Aktuelles

Förderung von Organisationen und Projekten, die von Menschen mit Migrationsgeschichte geführt/umgesetzt werden (FRIST ABGELAUFEN)

Im Jahr 2024 vergibt der Bezirk Steglitz-Zehlendorf bis zu 60.000 EUR an Organisationen, die mehrheitlich von Menschen mit Migrationsgeschichte geführt werden (sog. Migrant*innenorganisationen) und an Initiativen, die Projekte von und mit Menschen mit Migrationsgeschichte umsetzen wollen. Die Gelder sind Teil des bezirklichen Integrationsfonds. Sie werden dem Bezirk durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (SenASGIVA) zur Verfügung gestellt. Pro Projektantrag können zwischen 5.000,00 € und 10.000,00 € beantragt werden. Die Projekte können im Zeitraum von 01.07.2024 bis 31.12.2024 umgesetzt werden.

Ziel ist es Menschen mit Migrationsgeschichte darin zu stärken, ihre Interessen zu vertreten und sich zu organisieren und sowie Partizipation und gleichberechtigter Teilhabe zu fördern.

8. April 2024: Internationaler Tag der Roma am 8. April: Flagge wird an Berliner Rathäusern gehisst

Am 8. April 2024 wird der 53. Internationale Tag der Roma begangen. Dies ist ein weltweiter Aktionstag, der auf die Situation der Roma, insbesondere ihre Diskriminierung und Verfolgung, aufmerksam macht und an dem ihre Kultur gewürdigt werden soll. Der sogenannte Roma Day erinnert an den ersten Internationalen Roma-Kongress vom 8. April 1971 in London, der das Ziel hatte, soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zu erreichen. Diese erste internationale Vereinigung der Roma war Zeichen eines neuen Selbstbewusstseins, das seinen Ausdruck in einer eigenen Hymne, einer eigenen Flagge und der Einigung auf die Selbstbezeichnung Roma fand.

Zu diesem Anlass wird am 8. April 2024 in allen Berliner Bezirken die Flagge der Roma gehisst, um ein klares Statement für Respekt und Gleichberechtigung und gegen Ausgrenzung zu setzen. In Steglitz-Zehlendorf wird die Flagge vor dem Rathaus Zehlendorf wehen.

„Mit dem Hissen der Roma-Flagge anlässlich des Weltromatags zeigen wir Solidarität mit Rom:nja in Berlin, Deutschland, Europa und der Welt und machen darauf aufmerksam, dass ein entschlossener Einsatz gegen Diskriminierung und für gleichberechtigte Teilhabe in unserer Gesellschaft wichtig und notwendig ist“, so Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg.

Roma leben als ethnisch-kulturelle Minderheit auf allen Kontinenten. Die große Mehrheit von ihnen lebt seit mindestens 700 Jahren in Europa (vor allem in Südosteuropa sowie in mitteleuropäischen Staaten wie z.B. in Deutschland und Großbritannien, Spanien und Frankreich). Roma bilden mit ca. 12 Millionen Menschen die größte ethnische Minderheit Europas und waren über Jahrhunderte ausgegrenzt und diskriminiert. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden 500.000 europäische Roma Opfer eines nationalsozialistischen Genozids (“Porajmos”), der lange Zeit nicht als solcher anerkannt wurde.

Der Bezirk beteiligt sich seit 2022 an der Aktion, die in Kooperation mit dem Verein Amaro Foro e.V. seit 2020 in verschiedenen Berliner Bezirken stattfindet.

Weitere Informationen zum Internationalen Tag der Roma finden Sie z.B. unter: https://romatrial.org/projekte/romaday/

Die Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Beauftragten für Partizipation und Integration bezieht Stellung zur aktuellen Migrationsdebatte und fordert mehr Menschlichkeit und Sachlichkeit

