Engagierter Stadtteil Schöneweide – Fachaustausch mit der Stadtverwaltung Dessau-Roßlau

Zu Besuch im neuen Büro des Netzwerks Leben im Kiez in Schöneweide (v.l.n.r.) Ezri Köppen, Silke Hüper, Rahel Goedecke, Claudia Heß, Kathrin Hinze, Christian Altmann und Ines Schilling

Pressemitteilung vom 14.03.2025

Im Jahr 2024 wurde Schöneweide als erster „Engagierter Stadtteil“ in Berlin ausgezeichnet und ist seitdem Mitglied im Bundesnetzwerk der Engagierten Städte. In diesem Rahmen wurden sowohl vor Ort als auch im bundesweiten Netzwerk neue Aktivitäten aufgebaut. Die Koordination übernahm die OE SPK (Sozialraumorientierte Planungskoordination) des Bezirksamtes.

In Schöneweide findet im Moment noch eine Bestandsaufnahme zum Thema Engagement statt. An der Online-Umfrage haben über 210 Personen teilgenommen. Die Ergebnisse werden über das Bezirksamt veröffentlicht und bilden eine wichtige Grundlage für den weiteren Austausch mit Akteuren aus der Zivilgesellschaft und der Verwaltung.

Im bundesweiten Netzwerk der Engagierten Städte wird zudem ein Tandem mit der Doppelstadt Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt gefördert. Zwischen beiden Kommunen gibt es einen regen Austausch und so fand am 10./11. März 2025, nach dem Besuch der Vertretung aus der SPK in Dessau-Roßlau im Dezember letzten Jahres, nun der Fachaustausch in Treptow-Köpenick statt. Von der Stadtverwaltung Dessau-Roßlau nahmen drei Mitarbeitende teil: Kathrin Hinze, Beauftragte für Engagement und Projektförderung sowie Koordinatorin Engagierte Stadt; Claudia Heß, Gleichstellungsbeauftragte und Christian Altmann, Integrationskoordinator.

Chancen und Grenzen freiwilligen Engagements

Im Fachaustausch konnte das Thema Engagement um die Bereiche Sozialraumorientierung in Verwaltung, Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Integration, Diversität und Gleichstellung erweitert werden. Bezirksbürgermeister Oliver Igel eröffnete das Treffen am Montag mit einem Grußwort im Rathaus Treptow, dem sich ein Gespräch zu den jeweiligen Erfahrungen im Bereich der informellen Bürger/-innenbeteiligung im Bezirk anschloss. Anschließend tauschten sich das Integrationsbüro, der ehrenamtlich aktive Beirat für Integration und Partizipation sowie die OE SPK mit den Gästen aus.
Am Dienstag besuchte die Delegation drei Einrichtungen in Ober- und Niederschöneweide: den Frauentreff An der Wuhlheide, den Jugendmigrationsdienst Treptow-Köpenick und das Büro des Netzwerks Leben im Kiez (LiK). In den Gesprächen wurden strukturelle und sozialraumbezogene Themen in Bezug auf die Zielgruppen Frauen, junge Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte sowie ältere Menschen angesprochen.

Im Fachaustausch wurde deutlich, dass Dessau-Roßlau und Treptow-Köpenick von den Herausforderungen des demographischen Wandels auf unterschiedliche Weise betroffen sind. Ein gemeinsames Anliegen ist beispielsweise die Suche nach neuen Lösungswegen für eine konstruktive und lebendige Zusammenarbeit von Verwaltung, freien Trägern und aktiver Zivilgesellschaft. Die Sozialarbeitenden betonten, dass freiwillig engagierte Menschen eine große Bereicherung in Projekten sind. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Engagierten an gut ausgestatte hauptamtliche Strukturen bei den Trägern angebunden sind, damit ein nachhaltiger Mehrwert für alle Beteiligten entstehen kann.
Die Gäste brachten spannende und wichtige Erfahrungen aus Dessau-Roßlau ein und konnten ganz sicher auch viele hilfreiche Anregungen für ihre Arbeit aus Treptow-Köpenick mitnehmen.

Weitere Informationen zum Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt“ finden sich auf https://www.engagiertestadt.de