Corona-Prävention in Berlin – Fragen und Antworten

Wir informieren fortlaufend über den Umgang mit dem Coronavirus.

Stand: 06.08.2020

Allgemeines, Sport und Wohnen

Ja, die Kontaktbeschränkungen wurden aufgehoben. Grundsätzlich gilt aber weiterhin der Appell, die Kontakte möglichst gering zu halten. Die bisher geltende Pflicht, die physisch sozialen Kontakte auf „ein absolutes Minimum“ zu reduzieren, wird damit zu einer Empfehlung. Zudem müssen Sie, soweit möglich, den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen einhalten. In einigen Bereichen, wie in der Pflege, können Sie den nicht einhalten, dort gilt der Mindestabstand beispielsweise nicht. Wie gehabt gilt dieser nicht für diejenigen, mit denen Sie in einem Haushalt leben, oder in einer Partnerschaft oder für die Sie ein Sorge- und Umgangsrecht haben. Der Mindestabstand gilt auch nicht, wenn jemand im Sterben liegt oder schwerstkrank ist.

Die Aufhebung der Kontaktbeschränkungen bezieht sich auf die individuellen Kontakte, für Veranstaltungen gelten weiter Personenobergrenzen und auch im Einzelhandel und Sport- wie Freizeitangeboten muss weiter die Anzahl der Kunden und Teilnehmerinnen reguliert werden. In individuellen Schutz- und Hygienekonzepten müssen die Verantwortlichen darlegen, wie sie den Infektionsschutz für ihr Publikum oder für Teilnehmende gewährleisten. Dabei sind die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zum Infektionsschutz und die Vorgaben der jeweiligen Arbeitsschutzbehörden zu berücksichtigen. Die Aushänge zu den Abstands- und Hygieneregeln müssen gut sichtbar angebracht werden.

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Für Veranstaltungen gibt es weiterhin Personenobergrenzen, die im Laufe der Zeit stufenweise ausgeweitet werden:

  • Bis einschließlich 31. Juli: nicht mehr als 300 Personen zeitgleich
  • Bis einschließlich 31. August: nicht mehr als 500 Personen zeitgleich
  • Bis 30. September: nicht mehr als 750 Personen zeitgleich
  • Bis 24. Oktober: nicht mehr als 1000 Personen zeitgleich
Für Veranstaltungen im Freien gilt:
  • Bis einschließlich 31. August: nicht mehr als 1000 Personen zeitgleich
  • Bis einschließlich 24. Oktober: nicht mehr als 5000 Personen zeitgleich

Die Veranstalter müssen ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erarbeiten, in dem auch dargelegt ist, wie der Mindestabstand eingehalten werden kann und eine Anwesenheitsdokumentation führen, wenn geschlossene Räume bei der Veranstaltung mit genutzt werden, um schnell bei einem möglichen Infektionsfall reagieren zu können. Die angegebenen Lockerungen werden unter der Bedingung vorgenommen, dass die Infektionslage dies ermöglicht.

Tanzveranstaltungen in geschlossenen Räumen und sexuelle Dienstleistungen bleiben weiterhin untersagt. Öffentliche Veranstaltungen in öffentlich geförderten Theatern sind bis einschließlich 31. Juli nicht erlaubt, unter freiem Himmel auf dem Theatergelände können aber Events stattfinden.

Versammlungen, also Demonstrationen oder Kundgebungen, dürfen ohne eingeschränkte Zahl an Teilnehmenden stattfinden. Die jeweiligen Versammlungsleitungen tragen die Verantwortung dafür, dass der Mindestabstand sichergestellt wird und die Hygieneregeln eingehalten werden und müssen das auch in einem Schutz- und Hygienekonzept darlegen können. Dokumentiert werden müssen die Anwesenden auf Demonstrationen nicht. Es muss dafür gesorgt werden, dass eine Mund-Nase-Bedeckung getragen und auf gemeinsame Sprechchöre während der Versammlung verzichtet wird.

Sollten Sie im privaten oder familiären Bereich eine Veranstaltung planen, dann ist das möglich. Ab 20 Personen müssen Sie aber die Anwesenden dokumentieren, soweit geschlossene Räume betroffen sind, damit im Fall einer Infektion rückwirkend die Kontaktpersonen ausfindig gemacht und informiert werden können. Ein Schutz- und Hygienekonzept müssen Sie für Veranstaltungen im privaten oder familiären Bereich nicht erstellen.

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Neben einem individuellen Schutz- und Hygienekonzept müssen Verantwortliche – etwa einer Veranstaltung – die Teilnehmenden bzw. Anwesenden dokumentieren, soweit geschlossene Räume betroffen sind. So können im Fall einer Infektion, mögliche Infektionsketten zurückverfolgt werden. Die Informationen müssen enthalten: vollständigen Namen, Telefonnummer, Anschrift oder E-Mail-Adresse, die Anwesenheitszeit, gegebenenfalls Platz- oder Tischnummer (in einem Restaurant zum Beispiel).

Die Bestimmungen für die Anwesenheitsdokumentation lesen Sie unter §3 der Verordnung.

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Für bestimmte Bereiche besteht die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Diese ist vor allem in geschlossenen Räumen wichtig und in Situationen, in denen Sie den Mindestabstand zu anderen Menschen schwer einhalten können.

Für Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr, an Bahnhöfen, in Haltestellenbereichen, an Flughäfen und auf Fähren und Fährterminals, sowie beim Besuch von Einzelhandelsgeschäften ist es Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Darüber hinaus muss in Gaststätten, beim Frisörbesuch oder auch beim Aufsuchen von ärztlichen Praxen ein Mund-Nase-Schutz getragen werden. Die vollständige Auflistung aller Bereiche, für die eine Pflicht besteht, finden Sie in der Infektionsschutzverordnung unter §4.

Wenn Sie sich nicht an die Pflicht halten, müssen Sie mit einem Bußgeld von 50 bis 500 Euro rechnen.

Mund-Nase-Bedeckungen, auch Alltagsmasken genannt, können selbst hergestellt oder gekauft werden. Sollten Sie über keine verfügen, dürfen Sie auch einen Schal oder ein Tuch verwenden. Kinder bis einschließlich dem sechsten Lebensjahr, sowie Menschen, die aufgrund einer Behinderung wie Gehörlosigkeit oder einer gesundheitlichen Beeinträchtigung keine Maske tragen können, sind von der Pflicht ausgenommen.

