Denn die Partnerschaft hat ihren Ursprung in einem tragischen Ereignis des Jahres 1944: Fünf deutsche Soldaten, darunter der aus Treptow stammende Hans Schmidt, wurden in Albinea von der Wehrmacht als Deserteure hingerichtet. Fünfzig Jahre später ehrte Albinea im Jahr 1994 die fünf Getöteten posthum als Ehrenbürger. An der Gedenkfeier nahm auch die Tochter von Hans Schmidt teil, die dadurch die ersten persönlichen Kontakte zwischen Albinea und Treptow Köpenick knüpfte. Aus diesen Begegnungen entwickelte sich Ende der 1990er Jahre ein offizielles Partnerschaftsabkommen.
Um diese Verbindung sichtbar im Stadtbild zu verankern, erhielt der Platz in der Nähe des Rathauses Johannisthal im Jahr 2003 den Namen Albineaplatz – als Zeichen der Erinnerung, der Versöhnung und der lebendigen Freundschaft zwischen beiden Gemeinden. Auf dem Albineaplatz befindet sich ein Denkmal für die Opfer des Faschismus und davon abgesetzt ein Gedenkstein, der eine Namenstafel einiger Johannisthaler Opfer, darunter den Namen von Hans Schmidt, trägt.
Die Kunstgießerei in Altglienicke hat die gestohlene Namenstafel vom Gedenkstein im April 2026 auf Basis alter Fotos rekonstruiert, nachgegossen und wieder eingefügt. Die kupferarme Materialwahl soll einem erneuten Diebstahl vorbeugen.