Ehrenhain Altglienicke von Moos und Flechten befreit – Inschriften wieder lesbar

Reinigung der Kriegsgräber auf dem Friedhof Altglienicke

Pressemitteilung vom 04.05.2026

Der Ehrenhain für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges auf dem städtischen Friedhof Altglienicke wurde einer umfassenden Reinigung unterzogen. Auf Initiative der Reservistenarbeitsgemeinschaft Kriegsgräberfürsorge Berlin nahmen in Abstimmung mit Friedhofsverwaltung und Unterer Denkmalbehörde 22 aktive Soldaten sowie Reservistinnen und Reservisten an der Reinigungsaktion teil, um Gedenksteine von Moosen und Flechten zu befreien sowie unter großer Sorgfalt Inschriften wieder besser lesbar zu machen. „Unser Ziel war es, die Steine wieder zum Sprechen zu bringen“, sagte Oberstleutnant der Reserve Andreas Müggenburg, der als Vorsitzender der Reservistenarbeitsgemeinschaft Kriegsgräberfürsorge Berlin den Einsatz leitete. Mehr als 30 Findlinge wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bearbeitet. Bei vielen konnten konkrete Namen und Jahreszahlen wieder entziffert werden. Die Aktion soll wiederholt werden.

Zum Abschluss wurde an der Gedenkwand für die Opfer des Nationalsozialismus am 81. Jahrestag des Kriegsendes in Berlin auch an das Schicksal der Opfer erinnert, die ab 1940 in einer Urnengrabanlage im Eingangsbereich des Friedhofes bestattet wurden.

„Es sind Altglienicker Familien, denen mit dem Ehrenhain die Möglichkeit gegeben wurde, um ihre im Ausland gefallenen Angehörigen zu trauern. Das ist bis heute den Nachfahren möglich. Ich bin den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Pflegeeinsatz sehr dankbar dafür, dass die Gedenksteine gereinigt und Inschriften behutsam wieder lesbar gemacht wurden“, sagte Bezirksbürgermeister Oliver Igel.