Seit der Veröffentlichung des Recherchekollektivs “Correctiv” zu Deportationsplänen von Menschen mit Migrationsgeschichte aus Deutschland kommt es – endlich – bundesweit zu Demonstrationen und klaren Stellungnahmen gegen Rechtsextremismus, gegen Rechtspopulismus und gegen ihre parteipolitischen Vertretungen.
Als Berliner Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Beauftragten für Partizipation und Integration beobachten wir schon seit Langem eine verschärfte gesellschaftliche Debatte um das Grundrecht auf Asyl, über Migration und das Einwanderungsland Deutschland. Bis weit in die sogenannte Mitte der Gesellschaft werden Ängste vor und Ressentiments gegen Migrant*innen und Deutsche mit Migrationsgeschichte geschürt.
Berlin ist hierbei meist Projektionsfläche für all diejenigen, die Beweise suchen für das vermeintliche Scheitern eines Einwanderungslandes und sich gegen eine moderne und offene Migrationsgesellschaft stellen.
Um dem Rechtspopulismus in Deutschland etwas entgegenzusetzen, fordern wir die Rückkehr zu mehr Menschlichkeit und Sachlichkeit in der Debatte und ein klares Bekenntnis zur Migrationsgesellschaft, die wir längst sind und die Deutschland in seiner Vielfalt ausmacht.
Die Aufnahme von Menschen, die in Deutschland Schutz suchen, sowie eine gelingende Teilhabe, unabhängig der Beweggründe für Migration und Flucht hierher, kostet Zeit und Geld. Wir stellen uns aber vehement gegen jeden Populismus, der behauptet, die strukturellen Probleme vieler Kommunen, die fehlenden Schulplätze, die langen Bearbeitungszeiten der Behörden, hätten ihre Ursache in der Zuwanderung. Wir benötigen einen gesellschaftlichen Konsens für eine ausreichend ausgestattete und ausfinanzierte öffentliche, soziale Infrastruktur, von der alle Menschen in Deutschland profitieren.
Wir brauchen für die Migrationsgesellschaft ein breites und klares gesellschaftliches Bekenntnis zur Unteilbarkeit unserer Grund- und Menschenrechte. Sie müssen ausnahmslos für alle Menschen in Deutschland gelten.
Ausgehend von einem solchen Konsens, verurteilen wir in aller Deutlichkeit den Anstieg antisemitischer Straftaten aus allen Teilen der Gesellschaft, insbesondere seit dem 07. Oktober 2023. Wir verurteilen auch jede Befürwortung oder Verharmlosung des Hamas-Terrors.
In einer offenen Migrationsgesellschaft müssen Antisemitismus, Rassismus, aktuell insbesondere auch gegenüber muslimisch gelesenen Menschen, und Diskriminierung immer klar benannt und bekämpft werden. Meinungsfreiheit und Debatten sind wichtig und bringen uns als Gesellschaft voran, aber auf Grundlage unserer Verfassung und der unantastbaren Würde aller Menschen.
Wenn wir die Debatte über Migration und das Einwanderungsland Deutschland mit mehr Menschlichkeit führen würden, wäre es auch möglich, gleichzeitig den unfassbaren Schmerz und die (re)Traumatisierung von Jüdinnen und Juden und Israelis UND den Schmerz und die Trauer um die vielen Verletzten und Toten in Palästina zu sehen, anzuerkennen und Raum zu geben. Das derzeitige Klima in Deutschland, der Rechtsruck, die politischen und medialen Debatten und die bekanntgewordenen „Deportationspläne“ führen dazu, dass sich Menschen mit Migrationsgeschichte
in Deutschland nicht mehr sicher fühlen, ja sogar Angst haben. Die Diskriminierungen und der Alltagsrassismus nehmen deutlich zu. Von Bürger*innen, von Mitarbeiter*innen in sozialen Projekten und selbst von Kolleg*innen aus den Verwaltungen werden wir angesprochen, die sich irritiert und verängstigt angesichts des migrationsfeindlichen und rassistischen Diskurses zeigen. Das Miteinander in der Migrationsgesellschaft droht auf unabsehbare Zeit Schaden zu nehmen, und das möchten wir nicht zulassen.
Deshalb unterstützen wir den Aufruf des Bündnisses #HandInHand: gemeinsam gegen Rechts! Wir alle sind Teil der Brandmauer. Lasst uns einen langen Atem haben und dieses Mauerwerk überall stabil und in Vielfalt errichten.

20.09.2023: Pressemitteilung der LAG der Bezirksbeauftragten für Partizipation und Integration zur geplanten Kürzung der Mittel des Integrationsfonds ab 2024

Die Landesarbeitsgemeinschaft der bezirklichen Beauftragten für Partizipation und Integration kritisiert die Pläne zur Kürzung der bezirklichen Integrationsfonds im Entwurf des Haushaltsplans für 2024/2025 von 12,1 Millionen Euro im laufenden Jahr auf zukünftig nur noch 7,9 Millionen Euro. Diese Kürzungen stehen im Widerspruch zu den steigenden Zahlen von Geflüchteten, die in Berlin Schutz suchen.

Unten finden Sie die entsprechende Pressemitteilung zum Download sowie eine ausführliche Darstellung zu den über den Integrationsfonds berlinweit realisierten Maßnahmen nach Handlungsfeldern des Gesamtkonzeptes zur Integration und Partizipation Geflüchteter des Senats von Berlin.

