10.000 Krokusse für den Bellevuepark: Gartenarbeitsschule lässt den Frühling erblühen

Pressemitteilung vom 21.10.2026

Ein Kind sammelt Kastanien in der Gartenarbeitsschule

Am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, fand im Bellevuepark an der Friedrichshagener Straße in Treptow-Köpenick eine besondere Pflanzaktion statt. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Hauptmann-von-Köpenick-Schule (09G23) brachte die Gartenarbeitsschule Treptow-Köpenick insgesamt 10.000 Krokusse in die Erde. Von 8 bis 14 Uhr waren die Kinder mit großem Engagement im Einsatz, um den Park nicht nur bunter, sondern vor allem ökologisch wertvoller zu gestalten.

Im Mittelpunkt der Aktion steht die Förderung der Artenvielfalt und insbesondere die Unterstützung früh fliegender Insekten. Denn bereits an den ersten milden Tagen des Jahres begeben sich Hummelköniginnen und verschiedene Wildbienen auf Nahrungssuche. Gerade zu dieser Zeit ist das Angebot an blühenden Pflanzen häufig noch gering. Frühblüher wie Krokusse können deshalb eine wichtige Nahrungsquelle darstellen, indem sie Pollen und Nektar bereitstellen.

Für die Pflanzaktion wurden unter anderem botanische Wildkrokusse ausgewählt, die bereits im Februar und März blühen. Ihre Blüten in Weiß, Gelb, Violett und Blau sollen den Bellevuepark im kommenden Frühjahr in ein buntes Blütenmeer verwandeln. Gleichzeitig wird das frühe Nahrungsangebot für bestäubende Insekten erweitert. So verbindet die Pflanzaktion einen sichtbaren Gewinn für das Stadtbild mit einem konkreten Beitrag zum Naturschutz.

Die Aktion ist Teil einer bezirksübergreifenden Initiative der Berliner Gartenarbeitsschulen. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, öffentliche Grünflächen nicht nur als Erholungsräume für Menschen, sondern auch als wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Ein ebenso wichtiger Bestandteil der Aktion ist die Umweltbildung. Durch die Zusammenarbeit zwischen der Gartenarbeitsschule und der Hauptmann-von-Köpenick-Schule erleben die Kinder unmittelbar, wie sie selbst zum Schutz der Natur beitragen können. Sie lernen, welche Bedeutung Pflanzen für Insekten haben, wie ökologische Zusammenhänge funktionieren und warum auch kleine Veränderungen im eigenen Umfeld etwas bewirken können. So wird aus einer gemeinsamen Pflanzaktion praktischer Umweltunterricht.

Mit viel Tatkraft setzten die jungen Gärtnerinnen und Gärtner die Krokusknollen in die Erde. Die Aktion knüpft an das Engagement der vergangenen Jahre an: Während vor zwei Jahren rund 1.000 Pflanzen gesetzt wurden, sind es in diesem Jahr bereits 10.000 Krokusse. Ein schönes Beispiel dafür, wie gemeinschaftlicher Einsatz und kontinuierliches Engagement dazu beitragen können, öffentliche Grünflächen ökologisch aufzuwerten.

Wer mehr über die Arbeit der Berliner Gartenarbeitsschulen erfahren möchte, ist herzlich eingeladen, sich umzusehen. Die Gartenarbeitsschulen bieten vielfältige Möglichkeiten, Natur und Umwelt praktisch zu entdecken, ökologische Zusammenhänge zu verstehen und selbst aktiv zu werden.