Tierschutzfall kurz vor Weihnachten – Sicherstellung einer stark vernachlässigten Hündin

Pressemitteilung vom 09.01.2026

Kurz vor Weihnachten wurde im Rahmen eines polizeilichen Einsatzes eine Hündin aus einer Wohnung sichergestellt, nachdem konkrete Hinweise auf eine akute tierschutzrechtliche Notlage vorlagen. Bei der Sicherstellung befand sich das Tier in einem erheblich beeinträchtigten Allgemeinzustand. Es war stark unterernährt, unterkühlt und zeigte apathisches Verhalten. Die vorgefundenen Haltungsbedingungen ließen auf eine länger andauernde Vernachlässigung schließen.
Die Hündin wurde unverzüglich in einer Tierklinik tierärztlich versorgt und nach Stabilisierung ihres Gesundheitszustandes an die Tiersammelstelle Berlin übergeben. Die dort durchgeführte tierärztliche Untersuchung ergab einen schlechten Allgemeinzustand mit Anämie sowie einen kachektischen, lebensbedrohlich untergewichtigen Zustand mit ausgeprägter Muskelatrophie.
Im Rahmen der Untersuchung wurde festgestellt, dass die Hündin mittels Mikrochip gekennzeichnet ist. Die Auswertung des Chips ergab, dass das Tier ursprünglich aus Rumänien stammt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich um einen sogenannten Tierschutzhund, der im Rahmen einer Auslandsvermittlung nach Deutschland verbracht wurde. Derartige Tiere werden regelmäßig aus Herkunftsländern übernommen, da dort häufig keine tierschutzgerechten Haltungsbedingungen gewährleistet sind.
Vor diesem Hintergrund ist der vorliegende Sachverhalt besonders schwerwiegend zu bewerten. Die zuständige Veterinär- und Lebensmittelaufsicht hat bereits die erforderlichen tierschutzrechtlichen Maßnahmen eingeleitet.