  • PM der LAG der bezirklichen Beauftragten für Partizipation und Integration zum Integrationsfonds

    PDF-Dokument (277.5 kB)

  • Der bezirkliche Integrationsfonds - ein Erfolgsprogramm

    PDF-Dokument (4.4 MB)

8. April 2023: Internationaler Tag der Roma am 8. April: Flagge an Berliner Rathäusern gehisst

Der 8. April ist der Internationale Tag der Roma und zu diesem Anlass wurde auch 2023 am Rathaus Zehlendorf die Flagge der Roma gehisst – aufgrund der Osterfeiertage in diesem Jahr bereits am 06. April 2023. Mit der Aktion setzt der Bezirk ein klares Statement gegen Ausgrenzung, für Respekt und Gleichberechtigung und möchte gleichzeitig auf die Situation der Roma aufmerksam machen.

Zur Pressemitteilung vom 06.04.2023

30.03.2023: Neue Auswertung der Berliner Register: Diskriminierung und (extrem) rechte Vorfälle im Jahr 2022 in Steglitz-Zehlendorf und Gesamtberlin

Die Berliner Register haben ihre Auswertung für das Jahr 2022 veröffentlicht. Dort können Sie lesen, welche Diskriminierungen im Jahr 2022 gemeldet wurden. Die Auswertung für Gesamtberlin und die einzelnen Bezirke finden Sie auf der Homepage: www.berliner-register.de.
Den Link für die Auswertung des Bezirks Steglitz-Zehlendorf finden Sie hier: https://www.berliner-register.de/artikel/auswertung-fuer-2022-467/. Das Register Steglitz-Zehlendorf hat im Jahr 2022, 109 Vorfälle dokumentiert. Dies sind 24 weniger gemeldete Vorfälle als im Jahr 2021 (2021: 133). In allen Ortsteilen des Bezirks SZ sind Vorfälle unterschiedlicher Art und mit vielfältigen Motiven gemeldet worden.

1. März 2023: Neuer Beirat für Partizipation und Integration des Bezirks Steglitz-Zehlendorf konstituiert

Am 01. März 2023 hat sich der neu gewählte Beirat für Partizipation und Integration im Bezirk Steglitz-Zehlendorf konstituiert. Zum Vorsitzenden gewählt wurde Wilfred Dominic Josue. Fikriye Aras, Tiziana Ederli und Akif Kariman komplettieren als Stellvertretungen das Team des Vorstands. Der Bezirksbeirat wird die Interessen der Steglitz-Zehlendorfer*innen mit Migrationsgeschichte vertreten sowie das Bezirksamt in allen Fragen der Partizipation, der Integration und gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte beraten und unterstützen. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite des Bezirksbeirates.

Zur Pressemitteilung vom 13.03.2023

14.02.2023 Positionspapier der Beauftragten des Berliner Senats für Integration und Migration sowie der Landesarbeitsgemeinschaft der Bezirksbeauftragten für Partizipation und Integration zur Aktuellen Situation an Berliner Schulen für neu zugewanderte Kinder

28.02.2023, 10 Uhr: Bezirk Steglitz-Zehlendorf gedenkt der Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien

Am 6. Februar 2023 bebte in der türkisch-syrischen Grenzregion die Erde. Unzählige Menschen haben in nur wenigen Sekunden ihr Hab und Gut verloren, sie stehen vor den Trümmern ihrer Häuser und ihrer Existenz. Schätzungen zufolge haben das katastrophale Beben und zahlreiche Nachbeben Zehntausende Todesopfer und über Hunderttausend Verletzte gefordert. Als Zeichen der Solidarität ruft das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf am Dienstag, dem 28. Februar 2023 um 10:00 Uhr zu einer Schweigeminute auf.

24.02.2023, 12:00 Uhr: Jahrestag des Überfalls: Stilles Gedenken im Charkiw-Park

Am 24. Februar 2022 überfiel Russland die souveräne Ukraine. Wie in jedem Krieg gibt es zahlreiche Tote zu beklagen. Ihrer möchte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf in einer stillen Stunde gedenken. Eine Initiative des Städtepartnerschaftsvereins Steglitz-Zehlendorf e.V. aufgreifend, lädt das Bezirksamt Bürger*innen am Jahrestag des Überfalls, dem 24. Februar 2023, um 12:00 Uhr in den Charkiw-Park ein. Jede*r ist aufgerufen, am Schild eine Rose niederzulegen, gerne in der gelben Nationalfarbe der Ukraine. Der Park befindet sich hinter dem Kulturhaus „Schwartzsche Villa“, Ecke Grunewaldstraße/Rothenburgstraße in 12165 Berlin-Steglitz.

Mehrsprachige Informationen zu Corona

Allgemein: Allgemein (aus Berlin):

Bezirksbeauftragte für Partizipation und Integration

Postanschrift:
Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
14160 Berlin

Verkehrsanbindungen