Bezirksamt lässt Parkmauern künstlerisch gestalten und im Landschaftsbild „verschwinden“

Graffiti am Müggelseedamm

Pressemitteilung vom 13.11.2025

In einigen öffentlichen Grünanlagen werden die Parkmauern besonders häufig mit Graffiti besprüht. Statt die Farbe immer wieder entfernen zu lassen, versucht es das Straßen- und Grünflächenamt nun mit einem neuen Ansatz. Zwei Graffiti-Künstler, Mirko Fölsch und Christian Weiße, wurden nach Ausschreibung beauftragt, die Mauern in folgenden Grünanlagen gestalten:

  • Müggelsee: Müggelseedamm 230, gegenüber Bruno-Wille-Straße
  • Lehmuspark: Lehmusstraße/ Erxlebenstraße, gegenüber Erxlebenstraße 26
  • Luisenhain: auf Höhe Rathaus Köpenick, jeweils zwei Mauern links und rechts der Treppenanlagen an der Uferpromenade
  • Kinderspielplatz Kirchstraße: Kirchstraße 3 im Innenhof, Zugang neben der Straßenbahnhaltestelle Freiheit

Die Künstler haben in der Woche vom 3. November 2025 die erste Mauer mit einem Auftragswerk verschönert: In der Grünanlage am Müggelsee „erweitert“ das Motiv nun den Blick auf den See und zeigt Köpenicker Wahrzeichen wie zum Beispiel die Alte Försterei oder das Schloss Köpenick. Als nächstes ist die Mauer im Lehmuspark an der Erxlebenstraße dran, die noch in dieser Woche fertig werden soll: Hier wird das Thema „Urbane Natur“ zu sehen sein und es werden Elemente aus der Umgebung in der Gestaltung aufgegriffen, um so Ruhe in das Gesamtbild der Grünanlage zu bringen.

Aktuell werden die Entwürfe für die zwei Standorte in der Köpenicker Altstadt – im Luisenhain an der Treppenanlage und am Spielplatz in der Kirchstraße – noch mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt.

Mit der professionellen Gestaltung der Mauern erhofft sich das Straßen- und Grünflächenamt, dass es zukünftig weniger unkontrollierte Schmierereien geben wird. Die künstlerisch gestalteten Flächen werden zusätzlich versiegelt. Finanziert wird die Maßnahme mit Senatsmitteln aus Berliner Sonderprogramm „Graffiti-Entfernung“. Ob die professionellen Graffiti als Präventionsmaßnahme ihre Wirkung zeigen, wird von Straßen- und Grünflächenamt evaluiert und die Ergebnisse der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt zurückgemeldet.

Dr. Claudia Leistner, Bezirksstadträtin und Leiterin der Abteilung Stadtentwicklung, Straßen, Grünflächen und Umwelt: „Anstatt immer wieder in die Entfernung von Graffiti zu investieren, setzen wir auf Kreativität und Qualität. Die Werke fügen sich in die Umgebung ein, greifen lokale Motive auf und schaffen Mehrwert für Anwohnende und Besuchende.“