Berlin informiert zum Coronavirus

Weitere Informationen unter: berlin.de/corona

Inhaltsspalte

Standort für eine Wetterstation in Treptow-Köpenick gesucht

Pressemitteilung vom 07.12.2020

Am 1. Mai 1996 richtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) nahe dem Kaniswallgraben die Wetterstation Berlin-Kaniswall ein. Nicht nur für Schulklassen und Lerngruppen, auch für die Besucherinnen und Besucher war die Messeinrichtung ein wichtiger Lernort, um zu erfahren, wie Meteorologen das Wetter bestimmen und vorhersagen. Darüber hinaus wurden hier immer häufiger Wetterrekorde von Berlin registriert. Doch dies gehört bedauerlicherweise der Vergangenheit an.
Nach dem ersten Einbruch in die Wetterstation im Dezember 2018, bei dem nahezu die gesamte Technik gestohlen wurde, entschloss sich der DWD, die Station wiederaufzubauen. Die neue Anlage konnte schließlich im Februar 2020 wieder in Betrieb genommen werden. Doch schon im Juni 2020 fiel die Messeinrichtung erneut einem Einbruch zum Opfer. Wieder wurde fast die gesamte Technik entwendet.
Nun ist der Deutsche Wetterdienst auf der Suche nach einem neuen geeigneten Standort. Und Sie können bei der Suche unterstützen!
Doch der Ort, an dem die neue Wetterstation aufgestellt wird, kann nicht beliebig gewählt werden. Denn die richtige Position hat durchaus einen entscheidenden Einfluss auf die Genauigkeit der Messdaten.
Für Wetterstationen im nebenamtlichen Messnetz gelten laut dem Deutschen Wetterdienst folgende allgemeine Anforderungen an den Standort:

  • Die Umgebung muss frei von Hindernissen sein, die die Messungen und Beobachtungen behindern (lockere, flache Bebauung bzw. Bewuchs in der Nähe ist als Windschutz für die Niederschlagsmessung erwünscht).
  • Die Station soll nicht in der Nähe von Feuchte-, Wärme-und Staubquellen liegen (z.B. Treibhäuser, Bewässerungs- bzw. Beregnungsanlagen).
  • Die Station soll nicht in unmittelbarer Nähe elektromagnetischer und elektrischer Quellen bzw. Felder (z. B. Sender, Hochspannungsleitungen) liegen.
  • Das Stationsgelände hat eine Größe von 8,5 × 6,0 m. Das Gelände ist einzuzäunen, wenn erforderlich oder eine Umzäunung vom Gestattungsgeber gewünscht wird.
  • Aus wirtschaftlichen Gründen sollte die Entfernung des Messfelds zu einem Stromanschluss höchstens 80 m betragen.
  • Die Temperaturerfassung soll über natürlichem Untergrund, möglichst auf einer Rasenfläche erfolgen. Versiegelte Flächen (z.B. Beton, Asphalt, Pflaster), Wasserflächen und reflektierende Oberflächen (z.B. Gebäude) wirken als Störflächen bzw. Wärmequellen und können die Messungen der Lufttemperatur und der Luftfeuchtigkeit beeinflussen. Der Messplatz soll der Luftströmung ungehindert ausgesetzt sein, um Wärmestau zu vermeiden.
  • Niederschlagsmessgeräte müssen frei, aber ausreichend windgeschützt aufgestellt werden. Hindernisse (Bewuchs, Gebäude, andere Sensoren) müssen mindestens doppelt so weit vom Niederschlagsmesser entfernt sein, wie sie hoch sind (bezogen auf die Auffanghöhe des Sensors). Das heißt, Bäume, die 20 m hoch sind, müssen mindestens 40 m entfernt sein.
Vorgesehene Messungen am neuen Standort:
  • Lufttemperatur 2m
  • Lufttemperatur 5cm
  • Erdbodentemperatur 5cm
  • Luftfeuchtigkeit
  • Niederschlag

Ihre Standortvorschläge richten Sie bitte an den Deutschen Wetterdienst, Referat Messnetze, Regionale Messnetzgruppe Potsdam
Güterfelder Damm 87-91, 14532 Stahnsdorf
Ansprechpartnerin: Frau Rumpelt
Tel.: 069 8062 5054
Fax: 069 8062 11991
E-Mail: Grit.Rumpelt@dwd.de