Informationen zur Handhabung und Reinigung sowie die Unterscheidung zwischen Alltagsmasken und medizinischen Masken finden Sie auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

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Grundsätzlich können Sie das – solange die Sportart kontaktfrei erfolgt und der Mindestabstand eingehalten werden kann. Der jeweilige Anbieter muss ein Schutz- und Hygienekonzept vorlegen, wobei auch die pro Person erforderliche Mindestfläche in Quadratmetern festzulegen ist und ist bei Indoor-Sport dazu verpflichtet eine Anwesenheitsliste zu führen für den Fall, dass es eine Infektion gibt. Wenn Sie sich im Sportstudio aufhalten, müssen Sie eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, nur bei der Sportausübung selbst müssen Sie das nicht.

Mit der Infektionsschutzverordnung vom 21. Juli 2020 sind Sportarten, für die der Kontakt zwingend erforderlich sind, unter Auflagen wieder zulässig.

Im Bereich Mannschafts- und Gruppensport können feste Trainingsgruppen von bis zu 30 Personen einschließlich der Trainingsleitung wieder trainieren.

Im Bereich Kampfsport kann in festen Trainingsgruppen von bis zu vier Personen zuzüglich der Trainingsleitung trainiert werden. Hier richtet sich die Zahl der insgesamt zulässigen Trainingsgruppen auf der Sportanlage nach der Größe der genutzten Sportanlage.

Auch feste Tanzpaare und andere Sportpaare können wieder trainieren.

Zudem darf im Bereich Kanusport, Segelbootfahren und Rudern wieder trainiert werden. Drachenboote sind davon ausgenommen.

Eine Anwesenheitsdokumentation ist bei Kontaktsportarten immer zu führen – auch auf Sportanlagen im Freien. Es gelten weiterhin die allgemeinen Regeln der Infektionsschutzverordnung. Die Verantwortlichen müssen die Teilnehmenden vor Trainingsbeginn auf die jeweiligen Schutz- und Hygienekonzepte hinweisen und auch dafür Sorge tragen, dass sie umgesetzt werden.

Zur Unterstützung gemeinnütziger Sportvereine in Berlin wird ein Rettungsschirm Sport aufgespannt, der organisatorisch über den Landessportbund Berlin umgesetzt wird. Anträge finden Sie online beim Landessportbund. Dieses Angebot gilt bis zum 28.02.2021. Finanziell unterstützt werden nur Sportvereine, deren Schaden nachweislich durch die Corona-Pandemie entstanden ist. Der Senat stellt dafür 8 Millionen Euro bereit.

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In kontaktfreien Sportarten ist der Wettkampf erlaubt, soweit er im Rahmen eines Nutzungs- und Hygienekonzeptes des jeweiligen Sportfachverbandes stattfindet. Ab dem 21. August 2020 gilt Gleiches auch für den Wettkampfbetrieb der übrigen Sportarten.

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Der Wettkampfbetrieb ist ab dem 21. August 2020 erlaubt. Für deren überregionalen Ligenbetrieb wird der Wettkampfbetrieb ab dem 15. August 2020 zugelassen.

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Ab dem 21. August können Sie wieder ins Stadion gehen. Bei Sportveranstaltungen gelten sowohl die festgeschriebenen Personenobergrenzen, wie für andere Veranstaltungen auch. Die Veranstalter müssen ein Schutz- und Hygienekonzept erarbeiten und vorlegen können. Außerdem muss, wie bei anderen Veranstaltungen, die Anwesenheit dokumentiert werden.

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Ja, solange ein individuelles Abstands- und Hygienekonzept von Seiten des Veranstalters vorliegt, aus dem hervorgeht, wie die Teilnehmenden vor einer Infektion geschützt werden, ist das Tanzen im Freien erlaubt. In geschlossenen Räumen dürfen weiterhin keine Tanzveranstaltungen stattfinden. Verantwortlich für die Erstellung und Umsetzung der Schutz-Konzepte sind die jeweiligen Veranstalter. Soweit geschlossene Räume – auch wenn dort nicht getanzt werden darf – mit zur Veranstaltung gehören, muss eine Anwesenheitsdokumentation erfolgen. Außerdem muss die Personenobergrenze für Veranstaltungen im Freien eingehalten werden.

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Der Senat wird bei den städtischen Wohnungsbaugesellschaften und bei der berlinovo dafür Sorge tragen, dass diese bis auf Weiteres bei Mietrückständen individuelle und kulante Lösungen vereinbaren, keine Kündigungen wegen Zahlungsrückständen aussprechen und auch keine Räumungen bewohnter Wohnungen durchführen. Gleiches gilt für Gewerberäume. Der Senat appelliert an die privaten Berliner Vermieterinnen und Vermieter, in gleicher Weise zu verfahren.

Der Senat wird darüber hinaus alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Durchsetzung von Räumungstiteln für Wohnraum bis auf Weiteres auszusetzen und außerdem darauf hinwirken, dass die Versorgungsunternehmen für die Dauer der Corona-Krise auf Strom- und Gassperren verzichten.

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Der Berliner Senat trägt Sorge dafür, dass Sie vor Ansteckungen mit dem Coronavirus geschützt werden und ein Zuhause haben können. Deshalb hat der Senat im Rahmen seiner gesamtstädtischen Verantwortung im März 2020 beschlossen, für die Dauer der Pandemie Ganztagsangebote für wohnungslose Menschen zu schaffen. Mehrere hundert Ganztagsplätze im 24-Stunden-Betrieb sind entstanden, inklusive medizinischer und psychologischer Betreuung von erfahrenen Soziarbeitenden, sowie mit einer Drogenberatung.

Diese Unterkünfte stehen dafür zur Verfügung:

  • Die bisherige Kältehilfeeinrichtung in der Storkower Straße 133a, 10407 Berlin (Prenzlauer Berg) mit ca. 100 Plätzen
  • Wohnheim Lehrter 24/7, Lehrter Straße 68, 10555 Berlin, mit ca. 110 Plätzen; inklusive Frauen- und rollstuhlgerechten Plätzen (von der Berliner Stadtmission betrieben)

Die Berliner Stadtmission hat in der Lehrter Straße 68 auch eine Quarantäne-Station für wohnungslose Menschen eingerichtet. Auch andere Hilfeorganisationen machen dringend benötigte Hilfsangebote für obdachlose Menschen. Zudem organisieren Nachbarschaftsgruppen in ihren Kiezen schnelle Hilfe, zum Beispiel Gabenzäune, an denen Tüten mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneartikeln zum Mitnehmen hängen.

