Corona-Prävention in Berlin – Fragen und Antworten

Wir informieren fortlaufend über den Umgang mit dem Coronavirus.

Stand: 15. Januar 2022

Neue Regeln für Quarantäne und Isolation

Die am 7. Januar 2022 beschlossene Neuregelung zur Isolation von an Covid-19 Erkrankten und Quarantäne von Kontaktpersonen wurde durch Bundestag und Bundesrat bestätigt. Die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit, Pflege und Gleichstellung hat sich mit den Gesundheitsämtern der Berliner Bezirke abgestimmt und darauf verständigt, dass der Beschluss zu Quarantäne und Isolation ab sofort berlinweit gilt.

Impfen

Zugangsregeln und Nachweise

Wer gehört zu den Geimpften und Genesenen?

Als geimpft gilt nur, wer vollständig geimpft ist. Das heißt hinsichtlich der meisten zugelassenen Impfstoffe, dass man zweifach gegen das Corona-Virus geimpft ist. Die Impfungen müssen mit einem Nachweis belegbar sein. Nach der letzten Impfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein.

Als genesen gilt, wer eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden hat, die Infektion aber mehr als 28 Tage und nicht länger als sechs Monate zurückliegt.

Wer bereits mit dem Coronavirus infiziert war, diese Infektion aber länger als sechs Monate zurückliegt, benötigt derzeit lediglich eine einzelne Impfdosis, um den Immunschutz wieder zu erhöhen und als vollständig immunisiert zu gelten. Nach der erfolgten Impfung müssen zudem 14 Tage vergangen sein.

Mögliche Erleichterungen und Ausnahmen für Geimpfte und Genesene gelten nicht, wenn eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt oder Symptome vorhanden sind, die für eine Infektion sprechen.

Mehr zum Thema Impfen finden Sie auf unserer Themenseite.

Wer gilt als geboostert?

Als geboostert gelten derzeit Personen, die vollständig geimpft sind und bereits eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. Es gibt keine Wartezeit nach der Impfung, der Status gilt sofort nach der Verabreichung der Impfdosis. Auch die Booster-Impfung muss entsprechend mit dem digitalen Impfzertifikat oder gelben Impfpass in Kombination mit einem Lichtbildausweis nachgewiesen werden.

Was bedeutet die erweiterte 2G-Regel?

2G steht für geimpft und genesen. Gilt für Bereiche die 2G-Regel, so haben nur geimpfte und genesene Personen Zutritt zu dem jeweiligen Ort. Überall da, wo die 2G-Regel gilt, kommt in den meisten Fällen die Maskenpflicht hinzu (erweiterte 2G-Regelung). Wenn die Maskenpflicht nicht praktikabel ist, kommt stattdessen die Testpflicht hinzu oder die Vorgabe, den Mindestabstand einzuhalten. Verantwortliche können in diesem Fall in der Regel entscheiden, welche Alternativregelung eingesetzt wird.

Was bedeutet die 2G Plus-Regel?

Die 2G Plus-Regel bedeutet, dass zuzüglich zur erweiterten 2G-Bedingung eine Testnachweispflicht für bestimmte Bereiche des öffentlichen Lebens hinzukommt. Für geboosterte Personen entfällt die Testpflicht. Das betrifft zum Beispiel den Besuch im Restaurant oder die Teilnahme bei einer Veranstaltung mit mehr als zehn Personen. Die Maskenpflicht gilt in der Regel weiterhin.

Weitere Informationen zu den 2G-Bedingungen finden Sie unter §9 und §9a der Vierten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung .

In welchen Bereichen gilt die erweiterte 2G-Regel?

Die erweiterte 2G-Regel greift an einer Vielzahl von öffentlichen Stätten. Sie ist für folgende Veranstaltungen, Einrichtungen und Dienstleistungen verpflichtend:

