Corona-Prävention in Berlin – Fragen und Antworten

Wir informieren fortlaufend über den Umgang mit dem Coronavirus.

Stand: 15.10.2020

Allgemeines, Sport und Freizeit

Grundsätzlich gilt der Appell weiter, die sozialen Kontakte möglichst gering zu halten. Von 23 bis 6 Uhr gilt ab sofort eine Einschränkung: Im Freien dürfen sich nur noch fünf Personen oder zwei Haushalte gemeinsam aufhalten. Im privaten Rahmen dürfen sich nur noch bis zu zehn Personen in geschlossenen Räumen treffen oder bis zu 50 Personen draußen. Zudem muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen eingehalten werden. Das gilt auch für Veranstaltungen und Zusammenkünfte im privaten Bereich.

In einigen Bereichen, wie in der Pflege, können Sie den Mindestabstand nicht einhalten, dort gilt er beispielsweise nicht. Wie gehabt gilt dieser auch nicht für den Kontakt mit denjenigen, mit denen Sie gemeinsam in einem Haushalt leben, oder in einer Partnerschaft oder für die Sie ein Sorge- und Umgangsrecht haben. Der Mindestabstand gilt auch nicht, wenn jemand im Sterben liegt oder schwerstkrank ist.

Für Veranstaltungen gelten weiter Personenobergrenzen und auch im Einzelhandel und bei Sport- wie Freizeitangeboten muss weiter die Anzahl der Kunden und Teilnehmerinnen reguliert werden. In individuellen Schutz- und Hygienekonzepten müssen die Verantwortlichen darlegen, wie sie den Infektionsschutz für ihr Publikum oder für Teilnehmende gewährleisten. Dabei sind die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum Infektionsschutz und die Vorgaben der jeweiligen Arbeitsschutzbehörden zu berücksichtigen. Die Aushänge zu den Abstands- und Hygieneregeln müssen gut sichtbar angebracht werden.

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Ab 23 Uhr bis um 6 Uhr früh müssen in Berlin alle Restaurants, Bars, Cafés und Verkaufsstellen schließen. Mit dem Herunterfahren der Öffnungszeiten soll eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden. In dieser Zeit wird es auch eine weitergehende Kontaktbeschränkung für private Treffen im Freien geben. Maximal bis zu fünf Personen dürfen sich in dem genannten Zeitraum draußen treffen – oder zwei Haushalte. Für private Treffen in geschlossenen Räumen gilt, dass nur noch bis zu zehn Personen zusammenkommen dürfen.

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Eine Mund-Nase-Bedeckung ist für bestimmte geschlossene Räume vorgeschrieben. Außerdem ist die Maske wichtig in Situationen, in denen Sie den Mindestabstand zu anderen Menschen schwer einhalten können – und damit das Infektionsrisiko steigt.

Die Maskenpflicht gilt in Büro- und Verwaltungsgebäuden und in Aufzügen. Wenn Sie sich an Ihrem festen Arbeitsplatz befinden und der Mindestabstand eingehalten wird, können Sie die Maske ablegen.

Auch für Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr, an Bahnhöfen, in Haltestellenbereichen, an Flughäfen und auf Fähren und Fährterminals, sowie beim Besuch von Einzelhandelsgeschäften besteht die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Darüber hinaus muss in Gaststätten, beim Frisörbesuch oder auch beim Aufsuchen von ärztlichen Praxen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden.

Auf Demonstrationen mit über 100 Teilnehmenden ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtend. Auch bei geringerer Anzahl an Teilnehmenden muss eine Maske getragen werden, sollte es zum Beispiel Sprechchöre auf der Demonstration geben.

Die vollständige Auflistung aller Bereiche, für die eine Pflicht besteht, finden Sie in der Infektionsschutzverordnung unter §4.

Die Mund-Nase-Bedeckung muss Mund und Nase bedecken, damit eine Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch Atmen, Husten, Niesen oder Sprechen vermindert wird.

Wenn Sie sich nicht an die Pflicht halten, müssen Sie mit einem Bußgeld von 50 bis 500 Euro rechnen.

