- Vernissage: 31.07.2026, 19–22 Uhr
- Ausstellung: 01.–15.08.2026
- Finissage: 15.08.2026, 18–22 Uhr
In der Ausstellung „Vorbeigehen“ sammelt sich der persönliche Blick der Künstlerin. Von der Fotografie kommend und von der großen Liebe des Beobachtens und Entdeckens heraus, findet sie ihre Motive. Ihr Fokus liegt dabei auf den unmittelbaren und scheinbar unspektakulären Dingen, die direkt vor einem Liegen. So stammen die Motive aus ihrem Alltag und finden zunächst den Weg in ihre analoge Snapshot-Kamera oder ihr Handy, um den flüchtigen Moment zu verewigen.
Im zweiten Schritt überträgt die Künstlerin ihre Motive auf die Leinwand. Während des Malprozesses zwingen sie die Suche nach dem richtigen Farbton und das fortwährende Treffen von Entscheidungen dazu, immer wieder genau hinzusehen. Dieses bewusste Hinschauen bildet den Kern der Ausstellung.
Oft dienen Wege lediglich dazu, von einem Ort zum anderen zu gelangen. Doch zwischen zwei Terminen eröffnen sich kleine Momente der Entschleunigung und des Beobachtens. Im Vorübergehen entfalten die Dinge um uns herum ihre Wirkung, die uns vielleicht mehr Energie und Aufmerksamkeit schenkt, als wir zunächst vermuten.
Schirin Moaiyeri lebte während und nach ihrer Ausbildung zur Fotografin mehrere Jahre in der pulsierenden Metropole Berlin. Seither ist sie kontinuierlich auf der Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksformen. Auch wenn der Alltag den Blick oft einengt, schärft sie ihre Wahrnehmung, indem sie auf ihren Wegen aufmerksam bleibt und die kleinen Schätze entdeckt, die ihr im Vorbeigehen begegnen. Nach einer Tanzausbildung, dem Studium der Visuellen Kommunikation und ihrer Fotoausbildung am Lette Verein lebt und arbeitet sie heute in Berlin als Fotografin. Parallel dazu hat sie die Malerei wieder für sich entdeckt. Die hier gezeigten Acrylarbeiten sind ihre zweite Ausstellung.