Internationaler Tag der Roma am 8. April: Flagge wird an Berliner Rathäusern gehisst

Pressemitteilung vom 07.04.2026

Am 8. April findet jährlich der internationale Tag der Roma statt, der an den ersten Welt-Roma-Kongress von 1971 erinnert. Als Zeichen gegen Antiziganismus hisst auch das Bezirksamt Treptow-Köpenick zum 55. Jahrestag die Roma-Flagge.

Der Internationale Tag der Roma ist ein weltweiter Aktionstag, mit dem auf die Situation von Rom*nja, insbesondere zu ihrer Diskriminierung und Verfolgung, aufmerksam gemacht und zugleich die Kultur der ethnischen Minderheit gefeiert werden soll. Er findet seit 1990 jährlich am 8. April statt. Das Datum erinnert an die Anfänge der Rom*nja-Bürgerrechtsbewegung mit dem Ersten Welt-Roma-Kongress, der am 8. April 1971 in London stattfand. Auf dem Kongress wurden unter anderem mit der Flagge und der Hymne der Rom*nja zwei wichtige Symbole der weltweiten Rom*nja-Bürgerrechtsbewegung angenommen.

Obwohl Rom*nja und Sinti*zze seit mindestens 600 Jahren in Europa leben und mit ca. zwölf Millionen Menschen die größte ethnische Minderheit Europas bilden, erfahren Angehörige oder als Angehörige gelesene Menschen nach wie vor tagtäglich Ausgrenzung und Diskriminierung. Der Berlin-Monitor 2025 zeigt, dass rassistische Einstellungen gegenüber Rom*nja und Sinti*zze in Berlin weit verbreitet sind. Aktivist*innen aus den Communities, Selbstorganisationen und der Zivilgesellschaft setzen sich seit vielen Jahren in verschiedensten Bereichen mit Sensibilisierung, Dokumentation, Empowerment und Bildung für die Belange von Sinti*zze und Rom*nja ein. Dieser unermüdliche Einsatz verdient Respekt, Anerkennung und Unterstützung.

Den Bericht zum zehnjährigen Jubiläum der Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA) zu Erfassung antiziganistischer Vorfälle finden Sie hier: https://amaroforo.de/2024/09/17/10-jahre-dosta-ein-rueckblick-und-auswertung-2023/