Sollten Sie über keine Mund-Nase-Bedeckung verfügen, dürfen Sie auch einen Schal oder ein Tuch verwenden. Kinder bis einschließlich dem sechsten Lebensjahr, sowie Menschen, die aufgrund einer Behinderung wie Gehörlosigkeit oder einer gesundheitlichen Beeinträchtigung keine Maske tragen können, sind von der Pflicht ausgenommen.

Informationen zur Handhabung und Reinigung sowie die Unterscheidung zwischen Alltagsmasken und medizinischen Masken finden Sie auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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Jede größere Ansammlung von Menschen birgt ein Infektionsrisiko, insbesondere, wenn Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten werden. Zum Schutze der Bevölkerung, auch der Demonstrierenden selber, ist die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung beschlossen worden. Veranstalter sind verpflichtet, ein Hygienekonzept für ihre Demonstration vorzulegen. Da ein Wesen von Demonstrationen ist, dass die Teilnehmendenzahl sich im Verlaufe verändern kann, sind zusätzliche Vorkehrungen wichtig. Dazu zählt die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

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Für Veranstaltungen gibt es weiterhin Obergrenzen für die Anzahl an Personen, die zeitgleich anwesend sein dürfen:

In geschlossenen Räumen gilt:
  • bei privaten Veranstaltungen: nicht mehr als 10 Personen
  • bei allen anderen Veranstaltungen: nicht mehr als 1.000 Personen
Im Freien gilt:
  • bei privaten Veranstaltungen: nicht mehr als 50 Personen
  • bei allen anderen Veranstaltungen: nicht mehr als 5.000 Personen

Die Veranstalter müssen ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erarbeiten, in dem auch dargelegt ist, wie der Mindestabstand eingehalten werden kann und eine Anwesenheitsdokumentation führen, wenn geschlossene Räume bei der Veranstaltung mit genutzt werden, um schnell bei einem möglichen Infektionsfall reagieren zu können. Im privaten Rahmen muss bei Veranstaltungen im Freien mit mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen auch ein solches Konzept erstellt werden.

Versammlungen, also Demonstrationen oder Kundgebungen, dürfen ohne eingeschränkte Zahl an Teilnehmenden stattfinden. Ab einer Größe von mehr als 100 Personen muss auf Demonstrationen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden, sollten Sprechchöre vorkommen, gilt die Pflicht auch schon für eine kleinere Demonstration. Die jeweiligen Versammlungsleitungen tragen die Verantwortung dafür, dass der Mindestabstand sichergestellt wird und die Hygieneregeln eingehalten werden und müssen das auch in einem Schutz- und Hygienekonzept darlegen können. Dokumentiert werden müssen die Anwesenden auf Demonstrationen nicht.

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Bei privaten Veranstaltungen und Zusammenkünften in geschlossenen Räumen dürfen nur noch 10 Personen zeitgleich anwesend sein, im Freien 50. Ab 10 Personen im Freien müssen Sie eine Anwesenheitsdokumentation führen, damit im Fall einer Infektion rückwirkend die Kontaktpersonen ausfindig gemacht und informiert werden können. Sollten mehr als 20 Personen anwesend sein, müssen Sie zudem ein Schutz- und Hygienekonzept erstellen. Um sich und andere zu schützen, sind Sie angehalten, auch im Privaten 1,5 Meter Abstand zu wahren, wenn Sie Menschen bei sich haben, mit denen Sie zum Beispiel nicht sowieso zusammenleben.

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Verantwortliche – etwa einer Veranstaltung – müssen die Teilnehmenden bzw. Anwesenden dokumentieren. Das gilt aktuell unabhängig davon, ob die Veranstaltung im geschlossenen Raum oder im Freien stattfindet. Durch die Dokumentation können im Fall einer Infektion, mögliche Infektionsketten zurückverfolgt werden und die betroffenen Menschen schnell kontaktiert werden. Die Informationen müssen enthalten: den vollständigen Namen, Telefonnummer, Bezirk oder Gemeinde des Wohnortes oder des Ortes des ständigen Aufenthalts, Anschrift oder E-Mail-Adresse, die Anwesenheitszeit, gegebenenfalls Platz- oder Tischnummer (in einem Restaurant zum Beispiel).