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich an einen der vielen sozialen Einrichtungen in dieser Stadt, die sich um die Betreuung und Versorgung obdachloser Menschen kümmern. Eine aktuelle Liste von weiterhin geöffneten Einrichtungen für Notübernachtungen und die aktuellen Stellen für Essenausgaben finden Sie hier: https://www.kaeltehilfe-berlin.de

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Arbeit und Unternehmen

Mit der Infektionsschutzverordnung wird nur noch festgehalten, welche Gewerbe nicht öffnen dürfen. Allerdings gilt für eine Vielzahl von Gewerbe-Arten, dass die Verantwortlichen ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellen müssen. Dafür müssen die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sowie die Vorgaben der jeweiligen Arbeitsschutzbehörden berücksichtigt werden.

Für den Einzelhandel gibt es zudem eine Quadratmeter-Regelung für die Verkaufsfläche. Der Zutritt ist also begrenzt, damit auch nach Betreten der Mindestabstand, soweit es geht, eingehalten werden kann. Der Richtwert lautet: Nur eine Person je 10 m² Geschäftsraum. Das bezieht sich sowohl auf die Kundschaft als auch auf die Beschäftigten. Bei Geschäften, die kleiner sind, gilt entsprechend, dass nur eine Person das Geschäft zum Einkaufen betreten darf. Wenn Sie einkaufen gehen, müssen Sie eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Geschlossen bleiben müssen weiter Indoor-Clubs, sexuelle Dienstleistungen mit Körperkontakt dürfen nicht angeboten werden.

Trockensaunen dürfen wieder öffnen, aber Aufgüsse dürfen nicht gemacht werden. Weitere Saunen, Dampfbäder und ähnliche Einrichtungen dürfen nicht öffnen.

In öffentlich geförderten Theatern dürfen bis Ende Juli keine Veranstaltungen stattfinden.

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Der Berliner Senat hat einen Schutzschirm für die Berliner Wirtschaft und ihre Arbeitsplätze gespannt. Maßnahmen sind:

  • Schadensersatz
    Bei Tätigkeitsverboten sowie bei Fällen von Quarantäne werden für Verdienstausfälle Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz gezahlt.
  • Steuererleichterungen
    Die Finanzämter handhaben Absenkungen der Steuervorauszahlungen kulant und unbürokratisch. So wird betroffenen Unternehmen sofort Liquidität kostenfrei zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden bei Liquiditätsengpässen Steuerforderungen auf Antrag, ggf. sogar zinslos, gestundet.
  • Expressbürgschaften
    Der Bürgschaftshöchstbetrag der Bürgschaftsbank wurde auf 2,5 Millionen Euro verdoppelt. Innerhalb von drei Tagen kann die Bürgschaftsbank Entscheidungen über Bürgschaften bis zu 250.000 Euro eigenständig treffen. Auch bei Betriebsmittelkrediten kann der Bürgschaftsrahmen von 80 % ausgeschöpft werden. Im Rahmen des Großbürgschaftsprogramms können Betriebsmittelfinanzierungen und Investitionen ab einem Bürgschaftsbedarf von 50 Millionen Euro und mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 % vom Bund abgesichert werden.
  • Liquiditätshilfen
    Mit dem Liquiditätsfonds besitzt Berlin ein etabliertes Instrument, um kleine und mittlere Unternehmen zu unterstützen, die aufgrund von Forderungsausfällen oder vorübergehenden Umsatzeinbrüchen eine kurzfristige Liquiditätshilfe in Form von zinslosen Darlehen.
  • Zuschüsse
    Für den Berliner Mittelstand, also für Unternehmen mit mehr als 10 bis 100 Beschäftigten, die keinen Zugang zu Krediten der KfW oder anderen Bundesprogrammen haben, hat der Berliner Senat das Programm Soforthilfe V aufgesetzt. Seit 18. Mai 2020 können in diesem Rahmen Zuschüsse bei der Investitionsbank Berlin beantragt werden.

Der Bund hat zudem umfassende Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen aktiviert, unter anderem zur Beantragung von Kurzarbeit.

Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat Informationen für Kunst- und Kulturschaffende sowie für die Kreativwirtschaft zusammengestellt.

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Der Berliner Senat beabsichtigt, die Soforthilfen zur Abmilderung der negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie weiter fortzuführen und auszuweiten. Zu Beginn der Pandemie standen in einer ersten Phase schnelle und unbürokratische Hilfen für die Berliner Wirtschaft im Fokus, mehrere Soforthilfen für Unternehmen und Selbstständige wurden in diesem Zuge initiiert und ausgeschüttet. Rund 360.000 Arbeitsplätze konnten dadurch gesichert werden. In der zweiten Phase werden die Hilfen auf die spezifischen Bedarfe der Berliner Wirtschaft zugeschnitten, um sie für die Zeit nach der Corona-Krise fit zu machen. Das Gesamtvolumen der Programme umfasst insgesamt rund 1,8 Milliarden Euro.

Das Land Berlin will daher die vom Bund beschlossenen Soforthilfen zielgerichtet ergänzen, um der Wirtschaftslage in der Hauptstadt Rechnung zu tragen. Der Bund hat die Soforthilfen zeitlich für die Monate Juni, Juli, August geöffnet und strukturell für mittelständische Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitenden geöffnet.

Für die Umsetzung der Hilfen hat der Senat mehrere Programme und Maßnahmen beschlossen, zu denen unter anderem im Bereich Wirtschaftsförderung eine Digitalprämie für den Berliner Mittelstand, eine neue Hilfe für Start-ups, Stipendienprogramme im Bereich Kunst und Kultur gehören sowie die Weiterführung und Ausweitung der Soforthilfe IV für Medien- und Kulturunternehmen, die ab September die Bedarfslücke schließen soll.

Derzeit aktiv ist die Soforthilfe V. Mittelständische Unternehmen können weiterhin in diesem Programm Zuschüsse online bei der IBB beantragen, sollten sie keinen Zugang zu Krediten der KfW oder anderen Bundesprogrammen haben.