  • Veranstaltungen im Freien mit mehr als 1000 Personen, wobei in diesem Fall weitere Auflagen wie eine FFP2-Maskenpflicht außer am Sitzplatz und das Abstandsgebot gelten. Das 2G-Plus-Modell ist möglich. In diesem Fall können die Teilnehmer:innen den Mindestabstand zueinander unterschreiten.
  • Körpernahe Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege (etwa Friseure und Kosmetikstudios)
  • Geschäfte des Einzelhandels inklusive Kaufhäuser und Shopping-Malls. Supermärkte, Tankstellen, Drogerien und ähnliche Stellen der Grundversorgung sind ausgenommen.
  • Museen, Galerien und Gedenkstätten, sofern Innenräume betroffen sind
  • Hotels und weitere Übernachtungsangebote
  • Stadtrundfahrten, Stadtführungen und ähnliche touristische Angebote, sofern Innenräume betroffen sind
  • Gedecke Sportanlagen inklusive Fitnessstudios und Hallenbäder
  • Saunen, Thermen und ähnliche Einrichtungen
  • Spielhallen, Vergnügungsparks und ähnliche Einrichtungen
  • Fahrschulen und ähnliche Einrichtungen
  • Bibliotheken und Archive, wenn geschlossene Räume betroffen sind
  • Sexuelle Dienstleistungen, wobei in diesem Fall weitere Hygienevorgaben wie etwa eine Maskenpflicht mit FFP2-Maske oder Testpflicht gelten

In anderen Bereichen, etwa der Außengastronomie, ist das 2G-Modell optional. Verantwortliche können hier entscheiden, ob sie das Modell anwenden möchten.

Für welche Bereiche welche Zugangsbedingungen aktuell gelten, finden Sie in der Auslegungshilfe.

In welchen Bereichen gilt die 2G Plus-Regel?

2G Plus mit Test oder Booster gilt in folgenden Bereichen:

  • Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als zehn Personen, wobei Kinder unter 14 Jahren in diesem Fall nicht mitgezählt werden
  • Kinos, Theater, Konzertsäle und ähnliche kulturelle Einrichtungen, sofern Innenräume betroffen sind
  • Restaurants und weitere gastronomische Betriebe, sofern Innenräume betroffen sind

Für welche Bereiche welche Zugangsbedingungen aktuell gelten, finden Sie in der Auslegungshilfe.

Welche Bereiche sind von den 2G-Regeln ausgenommen?

Die Stellen der Grundversorgung sind von der Pflicht zum 2G-Modell ausgenommen. Dazu zählen:

  • Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke, Tabakprodukte, Schreibwaren, Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und Tierbedarf
  • Apotheken
  • Einrichtungen zum Erwerb von Sanitätsbedarf sowie Hör- und Sehhilfen
  • Drogerien und Reformhäuser
  • Tankstellen
  • Babyfachmärkte
  • Bau- und Gartenmärkte sowie Blumengeschäfte und gewerblicher Handwerkerbedarf
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Wochenmärkte
  • Fahrrad- und Kfz-Werkstätten

Für welche Bereiche welche Zugangsbedingungen aktuell gelten, finden Sie in der Auslegungshilfe.

Welche Personengruppen sind von den 2G-Regeln ausgenommen?

Kinder unter 18 Jahren dürfen an 2G-Veranstaltungen teilnehmen und 2G-Einrichtungen betreten, wenn sie negativ getestet sind. Da Schüler:innen im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden, reicht für diese die Vorlage des Schülerausweises aus. Das gilt nicht während der Schulferien. In dieser Zeit muss ein aktuelles negatives Testergebnis vorliegen. Kinder unter 6 Jahren benötigen keinen Test.

Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können und das zum Beispiel durch ein Attest oder einen Mutterpass nachweisen können, dürfen an 2G-Veranstaltungen teilnehmen. Sie müssen allerdings einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen können.

Was bedeutet 3G?

3G steht für getestet, geimpft oder genesen. Der Zutritt zu Bereichen, in welchen die 3G-Regel gilt, ist nur vollständig geimpften, genesenen oder aktuell negativ getesteten Personen gestattet, die entsprechende Nachweise vorlegen. Da Schüler:innen im Rahmen ihres Schulbesuchs regelmäßig getestet werden, müssen sie lediglich ihren Schülerausweis vorlegen. Das gilt nicht während der Schulferien. In dieser Zeit müssen auch Schüler:innen ein aktuelles negatives Testergebnis vorlegen. Kinder unter sechs Jahren benötigen keinen Nachweis.

In welchen Bereichen gilt die 3G-Regel?