Die Angaben müssen wahrheitsgemäß sein, sollte das nicht der Fall sein, kann ein Bußgeld erhoben werden. Der Person kann außerdem der Zutritt verwehrt werden.

Die Bestimmungen für die Anwesenheitsdokumentation lesen Sie unter §3 der Verordnung.

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Jeder Verein und jedes Fitnessstudio muss ein Schutz- und Hygienekonzept vorlegen können, in dem auch die pro Person erforderliche Mindestfläche pro Quadratmetern festgehalten ist.

Im Bereich Indoor-Sport muss grundsätzlich eine Anwesenheitsliste geführt werden für den Fall, dass es eine Infektion gibt. Wenn Sie sich im Sportstudio aufhalten, müssen Sie zudem eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, nur bei der Sportausübung selbst müssen Sie das nicht. Bei Kontaktsportarten müssen Sie immer eine Anwesenheitsdokumentation erstellen, – auch auf Sportanlagen im Freien. Es gelten weiterhin die allgemeinen Regeln der Infektionsschutzverordnung. Die Verantwortlichen müssen die Teilnehmenden vor Trainingsbeginn auf die jeweiligen Schutz- und Hygienekonzepte hinweisen und auch dafür Sorge tragen, dass sie umgesetzt werden.

Im Bereich Mannschafts- und Gruppensport können feste Trainingsgruppen von bis zu 30 Personen einschließlich der Trainingsleitung zusammen trainieren.

Im Bereich Kampfsport kann in festen Trainingsgruppen von bis zu vier Personen zuzüglich der Trainingsleitung trainiert werden. Hier richtet sich die Zahl der insgesamt zulässigen Trainingsgruppen auf der Sportanlage nach der Größe der genutzten Sportanlage.

Auch feste Tanzpaare und andere Sportpaare können zusammen trainieren.

Zudem darf im Bereich Kanusport, Segelbootfahren und Rudern das Training stattfinden. Drachenboote sind davon ausgenommen.

Zur Unterstützung gemeinnütziger Sportvereine in Berlin wird ein Rettungsschirm Sport aufgespannt, der organisatorisch über den Landessportbund Berlin umgesetzt wird. Anträge finden Sie online beim Landessportbund. Dieses Angebot gilt bis zum 28.02.2021. Finanziell unterstützt werden nur Sportvereine, deren Schaden nachweislich durch die Corona-Pandemie entstanden ist. Der Senat stellt dafür 8 Millionen Euro bereit.

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Grundsätzlich können Sie das. Bei Sportveranstaltungen gelten sowohl die festgeschriebenen Personenobergrenzen, wie für andere Veranstaltungen auch. Die Veranstalter müssen ein Schutz- und Hygienekonzept erarbeiten und der zuständigen Senatsverwaltung vorlegen können. Außerdem muss, wie bei anderen Veranstaltungen, die Anwesenheit dokumentiert werden.

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Tanzveranstaltungen im Sinne von Tanzlustbarkeiten und ähnliche Unternehmungen in geschlossenen Räumen – auch mit festen Tanzpaaren – sind im Land Berlin nach Maßgabe des § 7 Absatz 1 SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung verboten und dürfen daher nicht stattfinden. Nicht von dem Verbot erfasst ist das Tanzen als „Sport“ im Sinne der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung. Hierzu zählen etwa Kurse in Tanzschulen o. ä., die für feste Tanz- und Sportpaare zulässig sind. Das Tanzen als „(Freizeit-)Sport“ weist, anders als Tanzen bei Tanzveranstaltungen im Sinne von Tanzlustbarkeiten und ähnlichen Unternehmungen – etwa in geschlossenen Räumlichkeiten in Bars oder Clubs –, ein geringeres Infektionsrisiko auf. Diese sind regelmäßig zeitlich sowie personell begrenzt und gewährleisten die Einhaltung und Kontrolle der Schutz- und Hygieneregeln.