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Umfassende Informationen zur Beantragung von Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) finden Sie auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit.

Informationen zur Entgeltfortzahlung und zum Kurzarbeitergeld finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

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Wegbrechende Aufträge oder behördliche Betriebsschließungen sowie die daraus folgenden Liquiditätsprobleme sind grundsätzlich kein Grund für die Kündigung eines Berufsausbildungsverhältnisses. Das ergibt sich rechtlich aus den „Hauptleistungspflichten“ im Berufsausbildungsverhältnis. Ausbildende müssen dafür sorgen, dass den Auszubildenden die berufliche Handlungsfähigkeit im Ausbildungsberuf vermittelt wird (§ 14 Absatz 1 Nr. 1 BBiG).

Erst wenn aufgrund der wirtschaftlichen Schwierigkeiten kein Ausbildungspersonal mehr vorhanden ist, die berufliche Handlungsfähigkeit deshalb gar nicht mehr vermittelt werden kann oder wenn der Betrieb endgültig schließt oder wenn Auszubildenden die Vergütung nicht mehr gezahlt werden kann, haben beide Seiten rechtlich einen sogenannten wichtigen Grund zur fristlosen Kündigung des Berufsausbildungsverhältnisses (§ 22 Absatz 2 Nr. 1 BBiG).

Auszubildende dürfen auch nicht pauschal in „Zwangsurlaub” geschickt werden. Urlaub muss beantragt werden und darf in der Regel nicht gegen den Willen des Auszubildenden einfach angeordnet werden. Ähnlich ist das beim Abbau von Überstunden. Der Auszubildende selbst oder auch der Betriebsrat können eine Vereinbarung mit der Unternehmensleitung treffen. Hier zählt der Einzelfall. Betriebsurlaub kann ein Unternehmen im Rahmen seines Direktionsrechts grundsätzlich anordnen. Allerdings nicht nur für Auszubildende, sondern es muss eine generelle Regelung geben.

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Gibt es einen begründeten Verdacht, dass eine beschäftige Person mit dem Coronavirus infiziert sein könnte, sollte unverzüglich und unabhängig von Symptomen das jeweilige Gesundheitsamt kontaktiert werden. Die betreffende Person wird möglicherweise in Quarantäne geschickt.

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Nach dem Infektionsschutzgesetz haben Angestellte einen Anspruch auf Entschädigung in voller Lohnhöhe bis zur Dauer von sechs Wochen. Arbeitgeber*innen erhalten diese Leistungen auf Antrag von der Senatsverwaltung für Finanzen erstattet, sofern die Quarantäne bzw. das Tätigkeitsverbot von einem Berliner Gesundheitsamt angeordnet wurde. Geht die Quarantäne über sechs Wochen hinaus, müssen Angestellte weitere Entschädigungsleistungen bei der Senatsverwaltung für Finanzen beantragen.

Auch Selbständigen steht eine Entschädigung zu. Sie richtet sich nach dem Verdienstausfall pro Monat nach einem Zwölftel des Arbeitseinkommens (§15 SGB IV).

Auch hier ist entscheidend, dass vom Berliner Gesundheitsamt eine Untersagung der Berufsausübung ausgesprochen wurde.

Der Entschädigungsantrag kann online auf dem Service-Portal Berlin abgerufen und eingereicht werden. Arbeitgeber*innen erhalten den Digitalen Antrag hier und Selbstständige hier.

Die Senatsverwaltung für Finanzen informiert über wichtige Voraussetzungen sowie Anträge auf Schadensersatz.

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Einen gesetzlichen Anspruch darauf gibt es nicht. Es können jedoch Vereinbarungen dazu in Betriebsvereinbarungen oder Tarifverträgen enthalten sein. In jedem Fall lohnt es sich, mit dem Betrieb das Gespräch zu suchen.

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Arbeitgeber*innen haben für Fürsorgepflichten gegenüber ihren Beschäftigten wahrzunehmen. Das gilt gegenüber Erkrankten wie gegenüber der restlichen Belegschaft. Wenn eine beschäftige Person vorsorglich nach Hause schickt wird, hat die Person Anspruch auf Fortzahlung der Vergütung. Im konkreten Krankheitsfall greift die Entgeltfortzahlung für sechs Wochen.

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Bildung und Wissenschaft

Nach den Sommerferien sollen, soweit es das Infektionsgeschehen hinsichtlich des Coronavirus zulässt, alle Berliner Schulen das neue Schuljahr ab 10. August 2020 wieder im Regelbetrieb starten. Auch die außerunterrichtliche und die ergänzende Förderung und Betreuung soll wieder in vollem Umfang stattfinden.

Außerdem gibt es in diesen Sommerferien das Angebot einer Sommerschule. Das Angebot ist freiwillig und richtet sich an diejenigen, die während der Corona-Pandemie einen Lernnachteil hatten. Schüler*innen aus den Jahrgangsstufen 1,2,7,8 und 9 können daher in der Sommerschule in kleinen Lerngruppen die Lücken in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik schließen. Die Materialien werden gestellt.

Klassenfahrten dürfen nach den Sommerferien innerhalb Deutschlands und auch im Ausland wieder gebucht und durchgeführt werden. Davon ausgenommen sind Fahrten in vom Robert-Koch-Institut oder Auswärtigen Amt ausgewiesene Risikogebiete. Die ergänzende Betreuung wird auch wieder angeboten.

Zudem können Einschulungsfeiern stattfinden, es gelten die Regeln für Veranstaltungen nach der Infektionsschutzverordnung.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie informiert zu weiteren Eckpunkten zum Thema Schulöffnung.

Außerdem hat die Senatsbildungsverwaltung eine Hotline eingerichtet, an die Sie sich wenden können, wenn Ihre Fragen zur Sommerschule haben. Diese erreichen Sie unter der Woche von 9 Uhr bis 12 Uhr unter 030-902299-220 oder 030-902299-228.

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Ja, das können Sie grundsätzlich. Die Berliner Kitas sollten bis zum 22. Juni wieder in den Regelbetrieb zurückgekehrt sein. Sollten Sie Fragen haben, informieren Sie sich bitte bei Ihrer Kitaleitung über die Ausgestaltung der Betreuung.

