- Zeit: 08.05.2026, 18:00 Uhr
- Ort: Museum Köpenick, Alter Markt 1, 12555 Berlin
Am Freitag, dem 8. Mai 2026 um 18:00 Uhr eröffnet im Museum Köpenick die Ausstellung umbenennen ?!. Sie widmet sich eingehend der Geschichte der Straßenbenennungen in Treptow und Köpenick von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart. Sie beleuchtet die wichtigsten Benennungsphasen, politische und gesellschaftliche Umbrüche und zeigt, wie das Erbe der Vergangenheit bis heute den öffentlichen Raum prägt. Von den etwa 1.300 Straßen im heutigen Bezirk Treptow-Köpenick sind rund 430 historischen Persönlichkeiten gewidmet, darunter sind noch 48 Straßennamen, die in der Zeit des Nationalsozialismus vergeben wurden. Insgesamt erinnern nur etwa 9 Prozent aller Straßenbezeichnungen an Frauen. Da Straßenbenennungen hohe Ehrungen im öffentlichen Raum darstellen, geht die Ausstellung besonders auf personenbezogene Namen ein. Der Blick auf Straßennamen zeigt aber auch, dass sich manchmal selbst hinter vermeintlich unscheinbaren Ortsangaben komplexe Zusammenhänge der Bezirksgeschichte verbergen.
Neben dem lokalen Ausstellungsteil der Museen Treptow-Köpenick im Museum Köpenick wird ab dem 8. Mai 2026 auch die auf ganz Berlin bezogene Kernausstellung der Ausstellungsreihe „umbenennen?!“ zu sehen sein. Es handelt sich dabei um ein Kooperationsprojekt des Aktiven Museums Faschismus und Widerstand in Berlin e. V. mit den Berliner Regionalmuseen. Die Ausstellungsreihe greift ein Thema auf, das regelmäßig öffentliche Debatten auslöst und erweitert es um erinnerungskulturelle Geschichten der letzten einhundert Jahre. Das Projekt liefert eine bisher fehlende Perspektive: Kontroverse Diskussionen über die Benennung von Straßen waren schon immer Teil der Stadtgeschichte.
Weitere Infos unter: www.umbenennen.berlin