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Ja, solange ein individuelles Abstands- und Hygienekonzept von Seiten des Veranstalters vorliegt, aus dem hervorgeht, wie die Teilnehmenden vor einer Infektion geschützt werden, ist das Tanzen im Freien erlaubt. In geschlossenen Räumen dürfen weiterhin keine Tanzveranstaltungen im Sinne von Tanzlustbarkeiten stattfinden. Verantwortlich für die Erstellung und Umsetzung der Schutz-Konzepte sind die jeweiligen Veranstalter. Soweit geschlossene Räume – auch wenn dort nicht getanzt werden darf – mit zur Veranstaltung gehören, muss eine Anwesenheitsdokumentation erfolgen. Außerdem muss die Personenobergrenze für Veranstaltungen im Freien eingehalten werden.

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Indoor-Partys in Clubs sind als Tanzveranstaltungen im Sinne von Tanzlustbarkeiten und ähnlichen Unternehmungen gemäß § 7 Absatz 1 SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung verboten.

Das Verbot dient dem Schutz der Gesundheit der Bevölkerung der Bürgerinnen und Bürgern des Landes Berlin vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Begründet ist dies dadurch, dass der Betrieb von Clubs o. ä. aufgrund deren Betriebskonzept – soweit sich dieses auf geschlossene Räumlichkeiten bezieht – ein erhöhtes Infektionsrisiko aufweist, weil auf einer begrenzten Fläche eine Vielzahl von Personen zusammenkommen, die sich sportlich betätigen (Tanzen) und damit zu einer erhöhten Aerosolbildung beitragen, die zu einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 führen kann, zumal die Einhaltung der Schutz- und Hygieneregeln nicht unproblematisch ist.

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Bildung und Wissenschaft

Nach den Herbstferien gilt an den Berliner Schulen ein Stufenplan , der sich an der Berliner Corona-Ampel orientiert. Der Stufenplan zeigt auf, welche Maßnahmen bei einer Veränderung des Infektionsgeschehens vorgesehen sind.
Seit dem laufenden Schuljahr 2020/21 bieten die Berliner Schulen bislang einen geregelten, durchgehenden Unterricht an. Der Regelbetrieb umfasst den regulären Unterricht, Förder- und Teilungsunterricht sowie weitere verbindliche schulische Angebote und Veranstaltungen. Für das Verhalten an Schulen gilt für die Zeit der Corona-Pandemie ein Musterhygieneplan. Zu den dazugehörigen Maßnahmen gehört unter anderem, dass außerhalb des Unterrichts in geschlossenen Räumen eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden muss.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie informiert umfassend zum Thema Regelbetrieb in Schulen und Kitas

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Die staatlichen, privaten und konfessionellen Hochschulen in Berlin haben bei ihrem Betrieb die jeweils geltenden Vorgaben der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung, insbesondere deren Vorgaben zu Hygienemaßnahmen und zur Anwesenheitsdokumentation zu beachten.

Für das Wintersemester ist eine Mischung aus digitalem Lehr- und Präsenzlehrbetrieb vorgesehen, soweit es die Infektionslage zulässt. Um auf die dynamische Infektionslage mit entsprechenden Maßnahmen im Hochschulbetrieb reagieren zu können, gibt es für dieses Semester einen bereichsspezifischen Stufenplan. Die Vorlesungszeit hat im Wintersemester für höhere Semester an Fachhochschulen am 1. Oktober 2020 begonnen. Erstsemester an Fachhochschulen beginnen am 2. November 2020. An den Universitäten beginnt die Vorlesungszeit ebenfalls am 2. November 2020.

Aktuelle Informationen zu Corona-Maßnahmen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen finden Sie auch auf der Sonderseite der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung.

