Görlitzer Bahnbrücken: Bezirksamt, Deutsche Bahn und Senat vereinbaren weiteres Vorgehen
Pressemitteilung vom 11.06.2026
Auf Einladung des Bezirksamts Treptow-Köpenick haben sich Vertreterinnen und Vertreter des Bezirksamts Treptow-Köpenick, des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg, der Deutschen Bahn sowie der Senatsverwaltungen für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) zu einem Austausch über die Zukunft der Görlitzer Bahnbrücken getroffen. Hintergrund ist die Kündigung des Mietvertrages durch die Deutsche Bahn zum 30. Juni 2026.
Ziel des Austauschs war es, eine gemeinsame Grundlage für das weitere Vorgehen zu schaffen und mögliche Perspektiven für den Erhalt der Wegverbindungen und der Grünanlagen in den Räumen zwischen den Brücken zu erörtern. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Fragen der Standsicherheit, der Verkehrssicherheit sowie des Denkmalschutzes der Brückenbauwerke. Die Deutsche Bahn betonte, dass sie an einer Sperrung der Brücken für weitere Untersuchungen und Arbeiten nach Auslaufen des Mietvertrags festhält. Das Land Berlin betonte, dass es ein großes Interesse daran gibt, die Wegeverbindungen über die Brücken langfristig aufrechtzuerhalten.
Folgende Vereinbarungen wurden getroffen:- Um eine genauere Begutachtung des Zustands der Brücken zu ermöglichen, muss der bestehende Wegebelag auf den Brücken entfernt werden. Zur weiteren Klärung wird die Deutsche Bahn zeitnah das Straßen- und Grünflächenamt Treptow-Köpenick sowie die zuständigen Fachreferate der SenMVKU zu einem Vor-Ort-Termin einladen. Die notwendigen Unterlagen dafür werden zur Verfügung gestellt.
- Das Bezirksamt Treptow-Köpenick und die Deutsche Bahn werden gemeinsam an einer Vereinbarung arbeiten, die bis zum Abschluss der Verhandlungen die Offenhaltung der Zwischenräume zwischen den Brücken ermöglichen könnte und damit die weitere Nutzung des Grünzugs sicherstellt.
Bezirksämter, Senat und Deutsche Bahn haben vereinbart, den begonnenen Austausch fortzusetzen und die weiteren Schritte eng miteinander abzustimmen. Ziel bleibt es, tragfähige Lösungen für den Umgang mit den denkmalgeschützten Bauwerken zu entwickeln, die sowohl die Anforderungen an Sicherheit und Verkehr berücksichtigen als auch die öffentliche Nutzung des Grünzugs zu sichern.
Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick kommentiert:
„Für uns ist klar: Die Wegeverbindungen über die Görlitzer Bahntrasse haben eine hohe Bedeutung für die Menschen in Treptow-Köpenick und Friedrichshain-Kreuzberg. Deshalb erwarte ich, dass das Land Berlin und die Deutsche Bahn die Gespräche über eine mögliche Übernahme der Brückenbauwerke mit dem klaren Ziel fortsetzen, diese wichtigen Verbindungen langfristig zu erhalten. Jetzt braucht es die Bereitschaft aller Beteiligten, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.”
Dr. Claudia Leistner, Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt ergänzt:
„Die Görlitzer Bahnbrücken sind denkmalgeschützte Bauwerke, deren Erhalt sorgfältig geprüft und gemeinsam verantwortungsvoll begleitet werden muss. Unser Anspruch ist es, Lösungen im Dialog zu entwickeln, die den Anforderungen des Denkmalschutzes gerecht werden und zugleich die Funktion des Grünzugs als wichtigen Aufenthalts-, Erholungs- und Verbindungsraum sichern. Dafür braucht es eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten – Deutsche Bahn, Senat und Bezirk– mit dem klaren Ziel, im Sinne der Bevölkerung an einem Strang zu ziehen und tragfähige Kompromisse zu erreichen.“