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Für das kommende Semester ist eine Mischung aus digitalem Lehr- und Präsenzlehrbetrieb vorgesehen, soweit es die Infektionslage zulässt. Der Umfang der Präsenzlehre wird an den Hochschulen und je nach Fach unterschiedlich sein. Die Hochschulen werden ihre Mitglieder frühzeitig darüber informieren. Die Vorlesungszeit wird für die laufenden Semester wie gehabt Anfang Oktober beginnen. Die Erstsemester starten erst am 2. November 2020.

Die staatlichen, privaten und konfessionellen Hochschulen in Berlin führen ihren Lehrbetrieb bis einschließlich 30. September 2020 in der Regel mit Online-Formaten durch. Präsenzprüfungen und Praxisformate, die Zugang vor Ort benötigen, können mit der Maßgabe, dass die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, durchgeführt werden. Die Hochschulen dürfen den Forschungs- und Verwaltungsbetrieb im Rahmen des Haus- und Direktionsrechts gestatten. Die wissenschaftlichen Bibliotheken dürfen öffnen, auch hier informieren die Hochschulen über die jeweiligen Zugangsmöglichkeiten.

Mensen an den Hochschulen können öffnen, um Speisen und Getränke zur Abholung anzubieten. Auch hier müssen Hygiene- und Abstandsregeln eingehalten werden. Das Studierendenwerk Berlin bereitet auf dieser Grundlage schrittweise den Probebetrieb mit einem Bestellsystem für insgesamt fünf seiner Einrichtungen vor. Welche der 55 Einrichtungen des Studierendenwerks Berlin ein Abholangebot organisieren, gibt das Studierendenwerk auf seiner Website bekannt.

Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen dürfen ihren Betrieb unter Berücksichtigung der Hygieneregeln fortsetzen.

Aktuelle Informationen zu Corona-Maßnahmen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen finden Sie auch auf der Sonderseite der Senatskanzlei – Wissenschaft und Forschung.

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Asyl

Ja, es ist weiterhin möglich, Asylanträge zu stellen. Allerdings werden die Asylanträge, die über sogenannte Formularanträge bislang persönlich eingereicht wurden, derzeit vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Regelfall nur noch schriftlich entgegengenommen.

Zunächst müssen Sie sich jedoch im Ankunftszentrum in Berlin registrieren lassen. Dort erfolgt auch die medizinische Erstuntersuchung. Gegebenenfalls werden Sie dann auf das Coronavirus getestet.

Alle Unterlagen für einen Asylantrag werden Ihnen ebenfalls im Ankunftszentrum ausgehändigt. Ihr ausgefüllter Antrag wird mit einer Kopie Ihres Ankunftsnachweises an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geschickt, hier geprüft und weiterbearbeitet. Den Bescheid erhalten Sie per Post.

Weiteres finden Sie unter:
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Sie werden dann vom Gesundheitsamt in der Erstaufnahmeeinrichtung unter Quarantäne gestellt. Die Quarantäne wird immer ausgesprochen, wenn man selbst an dem Virus erkrankt ist oder enge Kontaktperson eines Infizierten ist. Dann darf man seine Unterkunft oder Wohnung für 14 Tage nicht verlassen und keinen direkten Kontakt zu anderen Menschen außerhalb der Unterkunft oder Wohnung haben. Bei Verstößen gegen die Quarantäneauflagen drohen Strafen.

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten informiert in mehreren Sprachen mit Infoblättern, Podcasts und einem eigenständigen FAQ Thema Infektionsschutz in Unterkünften.

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Es erfolgen keine Abschiebungen wegen einer Infizierung mit dem Corona-Virus. Angesichts der Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen, der Grenzöffnungen und der Wiederaufnahme des Flugverkehrs werden seit 30.05. Abschiebungen von vollziehbar Ausreisepflichtigen wieder in Staaten durchgeführt, die im Vergleich zur Bundesrepublik deutlich weniger von der Corona-Pandemie betroffen sind und entsprechende Maßnahmen ermöglichen. Seit dem 15.06. werden mögliche Abschiebungen grundsätzlich wieder durchgeführt. Eine Infektion mit dem Corona-Virus ist aber kein Grund für eine Abschiebung.

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Der pandemiebeding unterbrochene Präsenzunterricht zu Integrations- und Sprachkursen kann weitergehführt werden. Fehlzeiten oder Sanktionen entstehen durch die Unterbrechung für Sie nicht.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge empfiehlt eine Reihe kostenloser Online-Sprachkurse, an denen Sie außerdem teilnehmen können.

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Verkehr, Reisen, Mobilität

Sie sind dazu verpflichtet, auch im öffentlichen Nahverkehr in Berlin eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Es wird punktuelle Kontrollen geben, die mit gängigen Ticketkontrollen vergleichbar sind. Sie sind nach der Infektionsschutzverordnung auch im ÖNVP dazu verpflichtet, eine Maske zu tragen. Wenn Sie dagegen verstoßen, müssen Sie mit einem Bußgeld zwischen 50 und 500 Euro rechnen. Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zu sechs Jahren, Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Bedeckung tragen können oder gehörlose und schwerhörige Menschen und ihre Begleitung.

Den vollständigen Paragraphen zur Mund-Nase-Bedeckung finden Sie in der Verordnung unter §4.

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Das hängt in Deutschland wie im Ausland von der Infektionslage ab. Sie sollten sich vorab über die Bestimmungen in den Bundesländern informieren, in das Sie reisen wollen. Außerdem finden Sie in den Verordnungen und Allgemeinverfügungen Informationen zu den Verhaltensregeln in den einzelnen Bundesländern.

Sollten Sie eine private Auslandsreise planen, beachten Sie bitte die bestehende Reisewarnung der Bundesregierung für nicht notwendige, touristische Reisen, die für Staaten außerhalb der EU bis Ende August verlängert wurde. Seit 15. Juni gibt es in der Regel für die EU-Mitgliedstaaten sowie für Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein nur noch Reisehinweise. Sie sollten sich vorab informieren, welche Einreiseregelungen und welche Maßnahmen in Ihrem Gastland hinsichtlich der Eindämmung von COVID-19 gelten. Mehr Informationen dazu erhalten Sie beim Auswärtigen Amt.

Außerdem können Sie sich auf der EU-Website Re-open EU über die Einreise-Regelungen der EU-Mitgliedstaaten informieren.