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Verkehr, Reisen, Quarantäne

Sie sind dazu verpflichtet, neben anderen Bereichen auch im öffentlichen Nahverkehr in Berlin eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Bund und Länder mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt haben sich darauf verständigt, die Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen einheitlich zu regeln. Wenn Sie dagegen verstoßen, müssen Sie mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen. Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zu sechs Jahren, Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Bedeckung tragen können oder gehörlose und schwerhörige Menschen und ihre Begleitung.

Die Mund-Nase-Bedeckung muss Mund und Nase bedecken, damit eine Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch Atmen, Husten, Niesen oder Sprechen vermindert wird.

Den vollständigen Paragraphen zur Mund-Nase-Bedeckung finden Sie in der Verordnung unter §4.

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Das hängt in Deutschland, wie im Ausland von der Infektionslage ab. Sie sollten sich daher vorab über die Pandemie-Situation und darüber hinaus über die dortigen Coronamaßnahmen informieren. Für Deutschland hat die Bundesregierung eine Informationsseite zu den aktuell geltenden coronaspezifischen Verordnungen, bzw. Allgemeinverfügungen eingerichtet.

Sollten Sie eine private Auslandsreise planen, prüfen Sie bitte, ob das Land, in das Sie reisen wollen, ein Risikogebiet ist. Sollte das der Fall sein, müssen Sie sich nach Reiserückkehr in häusliche Quarantäne begeben. Sie sollten sich auch vorab informieren, welche Einreiseregelungen und welche Maßnahmen in Ihrem Gastland hinsichtlich der Eindämmung von COVID-19 gelten. Mehr Informationen dazu erhalten Sie beim Auswärtigen Amt.

Außerdem können Sie sich auf der EU-Website Re-open EU über die Einreise-Regelungen der EU-Mitgliedstaaten informieren.

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Die Bundesregierung prüft fortlaufend, welche Staaten als Risikogebiete einzustufen sind, also wo die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus hoch ist. Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht die Liste der Risikogebiete und aktualisiert sie fortlaufend. Sollten Sie aus einem Risikogebiet direkt oder über ein Nicht-Risikogebiet oder ein anderes Bundesland in Deutschland nach Berlin einreisen, müssen Sie mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Falls Sie sich über die aktuellen Fallzahlen informieren möchten, zeigt das RKI in einem interaktiven Dashboard, wie sich das Infektionsgeschehen in den jeweiligen Bundesländern darstellt.

Sollten Sie aus einem Risikogebiet direkt oder über ein Nicht-Risikogebiet oder ein anderes Bundesland in Deutschland nach Berlin einreisen, müssen Sie mit einer 14-tägigen Quarantäne rechnen. Das gilt auch für Risikogebiete in Deutschland. Falls Sie sich über die aktuellen Fallzahlen informieren möchten, zeigt das RKI in einem interaktiven Dashboard, wie sich das Infektionsgeschehen in den jeweiligen Bundesländern darstellt.

Über die weltweite Verbreitung des Coronavirus informiert die WHO sowie die Johns Hopkins University, beide ebenso mit einem interaktiven Angebot.

Über die Fallzahlen in Europa informiert das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten mit einer Liste.

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Wenn Sie sich in den letzten 14 Tagen vor Einreise nach Berlin in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen Sie sich grundsätzlich beim zuständigen Gesundheitsamt melden und sich in die häusliche 14-tägige Quarantäne begeben. Für die Meldung beim Gesundheitsamt können Sie auch die Aussteigerkarte nutzen. Auf Verlangen des zuständigen Gesundheitsamts sind Sie dazu verpflichtet, einen Test zu machen.

Wenn Sie aus einem Risikogebiet einreisen und keine Symptome haben, haben Sie die Möglichkeit, sich direkt an der Teststelle Flughafen Schönefeld, am Hauptbahnhof oder am Zentralen Omnibusbahnhof testen zu lassen. Testmöglichkeiten bieten auch ausgewählte Arztpraxen – aber nur nach Terminvereinbarung. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen Sie sich in Quarantäne begeben. Ein Test ist kostenlos, wenn er in einem Zeitraum bis zu 72 Stunden nach Einreise erfolgt. Rückreisende mit Symptomen müssen sich unverzüglich beim zuständigen Gesundheitsamt melden und in Selbstquarantäne begeben.

