Treptow-Köpenick bekennt sich zur Jugendarbeit – keine Schließungen von Jugendfreizeiteinrichtungen

Pressemitteilung vom 20.10.2025

Im Zuge der berlinweiten Diskussion um die Finanzierung der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit unter dem Motto #unkürzbar erreichten das Bezirksamt Treptow-Köpenick zahlreiche Anfragen und Schreiben engagierter Bürgerinnen und Bürger, Fachkräfte und freier Träger. Viele von ihnen äußerten die Sorge, dass im Zuge der Haushaltsberatungen 2026/27 Jugendfreizeiteinrichtungen geschlossen werden könnten.

Der für Jugend zuständige Bezirksstadtrat hat daher im Namen des gesamten Bezirksamtes ein Schreiben an die Mitglieder der AG § 78 (Jugendarbeit) verfasst, das Klarheit schafft: Trotz angespannter Haushaltslage wird keine Jugendfreizeiteinrichtung in Treptow-Köpenick geschlossen. Das Bezirksamt dankt allen, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Jugendarbeit einsetzen, und verweist auf die deutliche Steigerung der Mittel für Jugend- und Jugendsozialarbeit in den vergangenen Jahren.

Inhalt des Schreibens:

„Sehr geehrte Mitglieder der AG 78 (Jugendarbeit),

mit Beginn der Haushaltsverhandlungen zum Doppelhaushalt 2026/27 erhielten Bezirksbürgermeister und andere Bezirksamtsmitglieder immer wieder Schreiben mit Aufrufen und Bitten, sich für die Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit, vor allem aber für die Erhaltung der Jugendfreizeiteinrichtungen einzusetzen.
Aufgrund meiner Zuständigkeit als Jugendstadtrat bat mich das Bezirksamt im Namen aller Mitglieder über die AG 78 (Jug) zu antworten.
Zunächst möchten wir uns für das Engagement so vieler Menschen aller Altersgruppen bedanken, sich für die Jugend und den Erhalt der Angebote einzusetzen.
Dem Bezirksamt und dem Land Berlin ist die Jugendarbeit in all ihren Facetten ein wichtiges Anliegen, sodass in den vergangenen zehn Jahren in Treptow-Köpenick keine Einrichtung geschlossen werden musste. Für die Jugendarbeit im Bezirk wurden im Jahre 2015 2.276.154,86 € ausgegeben. Aufgrund der wachsenden Anzahl der Einwohner, aber auch der wachsenden Bedarfe werden es im Jahr 2025 ca. 4.446.015,21 € sein. Für die Jugendsozialarbeit wurden (ohne Schulsozialarbeit) für den Bezirk im Jahr 2015 398.701,82 € investiert, im laufenden Jahr 2025 werden es 1.135.571,64 € sein.

Dies sind enorme Steigerungen, die unterstreichen, dass Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit wichtige Anliegen der Politik sowohl im Land als auch im Bezirk sind.
In diesem Jahr machte schnell die Ankündigung von massiven Kürzungen die Runde, was zu Unsicherheiten bei den Trägern und Einrichtungen führte.
Nachdem der Doppelhaushalt 2026/27 durch die Bezirksverordnetenversammlung beschlossen wurde, ist klar, dass trotz klammer Haushaltsmittel keine Jugendfreizeiteinrichtung im Bezirk Treptow-Köpenick geschlossen werden muss.
Als Jugendstadtrat ist mir bewusst, dass es in einigen Punkten der Finanzierung noch Klärungsbedarf mit dem Land Berlin hinsichtlich der gesamtstädtischen Mittel und Tarifmittel gibt.

Im Namen des Bezirksamtes bitte ich um Verbreitung dieses Schreibens innerhalb der AG 78 (JUG).

Mit besten Grüßen
André Grammelsdorff“