Die Künstlerin Gudrun Kühne stirbt im Alter von 74 Jahren

Pressemitteilung vom 12.03.2026

Die Bildhauereien Gudrun Kühne ist am 9. März 2026 in Berlin-Köpenick verstorben. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick nimmt mit großer Trauer Kenntnis vom Tod der Bildhauerin, Malerin und Zeichnerin, die mit ihrem vielseitigen Werk dem Material – sei es die Farbwahl für ihre Zeichnungen und Malereien oder auch das Material für ihre Skulpturen – nachspürte, aber dieses im Interesse am menschlichen Dasein mit Leichtigkeit und Lebendigkeit versah.

Gudrun Kühne wurde 1952 in Jena geboren, kam als 8-jähriges Kind nach Berlin und begann im Jahr 1973 ein Studium für Malerei und Grafik an der Akademie für bildende Kunst in Dresden, welches sie fünf Jahre später mit einem Diplom abschloss. Es folgte im Jahr 1979 ein Zusatzstudium an der Kunsthochschule in Lodz, Polen, und gleichzeitig arbeitete sie als freischaffend tätige Malerin und Grafikerin. Verschiedene Auslandsstipendien führten sie nach Posio, Finnland (1991), nach Italien (1993) und im Jahr 2012 in die Schweiz. Seit 2001 widmete sie sich in besonderer Intensität ihrer bildhauerischen und plastischen Arbeit. Sie nahm oft im Reinhardsdorfer Steinbruch in Sachsen sowie in Berlin an Bildhauersymposien teil. 2015 wurde ihr der Brandenburgische Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung in der Kategorie Bildhauerei für ihre Bronzeskulptur mit dem Titel „Kunji“ verliehen.

Gudrun Kühne arbeitete ehrenamtlich als Mitglied der Fachkommission für Kunst im öffentlichen Raum des Bezirkes Treptow-Köpenick höchst engagiert und bereicherte durch ihr Kunstfachwissen sowie ihre offene Art die Ideenfindungen der Kommission. Erstmalig in den Protokollen der Fachkommissionsitzung ist sie am 17. Mai 2012 verzeichnet und blieb dreizehn Jahre aktives Mitglied. In zahlreichen öffentlichen Kunstspaziergängen verlieh sie durch ihre zugewandte kommunikative Art der „Alten Kunst“ in Treptow Köpenick eine Stimme, die den Skulpturen der Vergangenheit neue Würde verlieh.

Mit dem Tod von Gudrun Kühne verliert Treptow-Köpenick eine bedeutende Künstlerin und geschätzte Ideengeberin. Ihr Wirken hat über viele Jahrzehnte hinweg zur kulturellen Vielfalt und künstlerischen Dynamik des Bezirks beigetragen. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick gedenkt einer Künstlerin, die mit Wissen und Sensibilität, Spuren untersuchte, aufzeigte und visualisierte.

In ihren Zeichnungen, Bildern und vor allem Skulpturen spüren wir ihre Intention, immer auch dem Material, dem Prozess und somit dem menschlichen Dasein Raum und Aufmerksamkeit zu schenken.