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Die Bundesregierung prüft fortlaufend, welche Staaten als Risikogebiete einzustufen sind, also wo die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus hoch ist. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die aktuelle Liste der Risikogebiete veröffentlicht. Dazu gehören nach derzeitigem Stand – neben vielen anderen Ländern – die USA, die Türkei und Ägypten. Sollten Sie aus einem Risikogebiet direkt oder über ein Nicht-Risikogebiet oder ein anderes Bundesland in Deutschland nach Berlin einreisen, müssen Sie mit eine 14-tägigen Quarantäne rechnen. Das gilt auch für Risikogebiete in Deutschland.

Falls Sie sich über die aktuellen Fallzahlen informieren möchten, zeigt das RKI in einem interaktiven Dashboard, wie sich das Infektionsgeschehen in den jeweiligen Bundesländern darstellt.

Über die weltweite Verbreitung des Coronavirus informiert die WHO sowie die Johns Hopkins University, beide ebenso mit einem interaktiven Angebot.

Über die Fallzahlen in Europa informiert das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) mit einer Liste.

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Wenn Sie aus dem Ausland auf dem Luftweg, Landweg oder mit dem Schiff aus einem Risikogebiet nach Berlin einreisen, sind Sie dazu verpflichtet, sich unmittelbar nach ihrer Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder Unterkunft zu begeben. Sie sind dazu verpflichtet, 14 Tage nach ihrer Rückkehr in häuslicher Quarantäne zu bleiben. Das gilt auch, wenn Sie aus einem Nicht-Risikogebiet einreisen, sich aber in den vergangenen 14 Tagen in einem ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben. Die Quarantänepflicht gilt außerdem, wenn Sie zuerst in ein anderes Bundesland der Bundesrepublik Deutschland eingereist sind, aber vorher in einem Risikogebiet waren. Sie können sich zudem an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld, sowie am Zentralen Omnibusbahnhof testen lassen. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen Sie sich in Quarantäne begeben.

Mit Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb von Deutschland gemeint, für den oder für die zum Zeitpunkt der Einreise ein erhöhtes Risiko für eine Corona-Infektion besteht. Die Einstufung erfolgt durch die Bundesregierung, namentlich durch das Bundesgesundheitsministerium, das Auswärtige Amt sowie das Bundesinnenministerium, und wird durch das Robert-Koch-Institut veröffentlicht.

In der Regel besteht keine Quarantänepflicht für Einreisende aus einem EU-Mitgliedstaat oder aus dem Schengenraum. Sie gilt auch nicht für Personen, die aus Staaten einreisen, bei denen das Robert-Koch-Institut festgestellt hat, dass aufgrund des Infektionsgeschehens im Land die Ansteckungsgefahr für den Einzelnen gering erscheinen lässt und die somit nicht als Risikogebiet eingestuft sind.

Die Einreisenden, für die die Quarantäne-Regelung gilt, müssen sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden. Sollten sie zudem Symptome haben, die für eine Erkrankung mit dem Coronavirus sprechen, müssen sie auch diesen Verdacht mitteilen. Ihnen ist auch nicht gestattet, Besuch von Menschen zu empfangen, die nicht selbst auch in der Wohnung leben.

Durchreisende müssen nicht in Quarantäne, wenn sie Berlin unverzüglich und auf direktem Wege wieder verlassen.

Einreisende haben auch die Möglichkeit, beim Gesundheitsamt eine Befreiung von der Quarantänepflicht zu beantragen. Wer sich vor Einreise in einem EU-Mitgliedstaat oder einem sonstigen vom RKI ausgewiesenen Staat auf Corona testen lässt und ein negatives Testergebnis vorweisen kann, wird auch von der Quarantänepflicht ausgenommen; der Test darf jedoch nicht länger als 48 Stunden her sein. Auch nachträglich kann man sich testen lassen und bei negativem Ergebnis die Quarantäne beenden.

Die genauen Ausnahmeregelungen lesen Sie in der Verordnung im Teil 3 (Quarantänemaßnahmen) unter §9.

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Ja. Die Quarantänepflicht gilt jetzt auch für Menschen, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in einer innerdeutschen Risikoregion aufgehalten haben. Sie müssen sich auf direktem Wege in die Unterkunft begeben und sich 14 Tage dort aufhalten. Das gilt, wie für Einreisende aus dem Ausland, auch, wenn diejenige Person über ein anderes Bundesland nach Berlin einreist. Diejenige Person muss auf schnellstem Wege das Gesundheitsamt kontaktieren und falls Symptome vorliegen, dem Gesundheitsamt auch die Symptomatik mitteilen.

Davon ausgenommen sind beispielsweise Durchreisende und Personen, die ein aktuelles negatives Laborergebnis vorweisen können, das bestätigt, dass keine Corona-Infektion vorliegt.

Die Einstufung von Risikoregionen innerhalb Deutschlands erfolgt durch die Senatsgesundheitsverwaltung im Einvernehmen mit der Senatskanzlei. Als Risikoregion im Sinne des § 9a SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung gilt: Landkreis Dingolfing-Landau.

Sie sollen zudem die Möglichkeit bekommen, sich in spezialisierten medizinischen Praxen auf das Corona-Virus testen zu lassen.

Die Quarantänebestimmungen für Risikogebiete im Inland finden Sie in der Infektionsschutzverordnung unter §9a.

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Die derzeit geltende Reisewarnung hat die Bundesregierung für Nicht-EU-Länder bis Ende August verlängert. Für die EU-Mitgliedstaaten sowie für die Schweiz, Norwegen, Großbritannien und Liechtenstein gibt es in der Regel seit dem 15. Juni nur noch Reisehinweise. Bitte informieren Sie sich, falls Sie eine Auslandsreise planen, vorab über die Einreiseregelungen Ihres Gastlandes. In Spanien zum Beispiel gilt auch über den 15. Juni hinaus noch ein Einreiseverbot.

Mehr Informationen dazu erhalten Sie beim Auswärtigen Amt.

Auf der Website Re-Open EU finden Sie landesspezifische Informationen der einzelnen EU-Mitgliedstaaten.

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Informieren Sie sich regelmäßig bei Ihrer Botschaft. Wenn Sie mit einem Schengen-Visum oder ohne Visum eingereist sind, finden Sie auf der Website des Landesamts für Einwanderung weitere Informationen.

