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Bezirksamt Treptow-Köpenick errichtet in Kooperation mit den Berliner Stadtwerken weitere Photovoltaikanlagen auf bezirkseigenen Gebäuden

Solaranlage Emmy-Noether-Gymnasium
Solaranlage Emmy-Noether-Gymnasium
Bild: Berliner Stadtwerke/Benjamin Pritzkuleit
Pressemitteilung vom 22.06.2021
Bildvergrößerung: Bezirksbürgermeister Igel auf dem Dach des Emmy-Noether-Gymnasiums neben der Solaranlage
Bild: BA Treptow-Köpenick

Die Berliner Stadtwerke haben für das Bezirksamt Treptow-Köpenick im Rahmen eines so genannten Bezirkspakets acht Solarstromanlagen errichtet. Die Berliner Stadtwerke und Vertreter des Bezirksamts Treptow-Köpenick mit Bezirksbürgermeister Oliver Igel an der Spitze stellten heute diese erfolgreiche Kooperation anhand der Solaranlage
auf dem Emmy-Noether-Gymnasium vor. Weitere Anlagen befinden sich auf folgenden Gebäuden:

  • Ellernweg 20 (Gebrüder-Montgolfier-Gymnasium)
  • Florian-Geyer-Str. 87 (Heide-Schule)
  • Groß-Berliner Damm 154 (Bürodienstgebäude)
  • Hänselstr. 14 (Schule am Heidekampgraben)
  • Hans-Schmidt-Str. 10 (Bürodienstgebäude)
  • Hoernlestr. 80 (Merian-Schule)
  • Sachsenstr. 22 (Schule am Altglienicker Wasserturm)

Die Solaranlagen haben eine Gesamtleistung von 359 Kilowatt Peak und erzeugen jedes Jahr über 300.000 Kilowattstunden elektrischen Strom, der zum größten Teil direkt in den Gebäuden verbraucht wird. Dadurch können die jährlichen Stromverbrauchskosten erheblich reduziert werden. Darüber hinaus werden durch die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien CO2 -Emissionen in Höhe von insgesamt 132 Tonnen pro Jahr vermieden. Das Projekt verbindet somit Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in der kommunalen Energieversorgung

Mit der Nutzung solarer Strahlungsenergie zur Stromerzeugung auf geeigneten Dächern bezirkseigener Gebäude hat das Bezirksamt Treptow-Köpenick bereits vor 17 Jahren begonnen. So konnten nach vorbereitenden Untersuchungen zur Errichtung von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) auf Dächern bezirkseigener Gebäude und Einstellung der geeigneten Dachflächen in die Solardachbörse des Berliner Senats bisher 14 PV-Anlagen durch private Investoren auf bezirkseigenen Dachflächen errichtet werden. Die Refinanzierung der Investitionskosten erfolgt innerhalb der 20jährigen Vertragslaufzeit über die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung entsprechend dem Erneuerbare-Energien-Gesetz.

2004 und 2005 wurden die ersten Photovoltaikanlagen auf dem Schulgebäude der „Grundschule am Mohnweg“ mit einer Gesamtleistung von 60 kWp (Kilowatt peak) errichtet. Zwischen den Jahren 2008 und 2013 wurden dann weitere 12 PV-Anlagen auf Dächern bezirkseigener Schulen sowie auf einem Dienstgebäude errichtet. Die gesamte installierte Leistung der seit 2013 im Bezirksamt Treptow-Köpenick installierten PV-Anlagen beträgt 352 kWp. Mit diesen vorhandenen PV-Anlagen auf bezirkseigenen Dächern werden seit 2013 im Mittel jedes Jahr 354.000 kWh Strom erzeugt. Die damit verbundenen CO2-Einsparungen betragen im Mittel 190 t/a. (Auswertezeitraum 2015 bis 2020, CO2-Emissionsfaktoren Strom-Mix gem. Landesamt f. Statistik Berlin-Brandenburg)

Die Situation für die Errichtung und den Betrieb von Photovoltaikanlagen hat sich hinsichtlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den letzten Jahren grundlegend verändert. Durch die Absenkung der Einspeisevergütung rechnen sich neue PV-Anlagen zur Volleinspeisung nicht mehr. Daraus resultierend gibt es de facto keine Nachfrage nach geeigneten Dachflächen mehr. So konnte aus wirtschaftlichen Gründen bis heute praktisch keine weitere Dachfläche zur Installation einer PV-Anlage genutzt werden.

Die Schärfung klimapolitischer Ziele im Land Berlin, sowie entsprechende Anpassungen der Instrumente zur Umsetzung, führen im Zusammenhang mit weiteren Faktoren (Strompreissteigerungen, sinkende spezifische Investitionskosten pro m² Kollektorfläche, etc.) zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Errichtung und den Betrieb von PV-Anlagen, speziell bei Anlagen mit hohem Eigennutzungsanteil des solar erzeugten Stroms. Ein hoher Eigennutzungsanteil bedeutet, dass der erzeugte Strom vorrangig im Gebäude selbst verbraucht, und nur während Nicht-Nutzungszeiten des Gebäudes in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird.

In der Planung des aktuellen Ausbaupakets zur Errichtung von acht weiteren PV-Anlagen auf bezirkseigenen Dächern in Treptow-Köpenick durch die Berliner Stadtwerke wurde in Zusammenarbeit mit der Serviceeinheit Facility Management ein möglichst hoher Eigennutzungsanteil des solar erzeugten Stroms angestrebt. Die hohe Eigenverwendungsquote des erzeugten Stroms bewirkt in allen acht Liegenschaften eine deutliche Senkung der Strombezugskosten, wodurch sich die Investition – neben dem Klimaaspekt – für das Bezirksamt auch betriebswirtschaftlich rechnet.

Mit dem jüngsten PV-Ausbaupaket erhöht sich die gesamte installierte PV-Anlagenleistung auf bezirkseigenen Gebäuden von 352 kWp auf dann 711 kWp. Der jährliche Stromertrag aus solarer Einstrahlung erhöht sich damit von 354.000 kWh auf ca. 661.000 kWh.

Mit dem in den kommenden Jahren geplanten weiteren Ausbau von solaren Energieerzeugungsanlagen auf bezirkseigenen Gebäuden trägt das Bezirksamt Treptow-Köpenick gemeinsam mit den Berliner Stadtwerken einen weiteren Teil zur Erfüllung der klimapolitischen Ziele des Landes Berlin bei.