntnisse der sozialräumlichen Strukturen und Bedingungen vor Ort sowie die regionalen und überregionalen Jugendarbeits- und -hilfestrukturen verfügen.
Gesucht wird ein Träger der freien Jugendhilfe, der Angebote und Maßnahmen vor Ort bedarfsgerecht und partizipativ entwickelt und umsetzt.

Finanzierung

Für das Projekt stehen bezirkliche Mittel in Höhe von 218.215,59 € für das Haushaltsjahr 2027 zur Verfügung. Als Projektbeginn ist der 01.01.2027 avisiert. Es wird die Einbringung von zusätzlichen Einnahmen/Eigenmitteln in Höhe von mind. 5% der zuwendungsfähigen Ausgaben erwartet.

Einzureichende Unterlagen

  1. Kurzkonzept (inkl. Darstellung der Zielgruppe(n), der Methoden, der Einbeziehung und Beteiligung von jungen Menschen, des queeren Schwerpunktes, des personellen Konzepts, des Finanzierungsplans, des trägerinternen Kinderschutzverfahrens)
  2. Darstellung jugendhilfespezifischer Erfahrungen des Trägers, sowie der Kenntnisse in der benannten Bezirksregion, Aussagen zur Tarifstruktur des Trägers, Nachweis der mindestens dreijährigen Tätigkeit des Trägers in der Jugendarbeit
  3. Aktuelle Satzung, aktuelles Statut, aktueller Gesellschaftsvertrag o.ä.
  4. Anerkennung gem. § 75 SGB VIII als Träger der freien Jugendhilfe
  5. Aktueller Auszug aus dem Vereins- oder Handelsregister
  6. Aktueller Nachweis der Gemeinnützigkeit

Sollten die unter 3., 4., 5. und 6. genannten Unterlagen dem Jugendamt Treptow-Köpenick von Berlin bereits in aktueller Form vorliegen, dann kann von einer erneuten Zusendung abgesehen werden. Es wird um einen kurzen Hinweis im Anschreiben gebeten.
Die Unterlagen für diese Interessenbekundung sind bis zum 09.11.2026 vollständig per Mail und postalisch/persönlich unter folgenden Kontaktdaten einzureichen:

Per E-Mail: projektfoerderung.jug@ba-tk.berlin.de
Postalisch: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin, Jugendamt – Fachdienst Jugendhilfe, Jug FD 6040, PF 910240, 12414 Berlin

Für die Erstellung der eingereichten Unterlagen zum jugendhilfespezifischen Interessenbekundungsverfahren werden keine Kosten erstattet.

Für Nachfragen innerhalb des Verfahrens wenden Sie sich bitte an:

Frau Wetzel – Regionalkoordinatorin Jugend- und Familienförderung der Region 1/3
Tel.: (030) 90297- 5174; E-Mail: wetzel.jug@ba-tk.berlin.de

Oder

Frau Rademacher – Fachkoordinatorin Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Familienförderung
Tel.: (030) 90297- 4939; E-Mail: rademacher.jug@ba-tk.berlin.de

  • Interessenbekundungsverfahren für den Betrieb der Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) „Jugendkunst- und Kulturzentrum Gérard Philipe“

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Jugendamt Treptow-Köpenick

Postanschrift:
PF: 910240
12414 Berlin

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