Bundesweit besteht eine Verpflichtung zum 3G-Modell am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, inklusive der Bahnsteige und Fährterminals. Dazu zählen auch inländische Flugreisen. Der Besuch von Dienstgebäuden und Gerichten des Landes Berlin ist ebenfalls nur unter 3G-Bedingungen möglich. Dies gilt beispielsweise für den Besuch von Bürgerämtern. Weiterhin ist die 3G-Regel bei Veranstaltungen, Ausflugsfahrten, Stadtrundfahrten und ähnlichen Angeboten im Freien verpflichtend, wenn Verantwortliche nicht auf das 2G-Modell zurückgreifen. Beim Sport im Freien gilt eine 3G-Pflicht, wenn Sportler:innen den Mindestabstand zueinander nicht einhalten können und verschiedenen Haushalten angehören.

Wie weise ich nach, dass ich vollständig geimpft oder genesen bin?

Das digitale EU-Impfzertifikat ist der einfachste Weg, eine vollständige Impfung nachzuweisen und überprüfen zu lassen. Dabei handelt es sich um einen QR-Code, welcher von Ihrem Impfzentrum oder Impfarzt ausgestellt wurde. Der QR-Code kann über verschiedene Apps – etwa die Corona-Warn-App oder die CovPass-App – eingelesen und im Smartphone gespeichert werden. Wer bei der Impfung keinen Impfnachweis bekommen hat, kann diesen in der Apotheke erstellen lassen. Hierzu müssen Personalausweis und der gelbe Impfpass vorgelegt werden. Die Website www.mein-apothekenmanager.de listet die Apotheken in Berlin auf, die digitale Impfnachweise generieren. Alternativ kann auch der gelbe Impfpass in Kombination mit einem Ausweisdokument vorgezeigt werden.

Wer außerhalb der EU geimpft wurde, kann entsprechende Nachweise vorlegen. Diese werden jedoch nur anerkannt, wenn der Impfstoff von der EU als wirksam gelistet wird. Auch hier ist die Erstellung eines digitalen Zertifikats möglich.

Als Genesenennachweis dient ein positiver PCR-Test, welcher mindestens 28 Tage und höchstens sechs Monate alt ist. Geimpfte Genesene erhalten ihren digitalen Impfnachweis ebenfalls in den genannten Apotheken.

Mehr zum Thema Impfen finden Sie auf unserer Themenseite.

Wie weise ich nach, dass ich eine Booster-Impfung bekommen habe?

Wenn Sie eine Auffrischungsimpfung (Booster) bekommen, wird auch diese in Ihrem Impfausweis oder durch eine von der Impf-Ärztin ausgestellte Ersatzbescheinigung dokumentiert. Wird Ihnen nicht direkt ein QR-Code für den digitalen Nachweis mitgegeben, können Sie diesen in verschiedenen Apotheken erstellen lassen. Dafür brauchen Sie den Impfausweis und Ihren Lichtbildausweis. Die Website www.mein-apothekenmanager.de listet die Apotheken in Berlin auf, die digitale Impfnachweise generieren. Alternativ können Sie auch Ihren Impfausweis mit sich führen. Für die Kontrolle vor Ort gilt: Der Nachweis plus Lichtbildausweis muss vorgezeigt werden.

Wie bekomme ich einen digitalen Impfnachweis?

Der europaweit gültige Impfnachweis kann in Deutschland über verschiedene Apps eingelesen werden: die Corona-Warn-App sowie die speziell als Corona-Impfpass entwickelte CovPass-App. Auch die Luca-App bietet eine entsprechende Funktion an.

Zur Erstellung Ihres digitalen Impfnachweises benötigen Sie einen QR-Code, welcher von ihrer gewählten App einmalig eingelesen wird. Sie erhalten den Code auf folgenden Wegen:

  • Wenn Sie Ihren Impftermin in einem Berliner Impfzentrum über Ihr Doctolib-Konto gebucht haben, erhalten Sie nach der zweiten Impfung das Zertifikat als Ausdruck in ihrem Impfzentrum und zusätzlich wird es in ihr Doctolib-Konto eingespielt.
  • Sie können sich auch an die Arztpraxis wenden, in der Sie geimpft wurden.
  • Zudem können Sie in zahlreichen Berliner Apotheken einen digitalen Impfnachweis bekommen, wenn Sie ihre analogen Unterlagen vorlegen (gelber Impfpass oder seperate Impfbescheinigung) und sich zudem ausweisen können. Auch genesene Geimpfte können sich in den Apotheken ein digitales Zertifikat ausstellen lassen. Die Ausstellung ist kostenlos.
    Die Website www.mein-apothekenmanager.de listet die Apotheken in Berlin auf, die digitale Impfnachweise generieren.