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Eigenverantwortung, Gesundheit, Hygiene

Der Senat hat die „Berliner Teststrategie“ auf COVID-19 beschlossen, mit der berlinweit in einem abgestimmten Vorgehen Personen mit erhöhtem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes und Personen mit erhöhtem Risiko der Verbreitung frühzeitig identifiziert werden sollen. Im Fokus stehen dabei Einrichtungen des Gesundheitswesens, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten sowie Tests an Orten mit erhöhtem Verbreitungsrisiko, wie etwa in der Gastronomie oder in Justizvollzugsanstalten. Ein von der Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit Vivantes Netzwerk für Gesundheit erarbeitetes Konzept bildete die Grundlage der Berliner Teststrategie, deren Ziel die Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit und des öffentlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in Berlin ist.

Als Auftakt ist die Berliner Teststrategie in den Bildungseinrichtungen gestartet, die sich aus zwei Bausteinen zusammensetzt:

  • Seit Anfang Juni können sich Beschäftigte aus zunächst 48 ausgewählten Bildungseinrichtungen (ohne Symptome) nach vorheriger Terminvereinbarung an der Charité testen lassen.
  • Seit Ende Juni können sich symptomfreie Beschäftigte aller Kita-Betriebe nach vorheriger Terminvereinbarung testen lassen.
  • Zeitgleich ist die einjährige Berliner Corona Schulstudie (BECOSS) gestartet. Hierfür sind mobile Teams der Charité an 24 zufällig ausgewählte Grund- und Oberschulen gefahren und haben Testungen vor Ort durchgeführt.

Ziel dieses schrittweisen Vorgehens ist es, die Berliner Bildungseinrichtungen bei der graduellen Rückkehr zum Normalbetrieb wissenschaftlich zu begleiten und eventuelle Risiken zu identifizieren. Somit wird eine Datengrundlage geschaffen, die zur epidemiologischen Beurteilung der aktuellen Situation und für die weitere Planung herangezogen werden kann.

Neben dem Bereich der Bildungseinrichtungen werden derzeit auch Testungsmöglichkeiten für Pflegeeinrichtungen, Kliniken, die Gastronomie, Verkehrsbetriebe, Kultureinrichtungen und weitere Einrichtungen, z.B. den Berliner Flughäfen, vorbereitet. Die Charité verantwortet die Konzeption der Teststrategie, die Umsetzung der Testungen geschieht gemeinsam mit den Senatsverwaltungen und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst. Die Teststrategie wird in einer Steuerungsgruppe koordiniert und ihre Umsetzung in verschiedenen Arbeitsgruppen unter Beteiligung von Senatsverwaltungen, Expertinnen und Experten der Charité und Vivantes, Amtsärzten, Gesundheitsämtern sowie weiterer Akteure erarbeitet.

Weitere Informationen zur Berliner Teststrategie finden Sie auf den Seiten der Charité Berlin

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Um die Lage der Pandemie für Berlin genau zu beurteilen und etwaigen Handlungsbedarf abzuleiten, hat der Senat ein Ampelsystem entwickelt. Um die Auswirkungen der beschlossenen Lockerungen beurteilen zu können, wurden Indikatoren vereinbart, die einerseits die Übertragungsdynamik und andererseits die Belastung des Gesundheitssystems im Blick haben. Dafür wird sowohl die Reproduktionszahl, die Zahl der Neuinfektionen sowie die Auslastung der Intensivstationsbetten betrachtet. Zusammen geben die drei Indikatoren ein aussagekräftiges Bild über die epidemiologische Lage.

Der Senat wird in einem schrittweisen Verfahren in mehreren Phasen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus wieder lockern, soweit das Infektionsgeschehen und Auslastung der Krankenhäuser dies zulassen.

  • Indikator Reproduktionszahl:
    Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt. Ein Wert über 1 führt zu einer Infektionsdynamik. Liegt der Wert mindestens an drei Tagen in Folge über 1,1, springt die Ampel auf Gelb. Liegt die Reproduktionszahl mindestens an drei Tagen in Folge bei mindestens 1,2, ist die Stufe Rot erreicht.
  • Indikator Zahl der Neuinfektionen pro Woche:
    Die Zahl von Neuinfektionen hat der Senat wie folgt eingestuft: Die Stufe Rot ist erreicht, wenn sich 30 Personen je 100.000 Einwohner*innen pro Woche neu infiziert haben. Die gelbe Stufe ist erreicht, wenn sich 20 Personen je 100.000 Einwohner*innen pro Woche neu infiziert haben. Die grüne Stufe liegt darunter.
  • Indikator Auslastung der Intensivstationsbetten:
    Wenn der Anteil der für COVID-19-Patient*innen benötigten Plätze auf Intensivstationen mehr als 15% beträgt, wird die Ampel auf Gelb gestellt. Bei einer Auslastung von mehr als 25% der vorhandenen Kapazitäten gilt Rot. Die grüne Stufe liegt unter 15%.
  • Bedeutung Ampelphasen „Gelb“ und „Rot“:
    Wenn zwei der drei o.g. Indikatoren gelb sind, besteht Erörterungsbedarf im Senat und die Vorbereitung möglicher Maßnahmen ist erforderlich. Sind zwei von drei der oben genannten Indikatoren rot, erfordert dies die Umsetzung von Maßnahmen bzw. die Rücknahme von Lockerungen.
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Die Senatsgesundheitsverwaltung empfiehlt Ihnen in der jetzigen Lage und nach Anpassung der Kriterien durch das Robert-Koch-Institut (RKI), die Abklärung durchführen zu lassen, wenn Sie auch nur leichte Symptome wie z.B. Husten oder Halsschmerzen haben, ist ein Test sinnvoll. Außerdem wird ein Abgleich empfohlen, wenn

  • … Sie Kontakt zu einem Erkrankten bis zwei Wochen vor Erkrankungsbeginn hatten, bei dem ein Labor eine COVID-19-Diagnose gestellt hat und jegliche mit COVID-19 vereinbare Symptome vorliegen, oder
  • … bei einer Atemwegserkrankung jeder Schwere und/oder beim Verlust von Geschmacks-bzw. Geruchssinn oder
  • … wenn in der Einrichtung, in der Sie leben oder arbeiten, gehäuft Atemwegsinfektionen auftreten und Sie an einer viralen Atemwegsinfektion erkrankt sind (z.B. in einer Pflegeeinrichtung oder einem Krankenhaus).

