Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung – Statement

Pressemitteilung vom 03.12.2025

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderungen ein Statement des Beauftragten für Menschen mit Behinderungen in Treptow-Köpenick:

Der 3. Dezember dient seit 1992 jährlich dazu, auf Menschen mit Behinderungen/ Beeinträchtigungen und ihre Erschwernisse deutlich hinzuweisen.

Er soll das Bewusstsein für die vielen Menschen herstellen, die in ihrem Alltag noch immer mit Barrieren konfrontiert werden.

Viele Hindernisse sind, auch natürlich in Treptow-Köpenick, noch vorhanden und neben den baulichen Barrieren, sind es vor allem die Barrieren in den Köpfen, die dafür sorgen, dass problematische Teilhabeeinschränkungen nicht als gesamtgesellschaftliche Herausforderung angesehen werden.

Unser Bezirk Treptow-Köpenick ist in allen Bereichen damit befasst, die Einschränkungen bei der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu beseitigen. Wir fördern die Umsetzung des “Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen” bei allen Maßnahmen im Bezirk, sind uns aber auch bewusst, dass noch sehr viel zu tun ist.

In diesem Jahr haben wir neben den vielen Projekten und Maßnahmen, auch strukturell etwas verändert. Durch die Einrichtung der Koordinierungsstelle zur Umsetzung des “Übereinkommens über die Rechte von Menschen mit Behinderungen” im Bereich des Bezirksbürgermeisters, werden wir ab dem nächsten Jahr in der Lage sein, die vielfältigen Anregungen aus der Bevölkerung, systematisch aufzunehmen und an die richtigen Partner und Fachämter weiterzugeben. Daraus resultiert, unter Beteiligung der Menschen mit Behinderungen, ein Aktions- und Maßnahmenplan, der ebenso systematisch verfolgt werden wird. Hierzu wird es auch eine regelmäßige Berichterstattung geben, die dabei hilft, Stärken auszubauen und Schwächen zu reduzieren.

Aber auch durch die Installation eines Bausachverständigen für Barrierefreiheit beim Beauftragten für Menschen mit Behinderungen im letzten Jahr, werden nun viel mehr Maßnahmen auf ihre tatsächliche Barrierefreiheit geprüft und ggf. verbessert.

Insgesamt bewegen wir uns Stück für Stück in Richtung Inklusion.

Leider geschieht die Herstellung von Barrierefreiheit nicht so schnell, wie wir uns alle das wünschen würden – das ist aber auch der Großflächigkeit und den oftmals nicht vorhanden Ressourcen geschuldet. Dennoch suchen wir immer weiter Wege, die Lebenssituation von allen, insbesondere von Menschen mit Behinderungen weiter zu verbessern.

Wir alle werden älter und/ oder werden ggf. mit kritischen Lebensereignissen konfrontiert und sind somit irgendwann mit dem Erfordernis von barrierefreier Teilhabe konfrontiert.

Daher: Inklusion geht uns alle an!