Gedenken zum Jahrestag des Mauerbaus am 13. August – Treptow-Köpenick erinnert an die Opfer der Berliner Mauer

Ankündigung Mauergedenken am 13.08.2025

Pressemitteilung vom 01.08.2025

Am 13. August 2025 jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 64. Mal. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick und die Bezirksverordnetenversammlung laden aus diesem Anlass zu einem öffentlichen Gedenken an drei Erinnerungsorten im Bezirk ein. Gemeinsam soll der Opfer der Berliner Mauer gedacht werden – der Menschen, die an der Grenze ums Leben kamen, sowie all jener, die unter der Teilung Berlins litten.

Die Gedenkveranstaltungen finden in folgender Reihenfolge statt:

15:30 Uhr – Friedhof Baumschulenweg (Neuer Teil), Kiefholzstraße 222–236
Gedenken an die Mauertoten ohne Grabstelle. Auf dem Friedhof befinden sich Gedenktafeln für Menschen, deren Asche dort anonym beigesetzt wurde.

16:00 Uhr – Kiefholzstraße / Nähe Dammweg (hinter der Kleingartenanlage „Kuckucksheim“)
Kranzniederlegung am Gedenkort für die beiden Kinder Jörg Hartmann (10) und Lothar Schleusener (13), die 1966 beim Versuch, die Mauer zu überwinden, erschossen wurden.

16:30 Uhr – Chris-Gueffroy-Allee (nahe Kleingartenanlage „Harmonie“)
Gedenken an Chris Gueffroy, der im Februar 1989 als letzter Mensch an der Berliner Mauer erschossen wurde.

Der heutige Bezirk Treptow-Köpenick war durch seine Lage am Spreeufer und entlang der innerstädtischen Grenze stark vom Mauerbau betroffen. Die Berliner Mauer verlief auf einer Länge von rund 17 Kilometern durch das damalige Stadtgebiet von Treptow. Zahlreiche Fluchtversuche wurden hier unternommen – viele endeten tödlich. Allein an der Grenze in Treptow sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder. Noch heute zeugen Mahnmale, Stelen und Informationsorte vom Leid der Teilung. Das jährliche Gedenken soll diese Erinnerung wachhalten. Die jährlichen Gedenkveranstaltungen erinnern an die Opfer und mahnen, Freiheit und Menschenrechte zu schützen.

Der Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung, Peter Groos, sowie der stellvertretende Bezirksbürgermeister, André Grammelsdorff, werden an den Gedenkveranstaltungen teilnehmen und Gebinde niederlegen.

Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung, Peter Groos: “Wir gedenken der Menschen, die durch das DDR-Grenzregime ihr Leben verloren. Ihr Schicksal mahnt uns, wie kostbar Freiheit, Demokratie und Menschenrechte sind. Als Bezirk, in dem sich ein besonders langer Mauerabschnitt befand, tragen wir eine besondere Verantwortung für diese Erinnerung.”

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich dem Gedenken anzuschließen.