Muss ich einen digitalen Impfnachweis erstellen?

Bei Veranstaltungen und Angeboten, bei denen die 2G-Regel oder die 2G Plus-Regel gilt, ist ein digital verifizierbarer Nachweis zusammen mit dem Lichtbildausweis für den Zugang aufgrund der einfacheren Verifizierungsmöglichkeiten zu empfehlen. Wenn Sie keine App verwenden möchten oder können, können Sie auch den ausgedruckten QR-Code oder den gelben Impfpass als Nachweis vorzeigen.

Kontakte, Personenobergrenzen und Freizeit

Gibt es Kontaktbeschränkungen bei privaten Treffen?

Ja. Für ungeimpfte Personen gilt, dass sich Angehörige eines Haushalts derzeit nur mit bis zu zwei Personen eines weiteren Haushalts treffen dürfen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Treffen sich hingegen ausschließlich geimpfte und genesene Personen, können bis zu 10 Personen unabhängig ihrer Zugehörigkeit zu einem Haushalt zusammenkommen. Teilnehmende Kinder unter 14 Jahren müssen in diesem Fall nicht geimpft oder genesen sein, werden aber mitgezählt.

Was muss ich bei Veranstaltungen beachten?

Folgende Regeln gelten bei öffentlichen Veranstaltungen:

  • In geschlossenen Räumen ist die 2G Plus-Regel verpflichtend, wenn mehr als 10 Personen teilnehmen (Kinder unter 14 werden in diesem spezifischen Fall nicht mitgezählt)
  • Im Freien gilt die Pflicht zum 3G-Modell ab 10 Teilnehmenden, das 2G-Modell ist optional möglich. Nehmen mehr als 1000 Personen teil, besteht die Pflicht zum erweiterten 2G-Modell mit zusätzlicher FFP2-Maskenpflicht und Abstandsgebot.
  • Veranstalter:innen müssen ein Hygienekonzept erstellen und eine Anwesenheitsdokumentation führen.
  • Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen im Freien und mehr als 200 Personen in geschlossenen Räumen sind verboten, sofern keine weiteren Schutzmaßnahmen wie Luftfilteranlagen, und eine FFP2-Maskenpflicht vorhanden sind.
  • Teilnehmer:innen müssen eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Die Maske kann am Sitzplatz abgenommen werden.

Private Veranstaltungen und Treffen unterliegen den allgemeinen Kontaktbeschränkungen.

Welche Personenobergrenzen und weiteren Regelungen gelten bei privaten Veranstaltungen?

Für private Veranstaltungen und Zusammenkünfte gelten Obergrenzen für die Anzahl an Personen, die zeitgleich anwesend sein dürfen. Im Rahmen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen gilt: Ungeimpfte dürfen sich mit Personen aus ihrem eigenen Haushalt und maximal zwei weiteren Menschen aus einem anderen Haushalt treffen. Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Bei privaten Treffen und Veranstaltungen, an welchen ausschließlich Geimpfte, Genesene und Kinder unter 14 Jahren teilnehmen, sind bis zu 10 Teilnehmer:innen erlaubt.

Sofern private Veranstaltungen gewerbliche durchgeführt werden, gelten die Regelungen für öffentliche Veranstaltungen.

Was gilt bei einer Hochzeit?

Feierlichkeiten anlässlich einer Hochzeit sind private Veranstaltungen, deswegen gelten hier die Regeln für private Veranstaltungen. Das heißt, dass in den privaten Räumen bis zu zehn Personen gleichzeitig zusammenkommen können, wenn alle geimpft oder genesen sind. Kinder unter 14 Jahren können teilnehmen, auch wenn sie weder geimpft noch genesen sind. Wenn die Feierlichkeit gewerblich organisiert ist, gelten die allgemeinen Regeln für Veranstaltungen. Diese unterscheiden sich je nach Größe der Veranstaltung.

Wichtig zu beachten ist, dass sich die Regelung nicht auf den eigentlichen Akt der Trauung im Standesamt bezieht, sondern nur auf den privaten Bereich. Es bleibt der Entscheidung des jeweiligen Standesamtes vorbehalten, gesundheitliche Vorsorge für ihre Standesbeamt:innen zu treffen und Einschränkungen für das Trauzimmer vorzunehmen.

