Schülerinnen und Schüler aus Treptow-Köpenick werden versorgt

Pressemitteilung vom 22.05.2019

Cornelia Flader, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport, teilt mit:

»Der Mangel an Oberschulplätzen darf nicht auf dem Rücken der 75 Schülerinnen und Schüler Treptow-Köpenicks ausgetragen werden, denen mein Schulamt bisher keinen Platz für die siebente Klasse anbieten konnte.

Nach zahlreichen telefonischen Rücksprachen, insbesondere auch mit den betroffenen Schulen, habe ich jetzt entschieden, dass

  • die Willkommensklasse an der Bölsche-Schule aufgelöst und dafür eine weitere Regelklasse eingerichtet wird,
  • die Sophie-Brahe-Gemeinschaftsschule eine weitere Regelklasse eröffnen wird,
  • die Fritz-Kühn-Schule eine weitere Regelklasse eröffnen wird.

Diese Entscheidung war notwendig, damit Eltern und Kinder aus Treptow-Köpenick Sicherheit und eine Perspektive erhalten.

Die Entscheidung ist aber alles andere als gut. Sie wurde notwendig, weil die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Forschung (SenBJF) verhinderte, dass die zu versorgenden Schülerinnen und Schüler im Gebäude der Flatow-Schule beschult werden. Ich habe dafür insbesondere angesichts der nicht ausgelasteten Räume der Flatow-Schule wenig Verständnis. Hier hätten 80 Schülerinnen und Schüler Platz finden können.

Die jetzt gefundene Lösung belastet alle betroffenen Schulen erheblich und mindert deren pädagogische Angebote. Außerdem verschiebt sie die Probleme damit teilweise auf das Folgejahr, statt sie zu lösen. Es ist bereits heute abzusehen, dass im Schuljahr 2020/ 21 eine noch schärfere prekäre Situation eintritt. Nach heutigem Kenntnisstand wird die Fritz-Kühn-Schule dann nur drei siebente Klassen eröffnen können, eine weniger als bisher. Die Sophie-Brahe-Gemeinschaftsschule wird ihr pädagogisches Programm stark einschränken müssen.

Deshalb wurde mit der Schulaufsicht heute abgestimmt, dass der Standort Flatow-Schule, geographisch und räumlich in unserem Bezirk verortet, spätestens dann als Filialstandort einbezogen werden muss.«