In diesem Jahr wird aufgrund der klimatischen Bedingungen eine hohe Anzahl der Raupen des Eichenprozessionsspinners in Treptow-Köpenick erwartet. Die Raupen haben aktuell das sogenannte „L4-Stadium“ erreicht und damit begonnen, große Tagesnester zu bilden. Daher ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Absaugen der Nester besonders wirkungsvoll. Vor allem in Grünanlagen mit einem hohen Eichenbestand, zum Beispiel im Volkspark Wuhlheide, sind die Tiere stark verbreitet.
Die Haare der Raupen können bei Menschen gesundheitsschädigend wirken. Größere Nester des Eichenprozessionsspinners sind von den jeweiligen Grundstückseigentümern zu beseitigen. Für den städtischen Raum ist das Land Berlin für die Kontrolle, die Standortmeldung an das Pflanzenschutzamt und, sofern an diesem Standort angezeigt, auch für die Beseitigung verantwortlich. Das Straßen- und Grünflächenamt entfernt die Tiere an sensiblen Punkten wie Schulen, Bushaltestellen und Spielplätzen. Die Eichen an diesen Orten werden in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Eine flächendeckende Bekämpfung der Schädlinge ist aufgrund der seit Jahren immer weiter voranschreitenden Verbreitung des Eichenprozessionsspinners nicht möglich. Menschen, die allergisch auf die Raupenhaare reagieren, werden deswegen gebeten, Spielplätze und Parkanlagen mit Eichenbestand umsichtig zu nutzen oder wenn möglich gar zu meiden.
Es wird grundsätzlich geraten, zu Nestern und Gespinsten Abstand zu halten und diese keinesfalls zu berühren. Bei Kontakt mit den Brennhaaren der Raupen sollte die Kleidung gewechselt werden und die betroffenen Hautpartien gegebenenfalls einem Arzt vorgestellt werden.
Besondere Situation auf dem Wasserspielplatz „Plansche“ im Plänterwald
Die Eichen auf dem Grundstück des Wasserspielplatzes „Plansche“ am Dammweg im Plänterwald, werden regelmäßig auf Nester des Eichenprozessionsspinners hin kontrolliert und Nester entfernt – zuletzt am 17. Juni 2025. Trotz der sorgfältigen Beseitigung durch das Straßen- und Grünflächenamt kann ein erneuter Befall nicht ausgeschlossen werden da das umliegende Waldgebiet der Berliner Forsten stark mit Raupen und Nestern belastet ist.
Menschen, die wissen, dass sie allergisch auf die Raupenhaare reagieren, werden gebeten, auf eine entsprechende Körperbedeckung zu achten oder von einem Besuch in der Plansche abzusehen. Als Betreiber des Wasserspielplatzes kann das bezirkliche Straßen- und Grünflächenamt nicht garantieren, dass die Rasenflächen frei von Raupenhaaren sind, die allergische Reaktionen auslösen können.
Auf Spielplätzen werden bezirksweit Hinweisschilder zum Eichenprozessionsspinner angebracht.
Weitere Informationen zum Eichenprozessionsspinner
Das Straßen- und Grünflächenamt weist auf die online einsehbaren Informationen der zuständigen Stellen bezüglich der Verbreitung, der Entwicklung und der gefährlichen Stadien der Raupenentwicklung hin:
- Pflanzenschutzamt: https://www.berlin.de/pflanzenschutzamt/stadtgruen/schadorganismen-in-berlin/tierische-schaderreger/eichenprozessionsspinner/
- Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege:
https://www.berlin.de/sen/gesundheit/gesundheitsschutz-und-umwelteinfluesse/tiere/eichenprozessionsspinner-1367028.php
Kontakt für Meldungen zu Nestern des Eichenprozessionsspinners:
Der Eichenprozessionsspinner tritt an Eichen auf. Bitte geben Sie bei Ihrer Meldung eine Adresse und nach Möglichkeit die Baumnummer an.
Gemeldet werden können große Nester über das Meldeportal „Ordnungsamt-Online“ unter https://ordnungsamt.berlin.de oder per E-Mail an das Straßen- und Grünflächenamt an eichenprozessionsspinner@ba-tk.berlin.de .