Welche Personenobergrenzen und weiteren Regelungen gelten bei Versammlungen?

Versammlungen, also Demonstrationen oder Kundgebungen, dürfen ohne eingeschränkte Zahl an Teilnehmenden stattfinden. Bei Versammlungen in geschlossenen Räumen wie im Freien ist eine medizinische Gesichtsmaske verpflichtend. Teilnehmende an Autokorsos sind von der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske nur befreit, wenn sie sich alleine oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts im Fahrzeug befinden. Fahrer:innen müssen keine Maske tragen.

An Versammlungen in geschlossenen Räumen dürfen nur Personen teilnehmen, die über ein aktuelles negatives Corona-Testergebnis oder einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung oder Genesung verfügen.

Die jeweiligen Versammlungsleitungen tragen darüber hinaus die Verantwortung dafür, dass der Mindestabstand sichergestellt wird und die Hygieneregeln eingehalten werden und müssen dies in einem Schutz- und Hygienekonzept darlegen können. Dokumentiert werden müssen die Anwesenden auf Demonstrationen nicht.

Versammlungen in geschlossenen Räumen können unter 2G-Bedingungen durchgeführt werden. In diesem Fall darf der Mindestabstand unterschritten werden.

Dürfen Clubs für Partys öffnen?

Nein. Tanzveranstaltungen sind derzeit sowohl in Innenräumen als auch im Freien nicht gestattet.

Was gilt beim Besuch im Kino?

Filmvorführungen in geschlossenen Räumen können in Berlin nur unter 2G Plus stattfinden. Das bedeutet für alle Besucher:innen, dass sie geimpft oder genesen sein und einen entsprechenden Nachweis mit sich führen müssen. Bei Personen ohne Auffrischungsimpfung muss ein zusätzlicher aktueller Testnachweis mitgeführt werden. Mit Booster kann darauf verzichtet werden.

Kinder unter 18 Jahren dürfen auch ohne 2G-Nachweis teilnehmen, wenn sie negativ getestet sind. Da Schüler:innen im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden, reicht für diese die Vorlage des Schülerausweises aus. Das gilt nicht während der Schulferien. In dieser Zeit muss ein aktuelles negatives Testergebnis vorliegen. Kinder unter 6 Jahren benötigen keinen Test.

Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können und das zum Beispiel durch ein Attest oder einen Mutterpass nachweisen können, dürfen ebenso an der Filmvorführung teilnehmen. Sie müssen allerdings einen aktuellen negativen PCR-Test vorlegen können.

Darüber hinaus müssen Besucher:innen eine FFP2-Maske tragen und müssen diese auch am festen Sitzplatz bei der Filmvorstellung auflassen. Kinder unter 6 Jahren müssen keine Maske tragen. Kinder unter 14 Jahren müssen nur eine medizinische Gesichtsmaske tragen.

Können Zoo, Tierpark oder auch der Botanische Garten besucht werden?

Der Zoologische Garten und der Tierpark in Berlin-Friedrichsfelde sowie das Aquarium dürfen unter Auflagen für den Publikumsverkehr öffnen. Gleiches gilt für den Botanischen Garten. Wenn geschlossene Räume betroffen sind, ist die erweiterte 2G-Regel verpflichtend.

Kann ich Museen, Galerien und Gedenkstätten aufsuchen?

Ja. Museen, Gedenkstätten und ähnliche Kultureinrichtungen in öffentlicher und privater Trägerschaft dürfen für den Publikumsverkehr geöffnet werden. In geschlossenen Räumen gilt die erweiterte 2G-Regel mit Maskenpflicht.

Was gilt beim Sport im Freien?

Beim Sport im Freien ist das 3G-Modell verpflichtend, wenn der Mindestabstand unterschritten wird. Sofern nur Personen aus einem Haushalt gemeinsam Sport treiben, entfällt die 3G-Pflicht.

Was gilt bei Sport in geschlossenen Räumen?

Sport in geschlossenen Räumen oder gedeckten Sportanlagen, wie etwa im Fitnessstudio oder beim Vereinssport in der Sporthalle, darf unter der erweiterten 2G-Regelung nach Wahl des Betreibers mit Testpflicht oder Einhaltung des Mindestabstands stattfinden. Weiterhin gilt die Maskenpflicht, wobei die Maske während der Sportausübung abgenommen werden kann. 2G-Plus gilt nicht für diesen Bereich.