Schon bevor Ihr Testergebnis vorliegt, sollten Sie sich selbst isolieren, d.h. zuhause bleiben, alle engen Kontakte unter zwei Metern meiden, die Regeln der Handhygiene einhalten und bei Kontakt zu anderen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Diejenigen, auf die diese Kriterien zutrifft, sollten sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden, damit eine Abklärung vorgenommen wird. Der Amtsarzt/die Amtsärztin entscheidet nach den genannten Kriterien des Robert-Koch-Instituts und der individuellen Situation des Patienten/der Patientin über das weitere Vorgehen und darüber, ob man zu Hause in Isolation bleibt oder stationär behandelt werden muss. Sollte ein Test gemacht werden und sie auf das Ergebnis warten, isolieren Sie sich bitte zu Hause selbst – zunächst für 14 Tage und befolgen Sie die Hygieneregeln.

Bei denjenigen, die akute Symptome haben und/oder bei denen klinische Hinweise auf eine virologische Atemwegserkrankung vorliegen, die aber selbst keinen Kontakt zu einen bestätigten Corona-Fall hatten, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der Arzt das weitere Verfahren.

Sollte die behandelnde Ärztin/der behandelnde Arzt entscheiden, dass ein Test gemacht werden muss, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Test. Menschen ohne deutsche Krankenversicherung müssten eine Kostenübernahme direkt mit ihrer ausländischen Versicherung klären.

Alle Kontaktaufnahmen sollten zuerst telefonisch stattfinden. Der direkte Kontakt zu anderen Personen sollte vermieden werden.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat eine Hotline eingerichtet, bei der Sie sich telefonisch unter 030/90282828 melden können. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Nummer 116117 telefonisch zu melden.

Berliner Senat hat zudem eine aktualisierte Teststrategie beschlossen. Berlinweit sollen Teststellen in einem abgestimmten Vorgehen Personen mit erhöhtem Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes und Personen mit erhöhtem Risiko der Verbreitung frühzeitig identifizieren. Im Fokus stehen dabei Einrichtungen des Gesundheitswesens, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindergärten, sowie Tests an Orten mit erhöhtem Verbreitungsrisiko, wie etwa in der Gastronomie oder in Justizvollzugsanstalten.

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Wenn Sie Symptome zeigen oder vermuten, dass Sie mit dem Coronavirus infiziert sein könnten, sollten Sie sich an der Verfahrensweise orientieren, die in der vorangegangenen Frage und Antwort „Wer sollte sich testen lassen, ob eine Infizierung mit dem Coronavirus vorliegt?“ dargestellt ist. Über das weitere Vorgehen entscheidet dann das zuständige Gesundheitsamt oder Ihre Ärztin/Ihr Arzt. Falls ein Test durchgeführt werden soll, kann es – je nach Schweregrad ihrer Atemwegserkrankung – sein, dass Sie zu einer der speziellen Corona-Untersuchungsstellen geschickt werden. Gegebenenfalls werden Sie aber auch anders getestet.

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Halten Sie sich an die allgemeinen Hygienehinweise, die beispielsweise auch bei Grippeviren gelten:

  • regelmäßiges und gründliches Händewaschen über eine Mindestdauer von 20 Sekunden
  • nicht in die Hand niesen, sondern in die Armbeuge
  • sich so wenig wie möglich mit den Händen ins Gesicht fassen
  • Händeschütteln vermeiden
  • Abstand zu Erkrankten halten
  • häufiges Lüften der Innenräume

Halten Sie sich außerdem an die Kontaktbeschränkung und versuchen Sie, einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten.

Sollten Sie einkaufen gehen oder den ÖPNV nutzen, müssen Sie eine sogenannte Mund-Nase-Bedeckung tragen. Für den Besuch anderer Angebote in Gebäuden, ist es dringend empfohlen, einen solchen Schutz zu tragen.

Sollten Sie wegen Corona oder als Verdachtsfall in häuslicher Quarantäne in Ihrem privaten Haushalt leben, dann beachten Sie bitte die besonderen Regeln zur sicheren Abfallentsorgung des Bundesumweltministeriums.

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Es gibt derzeit noch keine Impfung gegen das Coronavirus. Die bisherigen Erkenntnisse über das Coronavirus zeigen, dass besonders über 60-jährige Menschen und chronisch Kranke gefährdet sind. Zu den häufigsten bakteriellen Erregern, die Infektionen der Lunge auslösen können, gehören Pneumokokken und Bordetella pertussis (Letztere führen zu Keuchhusten).

Die Senatsgesundheitsverwaltung empfiehlt allen Menschen, die zu der vulnerablen Gruppe gehören, die entsprechenden Impfungen durchzuführen. Eine bereits mit einem Krankheitserreger befallene Lunge kann auch noch von einem zweiten (oder dritten) Erreger – z. B. dem Coronavirus – angegriffen werden oder umgekehrt. Dabei würde es sich um eine Komplikation handeln, die die Behandlung sehr erschweren und den Patienten/die Patientin besonders gefährden würde.

Um diese Komplikation zu vermeiden, sollten sich Menschen ab 60 Jahren und Menschen mit Vorerkrankungen gegen Pneumokokken und Keuchhusten impfen lassen.

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Das Coronavirus – auch SARS-CoV-2 genannt – löst die als Covid-19 bezeichnete Krankheit aus und kann auf Tiere wie Menschen übertragen werden. Das Virus kann Krankheitssymptome unterschiedlichen Schweregrads auslösen: von Halsschmerzen über einer leichten Erkältung bis hin zu schweren Atemwegserkrankungen. Nicht jede Person, die sich mit dem Virus infiziert hat, verspürt Krankheitssymptome. Über die Symptomatik ist sich die Wissenschaft nicht einig. Nach Angaben des Robert Koch Instituts (RKI) treten im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion häufig auf: Fieber, Husten, Atemwegsprobleme, Geruch- und Geschmackstörungen; weniger häufig Schnupfen und noch seltener Durchfall.

Die Charité Berlin hat eine browserbasierte Corona-App entwickelt, mit der Sie noch vor Anruf bei der dazugehörigen Untersuchungsstelle herausfinden können, ob Ihre Symptomatik für eine Corona-Infizierung spricht oder nicht.

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