Das Bezirksamt möchte auf die Pressemitteilung von Mobile Stadtteilarbeit Allende Viertel aufmerksam machen:
Berlin, 15. Juli 2025 – Im Rahmen einer gemeinsamen Aktion zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der Salvador-Allende-Straße führte die Mobile Stadtteilarbeit Allende-Viertel gemeinsam mit dem Fuß e.V. und freiwilligen Anwohner:innen am 14. Juli eine Verkehrszählung durch. Anlass für die Verkehrszählung war der tragische Tod einer Fußgängerin im Februar diesen Jahres, die bei dem Versuch die Straße zu überqueren, getötet wurde. Die Ergebnisse der Zählung sollen nun der Politik und der Verkehrsverwaltung vorgelegt werden, um konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und Lebensqualität, sowohl für Anwohnende, als auch für die Schüler:innen der Flatow-Oberschule und des Emmy-Nöther-Gymnasiums einzufordern.
An diesem Tag wurden Daten zum Verkehrsaufkommen und der Anzahl der querenden Menschen zwischen den Ampelkreuzungen Wendenschlossstraße und Müggelschlösschenweg erhoben. Besonders im Fokus standen dabei die Hauptverkehrszeiten der Schülerinnen und Schüler auf ihrem täglichen Schulweg.
„Die Sicherheit unserer Kinder und Anwohnenden hat oberste Priorität“, erklärt Harald Moritz Mitglied des Fuß e.V.. „Die Situation in der Salvador-Allende-Straße und die Ergebnisse der Verkehrszählung zeigen deutlich, dass Handlungsbedarf besteht.“, so Moritz weiter.
Die ausgewerteten Daten zeigen unter anderem, dass es einen deutlichen Bedarf an zusätzlichen sicheren Querungsmöglichkeiten für Fußgänger:innen gibt. Es stellte sich heraus, dass etwas mehr als die Hälfte der gezählten Fußgänger:innen die Straße außerhalb der Ampelkreuzung queren. Der Weg über die gesicherten Ampelkreuzungen ist deutlich zu lang und deshalb nicht zumutbar.
Es wurde festgestellt, dass der Verkehr zu den Stoßzeiten besonders dicht ist, was die Gefahr von Unfällen erhöht. Die Anwohner:innen aus der Umgebung klagen zudem über erheblichen Lärm, der durch den Verkehr verursacht wird. Dies ist besonders problematisch, da auf in der Salvador-Allende-Straße Tempo 50 gilt und noch dazu die Geschwindigkeitsbegrenzungen oft nicht eingehalten werden.
Das betroffene Viertel ist ein Gebiet mit besonders vielen älteren Menschen, was die Notwendigkeit von sicheren und überschaubaren Verkehrsbedingungen zusätzlich unterstreicht.
„Ältere Menschen und Kinder sind besonders gefährdet im Straßenverkehr. Es ist bedauerlich, dass der KIEZKLUB im Innenbereich barrierefrei ist und dennoch die An- und Abreise zum KIEZKLUB für mobilitätseingeschränkte Menschen aufgrund der Straßen- und Verkehrslage eine Zumutung oder schlimmstenfalls gar nicht möglich ist.“, beklagt Friderike Kessler, die Leiterin des KIEZKLUBs Allende.