Im Mittelpunkt steht die Lebensgeschichte seines Vaters, genannt Bonzo: Er wächst in einem jüdischen Waisenhaus in Berlin auf, schließt sich linken Kreisen an und entkommt im letzten Moment der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Die Flucht führt ihn nach England, später wird er in Australien interniert. 1947 kehrt er nach Berlin zurück, nun in den Ostteil der Stadt. Dort arbeitet er als Wirtschaftswissenschaftler und Funktionär in der DDR — ein Leben zwischen beruflichen Erfolgen und persönlichen Krisen, geprägt von fortschreitender Erblindung und Depression.
Aus diesen Recherchen entsteht eine eindringliche und bewegende Familienchronik, die zugleich ein Stück deutsch-jüdischer Geschichte lebendig werden lässt.
Ein besonderer Ort für einen besonderen Abend
Die Lesung findet in der Alten Schule statt — einem Ort, der für Thomas Friedländer eine ganz besondere Bedeutung hat. Er selbst ging hier als Kind zur Schule, und seine Mutter war viele Jahre lang die Direktorin dieses Hauses. Damit schließt sich ein berührender Kreis aus persönlicher Erinnerung und historischer Auseinandersetzung.
Eine Veranstaltung des Beauftragten für Antisemitismusprävention in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur und Museen des Amtes für Weiterbildung und Kultur
Das Haus ist barrierefrei zugänglich und die Veranstaltung ist kostenfrei.