Die Veranstalter:innen müssen dafür Sorge tragen, dass die von den Senatsverwaltungen für Sport und für Wirtschaft festgelegten Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingehalten werden, welche mindestens Vorgaben zu Personenobergrenzen, Testpflichten, Terminbuchungspflichten und zur Belüftung der Räume enthält. Zudem müssen sie beim Indoor-Sport eine Anwesenheitsdokumentation erstellen.

Sind Schwimmbäder geöffnet?

Die Schwimmbäder dürfen öffnen. In Hallenbädern ist die erweiterte 2G-Regelung verpflichtend. Bei den Berliner Bäderbetrieben gilt Maskenpflicht außerhalb beim Duschen und im Schwimmbecken sowie die Einhaltung des Mindestabstands. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite der Berliner Bäderbetriebe.

Darf ich in die Sauna oder ins Dampfbad?

Saunen und Thermen dürfen öffnen. Als Besucher:in müssen Sie vollständig geimpft oder genesen sein. Auch Dampfbäder dürfen nur unter 2G-Bedingungen öffnen. Besucher:innen müssen eine medizinische Gesichtsmaske tragen, die sie zum Schwimmen und Saunieren ablegen können.

Was muss ich bei meinem Besuch in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen beachten?

Bewohner:innen von Pflegeinrichtungen dürfen ohne Einschränkung der Personenanzahl besucht werden. Besucher:innen jedoch keine Atemwegsinfektionen vorweisen. Zudem müssen alle Besucher:innen einen aktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Dies gilt auch für Besuchende, die geimpft oder genesen sind. Während des Aufenthalts muss eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil getragen werden. Im Zimmer kann die Maske abgenommen werden, sofern alle Anwesenden geimpft oder genesen sind.

Sollte ein Corona-Fall in einem Pflegeheim auftreten, kann es zur Einschränkung der Besuchsrechte kommen. Keine Einschränkungen gibt es beispielsweise für den Besuch schwerstkranker und sterbender Menschen.

Weitere Informationen zu den Besuchsregelungen finden Sie in der Pflegemaßnahmen-Covid-19-Verordnung.

Besucher:innen in Krankenhäusern müssen eine FFP2-Maske tragen. Zudem müssen sie negativ getestet sein und einen entsprechenden Nachweis vorlegen, auch wenn sie geimpft oder genesen sind. Ausnahmen gelten für Begleitpersonen minderjähriger Patient:innen sowie für den Besuch von schwerstkranken oder sterbenden Menschen.

Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske gilt auch für Patient:innen, wenn sie sich außerhalb des Zimmers befinden oder Besuch empfangen.

In Arztpraxen müssen Patient:innen ebenso eine FFP2-Maske tragen.

Gibt es eine Pflicht zur Dokumentation von Anwesenden?

Ja. So müssen unter anderem Verantwortliche in Dienstleistungsbetrieben oder von Veranstaltungen die Anwesenheit der Kund:innen bzw. Teilnehmenden dokumentieren.

Die Anwesenheitsdokumentation kann unter Nutzung digitaler Anwendungen wie der Luca-App erfolgen, sofern Besucher:innen und Kund:innen auch weiterhin eine analoge Alternative geboten wird.

Durch die Dokumentation können im Fall einer Infektion mögliche Infektionsketten zurückverfolgt und die betroffenen Menschen schnell kontaktiert werden. Durch die Dokumentation müssen folgende Informationen rückverfolgbar sein: vollständige Namen, Telefonnummer, Bezirk oder Gemeinde des Wohnortes oder des Ortes des ständigen Aufenthalts (verzichtbar bei digitalen Anwendungen), Anschrift und E-Mail-Adresse, sofern vorhanden, und die Anwesenheitszeit, ggf. die Tischnummer aller Besucher:innen. Die Datenerfassung muss nicht vor Ort stattfinden, sondern kann bereits durch den Vorverkauf personalisierter Tickets erfolgen. Außer bei digitalen Anwendungen muss zudem das nachgewiesene negative Testergebnis oder das Vorliegen des Impf- oder Genesenennachweis dokumentiert werden, wenn das die Zugangsvoraussetzung ist. Die Angaben müssen wahrheitsgemäß sein, sollte das nicht der Fall sein, kann ein Bußgeld erhoben werden. Der Person kann außerdem der Zutritt verwehrt werden. Die Anwesenheitsdokumentation muss zwei Wochen aufbewahrt werden, wenn dafür keine digitale Anwendung genutzt wird.

