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Bezirksbürgermeister Oliver Igel zu den gestiegenen Vorfallzahlen diskriminierender und rechter Vorfälle in Treptow-Köpenick

Pressemitteilung vom 14.09.2018

“In seiner neusten Pressemitteilung berichtet das Register zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle in Treptow-Köpenick über den Anstieg von Aktivitäten, welche sich derzeit insbesondere gegen das Zentrum für Demokratie und Anwohnerinnen in Niederschöneweide richten. Begleitet wurden diese Ereignisse durch Bedrohungen in den Sozialen Medien.

Diese jüngste Entwicklung der Gewalt gegenüber haupt- und ehrenamtlichen Akteurinnen und Akteuren, die unseren Bezirk mit ihrem Engagement seit Jahren lebenswert machen, ist scharf zu verurteilen, jede Form der Diskriminierung oder gar Gewalt ist entschieden abzulehnen. Für unsere Werte und Grundrechte, die durch rechte, populistische und rechtsextremistischen Kräfte immer mehr in Frage gestellt werden, gilt es sich jetzt stark zu machen. Mehr denn je, wenn man bedenkt, wie sehr sich der Konsens über grundlegende Werte und friedliches Miteinander immer weiter verschieben, Rassismen und Pauschalisierungen immer mehr sagbar und salonfähig werden und durch diese offene Verschiebung der Grenzen manche auch vor tätlichen Übergriffen nicht mehr zurück schrecken.
Seit der Gründung des Zentrums für Demokratie im Jahr 2003 steht das Bezirksamt Treptow-Köpenick hinter der Zielstellung, den Ausbau rechtsextremistischer oder rassistischer Strukturen zu stoppen und diejenigen zu stärken, die sich für ein friedliches Zusammenleben engagieren. Gerade in der jetzigen Zeit gilt es, den Entwicklungen gemeinsam ein offenes, vielfältiges und friedliches Treptow-Köpenick entgegenzusetzen.”