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Gemeinsam erinnern: Gedenkfeier für Verstorbene ohne Angehörige

Pressemitteilung vom 22.09.2026

  • Zeit: 05.10.2026, 17 Uhr
  • Ort: Evangelische Stadtkirche Köpenick, Alt Köpenick, 12555 Berlin

Menschen, die ohne Angehörige versterben, werden häufig ohne persönliche Trauerfeier bestattet. Um auch diesen Verstorbenen würdig zu gedenken, laden die Evangelische Stadtkirchengemeinde Köpenick und das Bezirksamt Treptow-Köpenick zu einer öffentlichen Gedenkfeier ein.

Die Gedenkfeier findet am Montag, dem 5. Oktober 2026 um 17 Uhr, in der Evangelischen Stadtkirche Köpenick, Alt Köpenick, 12555 Berlin, statt. Sie bietet Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, innezuhalten, gemeinsam zu erinnern und den Verstorbenen Respekt zu erweisen.

Wenn keine Angehörigen ermittelt werden können oder niemand die Verantwortung für die Bestattung übernimmt, veranlasst das Gesundheitsamt eine ordnungsbehördliche Bestattung. Die Gedenkfeier setzt ein Zeichen dafür, dass auch Menschen, die ohne Angehörige bestattet wurden, nicht vergessen werden.

„Eine Gesellschaft zeigt ihre Menschlichkeit auch darin, wie sie mit denjenigen umgeht, die niemanden mehr an ihrer Seite haben. Mit der Gedenkfeier geben wir den Verstorbenen einen würdevollen Ort des Erinnerns und laden alle ein, gemeinsam innezuhalten“, sagt Bezirksbürgermeister Oliver Igel.
„Jeder Mensch verdient auch über den Tod hinaus Würde und Respekt. Mit der gemeinsamen Gedenkfeier wollen wir den Verstorbenen einen Ort des Erinnerns geben und zugleich zeigen: Niemand soll vergessen sein“, sagt Carolin Weingart, Bezirksstadträtin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Teilhabe.

„Wir gedenken der Menschen, die einsam gestorben sind. Sie haben zu uns gehört. Wir gedenken der Menschen aus Treptow-Köpenick, deren Namen wir verlesen, um sie nicht zu vergessen. Wir gedenken auch der Menschen, deren Namen nicht genannt werden, die uns aber besonders nahe sind. Wir gedenken der vielen Namenlosen, um deren Sterben wir wissen. Wir vertrauen darauf, dass ihre Namen in Gottes Buch des Lebens eingeschrieben sind. In diesem Vertrauen werden wir für jede und jeden ein Licht anzünden“, sagt Pfarrer Ralf Musold von der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Köpenick.