Das Bezirksamt möchte auf eine Pressemitteilung des Freilandlabors Kaniswall aufmerksam machen.
Moderner, nachhaltiger und zukunftsfähig: Bildungsstandort Kaniswall startet in ein neues Kapitel
Mit einer feierlichen Veranstaltung wurde am 4. Juni 2026 das Freilandlabor Kaniswall nach umfassender energetischer Sanierung eingeweiht. Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Schule und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um die Modernisierung des traditionsreichen außerschulischen Lernortes zu würdigen und gemeinsam den Blick auf dessen zukünftige Entwicklung zu richten.
Zu den Gästen zählten unter anderem Bezirksbürgermeister Oliver Igel, Bezirksstadtrat Marco Brauchmann, Schulamtsleiter Stephan Winkelhöfer, die Leiterin der Regionalen Schulaufsicht Treptow-Köpenick, Manuela Seidel-Nick, Vertreterinnen und Vertreter des Bezirksamts Treptow-Köpenick, langjährige Wegbegleiter des Freilandlabors der Berliner Forsten, des Rotary Clubs Schloss Köpenick, des Fördervereins „Freunde des Kaniswall e. V.“ sowie am Bau beteiligte Unternehmen.
In seiner Begrüßung erinnerte die Leitung des Freilandlabors an den Beginn des Projekts im Jahr 2021. Damals wurden für die energetische Sanierung Fördermittel in Höhe von 875.000 Euro aus dem Fonds der ehemaligen Massenorganisationen und Parteien der DDR bewilligt. Das Projekt wurde durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick initiiert und auf den Weg gebracht. Nach intensiven Planungen begann die Umsetzung im Jahr 2025.
In ihren Grußworten würdigten Bezirksbürgermeister Oliver Igel und Bezirksstadtrat Marco Brauchmann die erfolgreiche Umsetzung des Bauprojekts und dankten allen Beteiligten für ihr Engagement bei Planung, Finanzierung und Realisierung der energetischen Sanierung. Beide hoben die besondere Bedeutung des Freilandlabors Kaniswall für den Bezirk Treptow-Köpenick hervor. Als einzigartiger außerschulischer Lernort ermögliche der Kaniswall Kindern und Jugendlichen, Natur und Umwelt unmittelbar zu erleben, naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu erforschen und ein nachhaltiges Bewusstsein für ökologische Verantwortung zu entwickeln. Gerade in einer zunehmend urban geprägten Lebenswelt sei ein solcher Lern- und Erfahrungsraum von unschätzbarem Wert für die Bildung junger Menschen.
Die Bauarbeiten stellten den Betrieb des Freilandlabors vor große Herausforderungen. Zeitweise fehlten Heizung, Wasser und nutzbare Räume. Trotz dieser Einschränkungen konnte die Bildungsarbeit dank des Engagements des Teams sowie der Unterstützung zahlreicher Partnerinnen und Partner kontinuierlich fortgeführt werden.
„Die heutige Einweihung markiert nicht das Ende eines Bauprojekts, sondern den Beginn neuer Möglichkeiten für die Bildungsarbeit auf dem Kaniswall“, betonte die Leitung des Freilandlabors. Die energetische Sanierung schaffe die Voraussetzungen, um den Standort nachhaltig weiterzuentwickeln und Kindern sowie Jugendlichen auch künftig einen modernen Lernort für Naturwissenschaften, Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung zu bieten.
Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war das sogenannte „Nawi-Speeddating““. Schülerinnen und Schüler der Kooperationsschulen präsentierten an verschiedenen Stationen naturwissenschaftliche Projekte und Forschungsergebnisse. In kurzen Präsentationen vermittelten sie den Gästen spannende Einblicke in ihre Arbeit. Die Themen reichten von Experimenten und Umweltprojekten bis hin zu praktischen Mitmachangeboten.
Beteiligt waren die Amtsfeld-Schule, das Emmy-Noether-Gymnasium, die Friedrichshagener Schule, die Hauptmann-von-Köpenick-Schule, die Müggelheimer Grundschule, die Müggelschlößchen-Schule, die Schmöckwitzer Inselschule und die Uhlenhorst-Grundschule.
Die motivierten Schülerinnen und Schüler sowie die engagierten Lehrkräfte beeindruckten die Gäste nachhaltig. Insbesondere die Verbindung von wissenschaftlicher Neugier, praktischer Erfahrung und selbstständiger Präsentation wurde von den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft ausdrücklich gewürdigt.
Im Anschluss lud der Förderverein „Freunde des Kaniswall e.V.“ die Schulleitungen und Kaniswall-Verantwortlichen der Partnerschulen zu einem Empfang ein. Dabei standen die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit und die Vernetzung der beteiligten Schulen im Mittelpunkt. In konstruktiven Gesprächen wurden neue Ideen entwickelt, um die Kooperationen künftig noch enger zu gestalten und die Bildungsangebote auf dem Kaniswall weiter auszubauen.
Mit der energetischen Sanierung wurde nicht nur ein Gebäude modernisiert. Vielmehr wurde ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Bildungsinfrastruktur im Bezirk geleistet. Das Freilandlabor Kaniswall bleibt damit ein zentraler außerschulischer Lernort in Treptow-Köpenick und ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche Natur erleben, forschen, entdecken und Verantwortung für ihre Umwelt übernehmen können.