Gedenken an die Novemberpogrome von 1938

Pressemitteilung vom 06.11.2025

Am 9. November 1938 vor 87 Jahren im Rahmen eines staatlich angeordneten Pogroms wurden zahlreiche Geschäfte von Jüdinnen und Juden in Treptow und Köpenick angegriffen und geplündert. Deutschlandweit wurden Synagogen in Brand gesetzt und die Geschäfte von Jüdinnen und Juden zerstört. Die Synagoge von Köpenick wurde geplündert und in Brand gesetzt. Die sakralen Gegenstände wurden von der SA in die Spree geworfen. Ein Zeugnis dessen ist in der Dauerausstellung des jüdischen Museums zu sehen, ein zerbeulter Tora-Schild, das bei Bauarbeiten in Köpenick im Jahr 1986 in der Spree gefunden wurde.

Folgende Gedenkveranstaltungen finden in Treptow-Köpenick statt:

9. November

  • 11:00 bis 12:00 – Traditionelle Matinee anlässlich des mahnenden Gedenkens an die Opfer der Novemberpogrome von 1938,
    Rathaus Treptow, Großer Ratssaal, Neue Krugallee 4, 12435
    In der Gedenkstunde spricht Frau Dr. Christine Glauning, Leiterin Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Schöneweide, über den „Geschlossenen Arbeitseinsatz“ deutscher Jüdinnen und Juden als eine von zahlreichen Maßnahmen der Ausgrenzung und Verfolgung.
    Für die musikalische Umrahmung sorgt das Junge Kammer Ensemble der Schostakowitsch-Musikschule in Berlin-Lichtenberg.
    Organisiert vom BdA-Treptow
  • 15:00 bis 16:00 Uhr – Stolperstein-Verlegung für die jüdische Familie Karl, Charlotte und Leopold Friedbauer sowie den Zeugen Jehovas Heinrich Peick
    Vor dem Haus Beermannstr. 10, 12435 Berlin
    Organisiert von der Stolpersteingruppe der BdA Treptow
  • 17:00 Ökumenischer Gottesdienst zum Gedenken an die Pogromnacht 1938
    St. Josef-Kirche, Lindenstr. 43, 12555
    Anschließend Kranzniederlegung am ehemaligen Platz der Synagoge
    Organisiert von den Gemeinden der ev. Stadtkirche Köpenick und der kath. St. Josef-Kirche