Wer aus einem Risikogebiet kommt und bereits ein ärztliches Zeugnis mit einem negativen Testergebnis in deutscher oder englischer Sprache vorweisen kann, das nicht älter als 48 Stunden ist, muss derzeit nicht in Quarantäne. Das ärztliche Zeugnis muss unverzüglich dem zuständigen Gesundheitsamt nach dessen Aufforderung und spätestens bis 72 Stunden nach Einreise vorgelegt werden.

Mit Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb von Deutschland gemeint, für den oder für die zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Risiko für eine Corona-Infektion besteht. Die Einstufung erfolgt durch die Bundesregierung, namentlich durch das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt sowie das Bundesinnenministerium, und wird durch das Robert-Koch-Institut veröffentlicht.

Durchreisende müssen nicht in Quarantäne, wenn sie Berlin unverzüglich und auf direktem Wege wieder verlassen.

Die genauen Ausnahmeregelungen lesen Sie in der Verordnung im Teil 3 (Quarantänemaßnahmen) unter §9.

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Die Teststelle am Flufhafen Schönefeld bleibt vorerst bestehen. Informationen für Rückreisende finden Sie im Merkblatt für Rückreisende. Eine Testung in Tegel ist nicht mehr möglich. Reiserückkehrende, die in Tegel landen, werden von hier aus an den Zentralen Omnibusbahnhof oder an den Hauptbahnhof verwiesen.

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Die Quarantänemaßnahmen gelten in Berlin nicht für Einreisende aus innerdeutschen Risikoregionen. Jedoch sind die Regelungen in den Bundesländern unterschiedlich. Bitte informieren Sie sich vorab über die Regelungen in den Bundesländern.

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Informieren Sie sich regelmäßig bei Ihrer Botschaft. Wenn Sie mit einem Schengen-Visum oder ohne Visum eingereist sind, finden Sie auf der Website des Landesamts für Einwanderung.

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Eigenverantwortung, Gesundheit, Hygiene

Der Senat hat die „Berliner Teststrategie“ auf COVID-19 beschlossen, mit der berlinweit in einem abgestimmten Vorgehen Personen mit erhöhtem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes und Personen mit erhöhtem Risiko der Verbreitung frühzeitig identifiziert werden sollen. Im Fokus stehen dabei Einrichtungen des Gesundheitswesens, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten sowie Tests an Orten mit erhöhtem Verbreitungsrisiko, wie etwa in der Gastronomie oder in Justizvollzugsanstalten. Ein von der Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit Vivantes Netzwerk für Gesundheit erarbeitetes Konzept bildete die Grundlage der Berliner Teststrategie, deren Ziel die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit und des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in Berlin ist.

Weitere Informationen zur Berliner Teststrategie finden Sie auf der Website der Charité.

Das COVID-19-Testmanagement hat eine neue Ziel- und Organisationsstruktur. Die Zuständigkeiten verteilen sich ab sofort auf die Senatsverwaltung für Wissenschaft und Forschung, die mit der wissenschaftlichen Erforschung des Virus und der Weiterentwicklung von Testverfahren und -studien befasst sein wird, und die Senatsverwaltung für Gesundheit, die die mit der operativen Pandemiebekämpfung und den Versorgungsstrukturen des Berliner Gesundheitswesens verknüpften Aufgaben übernimmt.

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Um die Lage der Pandemie für Berlin genau zu beurteilen und etwaigen Handlungsbedarf abzuleiten, hat der Senat ein Ampelsystem entwickelt. Um die Auswirkungen der beschlossenen Lockerungen beurteilen zu können, wurden Indikatoren vereinbart, die einerseits die Übertragungsdynamik und andererseits die Belastung des Gesundheitssystems im Blick haben. Dafür wird sowohl die Reproduktionszahl, die Zahl der Neuinfektionen sowie die Auslastung der Intensivstationsbetten betrachtet. Zusammen geben die drei Indikatoren ein aussagekräftiges Bild über die epidemiologische Lage.

