Gedenkfeier für Verstorbene ohne Angehörige: Einladung zum gemeinsamen Innehalten am 3. November 2025
Pressemitteilung vom 15.10.2025
- Ort: Kirche Christus König in der Nipkowstraße 17-19, 12489 Berlin
- Zeit: 3. November 2025, 19 Uhr
Jedes Jahr versterben Menschen in Berlin, ohne dass Angehörige ermittelt werden können oder bereit sind, die Verantwortung für die Bestattung zu übernehmen. In diesen Fällen übernimmt das Gesundheitsamt die sogenannte ordnungsbehördliche Bestattung. Diese erfolgt in der Regel ohne Trauerfeier und ohne Begleitung – ein stiller und einsamer Abschied.
Um dieser Verstorbenen würdig zu gedenken, lädt die Kirchengemeinde Christus König gemeinsam mit dem Bezirksamt Treptow-Köpenick zu einer öffentlichen Gedenkfeier ein. Die Veranstaltung findet am Montag, dem 3. November 2025, um 19 Uhr in der Kirche Christus König in der Nipkowstraße 17-19, 12489 Berlin, statt.
Die Feier bietet allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, innezuhalten, Respekt zu zeigen und derjenigen zu gedenken, die ohne Angehörige oder Trauerfeier beigesetzt wurden. Die Gedenkfeier wird als interreligiöse jüdische-evangelische Andacht gestaltet.
Diese Initiative ist Ausdruck einer mitfühlenden und solidarischen Stadtgesellschaft. Sie unterstreicht das Engagement des Bezirksamtes Treptow-Köpenick, jedem Menschen – unabhängig von Lebensumständen oder finanziellen Mitteln – eine würdevolle Erinnerung zu bewahren.
Bezirksbürgermeister Oliver Igel:
„Es ist unsere gesellschaftliche Verantwortung, auch denjenigen, die ohne Angehörige und Trauerfeier bestattet werden, mit Respekt zu begegnen und ihrer zu gedenken. Diese Gedenkfeier ist ein stilles, aber bedeutendes Zeichen der Menschlichkeit, des Mitgefühls und des Respekts, die jedem Menschen zustehen.“
Bezirksstadträtin Carolin Weingart:
„Jede verstorbene Person hat das Recht auf eine würdevolle Bestattung – unabhängig von ihrer sozialen Situation oder finanziellen Lage. Ordnungsbehördliche Bestattungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil unseres sozialen Auftrags, um sicherzustellen, dass niemand anonym und ohne Würdigung beigesetzt wird. Der Bezirk übernimmt diese Verantwortung aus Respekt vor den Verstorbenen und aus ethischer Verpflichtung gegenüber unserer Gemeinschaft.“