Gemeinsames Gedenken zum 65. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer

Denkmal für die Maueropfer

Pressemitteilung vom 23.07.2026

  • Zeit: Donnerstag, 13. August 2026, ab 15:30 Uhr
  • Treffpunkt: Friedhof Baumschulenweg, Kiefholzstraße 222–236, 12437 Berlin – Neuer Teil

Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung Peter Groos und Bezirksbürgermeister Oliver Igel laden am Donnerstag, dem 13. August 2026, anlässlich des 65. Jahrestages des Baus der Berliner Mauer zum gemeinsamen Gedenken an die Opfer der Berliner Teilung ein.

An der ehemaligen Westgrenze Treptows verloren während der 28 Jahre der Berliner Mauer mindestens 15 Menschen im Todesstreifen ihr Leben. Mit dem gemeinsamen Gedenken wird an ihr Schicksal erinnert und ein Zeichen für Freiheit, Demokratie und die Überwindung von Teilung gesetzt.

Das Gedenken findet an drei Orten entlang des ehemaligen Grenzverlaufs statt:

1. Friedhof Baumschulenweg (Neuer Teil) – 15:30 Uhr
An der Gedenktafel für die Mauertoten ohne Grabstelle.

2. Mahnmal Kiefholzstraße (Nähe Dammweg, hinter der Kleingartenanlage Kuckucksheim) – ca. 16:00 Uhr
Am Mahnmal für die beiden Kinder Jörg Hartmann und Lothar Schleusener, die im Alter von 10 und 13 Jahren am 14. März 1966 an dieser Stelle von Grenzsoldaten erschossen wurden. Das Mahnmal wurde 1999 von Rüdiger Roehl und Jan Skuin geschaffen.

3. Gedenkstele Chris Gueffroy (Nähe Chris-Gueffroy-Allee) – ca. 16:30 Uhr
An der Gedenkstele für Chris Gueffroy, der im Februar 1989 als letztes Todesopfer der Berliner Mauer durch Schüsse von Grenzsoldaten ums Leben kam. Er wurde nur 20 Jahre alt.

Treptow besaß mit rund 17 Kilometern den längsten Abschnitt von Mauer und Todesstreifen innerhalb Berlins. Die Grenzanlagen trennten den Bezirk von den damaligen West-Berliner Bezirken Neukölln und Kreuzberg und verliefen vom Südzipfel Altglienickes entlang des Teltowkanals und des Britzer Zweigkanals bis an den Landwehrkanal und die Spree.

Die angegebenen Uhrzeiten für die zweite und dritte Gedenkstation sind Richtzeiten. Da sich die Teilnehmenden zwischen den Gedenkorten bewegen, kann es zu zeitlichen Verzögerungen kommen. Interessierte werden daher gebeten, mögliche Wartezeiten einzuplanen oder bereits etwas früher an den jeweiligen Gedenkorten einzutreffen.

Die Bevölkerung sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen, am gemeinsamen Gedenken teilzunehmen und an die Opfer der Berliner Mauer zu erinnern.