Der Senat wird in einem schrittweisen Verfahren in mehreren Phasen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wieder lockern, soweit das Infektionsgeschehen und Auslastung der Krankenhäuser dies zulassen.

  • Indikator Reproduktionszahl:
    Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt. Ein Wert über 1 führt zu einer Infektionsdynamik. Liegt der Wert mindestens an drei Tagen in Folge über 1,1, springt die Ampel auf Gelb. Liegt die Reproduktionszahl mindestens an drei Tagen in Folge bei mindestens 1,2, ist die Stufe Rot erreicht.
  • Indikator Zahl der Neuinfektionen pro Woche:
    Die Zahl von Neuinfektionen hat der Senat wie folgt eingestuft: Die Stufe Rot ist erreicht, wenn sich 30 Personen je 100.000 Einwohner*innen pro Woche neu infiziert haben. Die gelbe Stufe ist erreicht, wenn sich 20 Personen je 100.000 Einwohner*innen pro Woche neu infiziert haben. Die grüne Stufe liegt darunter.
  • Indikator Auslastung der Intensivstationsbetten:
    Wenn der Anteil der für COVID-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen mehr als 15% beträgt, wird die Ampel auf Gelb gestellt. Bei einer Auslastung von mehr als 25% der vorhandenen Kapazitäten gilt Rot. Die grüne Stufe liegt unter 15%.
  • Bedeutung Ampelphasen „Gelb“ und „Rot“:
    Wenn zwei der drei o.g. Indikatoren gelb sind, besteht Erörterungsbedarf im Senat und die Vorbereitung möglicher Maßnahmen ist erforderlich. Sind zwei von drei der oben genannten Indikatoren rot, erfordert dies die Umsetzung von Maßnahmen bzw. die Rücknahme von Lockerungen.
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Die Senatsgesundheitsverwaltung empfiehlt die Abklärung durchführen zu lassen, wenn:

  • Sie Covid-19-typische Symptome oder jegliche Symptome von akuten Atemwegserkrankungen aufweisen.
  • Sie Kontakt zu bestätigten Covid-19-Fällen hatten – z.B. Personen desselben Haushalts oder Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden.
  • Sie etwa in einem Krankenhaus, Rehabilitationseinrichtung oder Pflegeeinrichtung arbeiten und Covid-19-Patientinnen und -Patienten betreuen.
  • Sie in einer Gemeinschaftseinrichtung oder -unterkunft arbeiten, wohnen oder diese regelmäßig besuchen, in der es einen Covid-19-Ausbruch gibt.

Diejenigen, auf die diese Kriterien zutrifft, sollten sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden, damit eine Abklärung vorgenommen wird. Der Amtsarzt/die Amtsärztin entscheidet nach den genannten Kriterien des Robert-Koch-Instituts und der individuellen Situation des Patienten/der Patientin über das weitere Vorgehen und darüber, ob man zu Hause in Isolation bleibt oder stationär behandelt werden muss. Sollte ein Test gemacht werden und sie auf das Ergebnis warten, isolieren Sie sich bitte zu Hause selbst – zunächst für 14 Tage und befolgen Sie die Hygieneregeln.

Bei denjenigen, die akute Symptome haben und/oder bei denen klinische Hinweise auf eine virologische Atemwegserkrankung vorliegen, die aber selbst keinen Kontakt zu einen bestätigten Corona-Fall hatten, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der Arzt das weitere Verfahren.Sie können sich alternativ auch bei einer speziellen Corona-Praxis melden.

Sollte die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt entscheiden, dass ein Test gemacht werden muss, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Test. Menschen ohne deutsche Krankenversicherung müssten eine Kostenübernahme direkt mit ihrer ausländischen Versicherung klären.

Alle Kontaktaufnahmen sollten zuerst telefonisch stattfinden. Der direkte Kontakt zu anderen Personen sollte vermieden werden.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat eine Hotline eingerichtet, bei der Sie sich telefonisch unter 030/90282828 melden können. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Nummer 116117 telefonisch zu melden.

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Wenn Sie Symptome zeigen oder vermuten, dass Sie mit dem Coronavirus infiziert sein könnten, sollten Sie sich an der Verfahrensweise orientieren, die unter „Wer sollte sich testen lassen?“ dargestellt ist. Über das weitere Vorgehen entscheidet dann das zuständige Gesundheitsamt oder Ihre Ärztin/Ihr Arzt. Falls ein Test durchgeführt werden soll, kann es – je nach Schweregrad ihrer Atemwegserkrankung – sein, dass Sie zu einer der speziellen Corona-Untersuchungsstellen geschickt werden.

Schon bevor Ihr Testergebnis vorliegt, sollten Sie sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, die Regeln der Handhygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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Halten Sie sich an die allgemeinen Hygienehinweise, die beispielsweise auch bei Grippeviren gelten:

  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen über eine Mindestdauer von 20 Sekunden
  • nicht in die Hand niesen, sondern in die Armbeuge
  • sich so wenig wie möglich mit den Händen ins Gesicht fassen
  • Händeschütteln vermeiden
  • Abstand zu Erkrankten halten
  • häufiges Lüften der Innenräume

Versuchen Sie zudem grundsätzlich einen Mindestabstand zu anderen Personen zu halten.

Nicht nur im ÖNVP, sondern auch beim Einkaufen, beim Betreten von Gaststätten und in vielen anderen Bereichen des öffentlichen Lebens ist eine Mund-Nase-Bedeckung zudem in Berlin verpflichtend.

Sollten Sie wegen Corona oder als Verdachtsfall in häuslicher Quarantäne in Ihrem privaten Haushalt leben, dann beachten Sie bitte die besonderen Regeln zur sicheren Abfallentsorgung des Bundesumweltministeriums.

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Es gibt derzeit noch keine Impfung gegen das Coronavirus. Die bisherigen Erkenntnisse über das Coronavirus zeigen, dass besonders über 60-jährige Menschen und chronisch Kranke gefährdet sind. Zu den häufigsten bakteriellen Erregern, die Infektionen der Lunge auslösen können, gehören Pneumokokken und Bordetella pertussis (Letztere führen zu Keuchhusten).

Die Senatsgesundheitsverwaltung empfiehlt allen Menschen, die zu der vulnerablen Gruppe gehören, die entsprechenden Impfungen durchzuführen. Eine bereits mit einem Krankheitserreger befallene Lunge kann auch noch von einem zweiten (oder dritten) Erreger – z. B. dem Coronavirus – angegriffen werden oder umgekehrt. Dabei würde es sich um eine Komplikation handeln, die die Behandlung sehr erschweren und den Patienten/die Patientin besonders gefährden würde.

Um diese Komplikation zu vermeiden, sollten sich Menschen ab 60 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen gegen Pneumokokken und Keuchhusten impfen lassen.

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Das Coronavirus – auch SARS-CoV-2 genannt – löst die als Covid-19 bezeichnete Krankheit aus und kann auf Tiere wie Menschen übertragen werden. Das Virus kann Krankheitssymptome unterschiedlichen Schweregrads auslösen: von Halsschmerzen über einer leichten Erkältung bis hin zu schweren Atemwegserkrankungen. Nicht jede Person, die sich mit dem Virus infiziert hat, verspürt Krankheitssymptome. Über die Symptomatik ist sich die Wissenschaft nicht einig. Nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) treten im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion häufig auf: Fieber, Husten, Atemwegsprobleme, Geruch- und Geschmackstörungen; weniger häufig Schnupfen und noch seltener Durchfall.

Die Charité Berlin hat eine browserbasierte Corona-App entwickelt, mit der Sie noch vor Anruf bei der dazugehörigen Untersuchungsstelle herausfinden können, ob Ihre Symptomatik für eine Corona-Infizierung spricht oder nicht.

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Weiterführende externe Informationsangebote