Die Bestimmungen für die Anwesenheitsdokumentation lesen Sie unter §4 der Vierten Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Schulen und Kitas

Hochschulen

Schnell- und Selbsttests

Was ist der Unterschied zwischen PCR-, Antigen-Schnell- und Selbsttests?

  • Ein PCR-Test sucht im Testmaterial (tiefer Nase-Rachen-Abstrich) nach dem Erbgut des Coronavirus. Er gilt als Goldstandard bei der Diagnose auf SARS-CoV-2. Die Analyse ist technisch und zeitlich aufwändig und kann nur in einem entsprechend dafür ausgestatteten Labor erfolgen. Der Abstrich muss durch geschultes medizinisches Personal erfolgen.
  • Ein Antigen-Schnelltest sucht im Testmaterial (tiefer Nase-Rachen-Abstrich) im Gegensatz zum PCR-Test nicht nach Viruserbgut, sondern nach Molekülen, die für das Coronavirus charakteristisch sind. Der Abstrich kann durch Personen erfolgen, die in der Abstrichentnahme geschult sind. Es muss sich hier nicht zwangsläufig um medizinisches Personal handeln. Das Testergebnis liegt in der Regel nach 15 bis 20 Minuten vor.
  • Ein Selbsttest funktioniert wie ein Antigen-Schnelltest, die Abstrichentnahme kann hier jedoch jede Person nach Herstellerangaben bei sich selbst durchführen, wobei ein tiefer Nase-Rachen-Abstrich meist nicht erforderlich ist. Das Testergebnis liegt in der Regel nach 15 bis 20 Minuten vor.
Weiterhin sind folgende Punkte zu beachten:
  • Ein positiver Schnelltest oder Selbsttest muss immer durch einen PCR-Test bestätigt oder widerlegt werden.
  • Schnelltests und Selbsttests erfassen vor allem dann Virusmaterial und zeigen ein positives Ergebnis, wenn die Viruslast im Mund- oder Nasenbereich schon ausreichend groß ist.
  • Jeder Test stellt nur eine Momentaufnahme zum Testzeitpunkt dar und kann keine Vorhersage über den Infektionsstatus in den kommenden Tagen oder Stunden treffen.

Für was benötige ich einen Schnelltest oder einen Selbsttest?

Schnell- und Selbsttest dienen dem persönlichen Schutz, dem der Familie und des eigenen Umfeldes.

Darüber hinaus ist ein aktuelles negatives Testergebnis für die Teilnahme an verschiedenen Anlässen notwendig. Dies gilt in den 3G-Bereichen für Personen, die weder geimpft noch genesen sind. Auch vollständig immunisierte Personen müssen in einigen Fällen einen aktuellen negativen Corona-Test nachweisen (erweiterte 2G-Regel und 2G Plus-Regel). Sollten Sie als Selbstständige:r im Rahmen Ihrer Arbeitstätigkeit regelmäßig körperlichen Kontakt zu Kund:innen oder sonstigen Personen haben, sind Sie verpflichtet, an jedem Arbeitstag einen Schnelltest machen zu lassen. Diese Pflicht gilt auch, wenn Sie geimpft oder genesen sind.

An Schulen, in Kitas und in Pflegeheimen wird gesondert getestet.

Wer hat Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest?

Laut Corona-Testverordnung des Bundes haben grundsätzlich alle asymptomatischen Personen in Deutschland im Rahmen der Bürgertestung Anspruch auf mindestens einen kostenlosen PoC-Antigentest pro Woche. Eine Liste zertifizierter Anbieter:innen finden Sie auf direkttesten.berlin.

Wer hat Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test?

PCR-Tests sind in der Regel kostenpflichtig. Ausnahmen greifen insbesondere in folgenden Fällen:

  • Kontaktpersonen von Covid-19-Infizierten haben in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test. Selbiges gilt für Personen, bei welchen ein Schnelltest positiv ausfällt, wenn das zuständige Gesundheitsamt einen ÖGD-Schein ausstellt.
  • Empfänger:innen von Transferleistungen (zum Beispiel Berlinpass-Inhaber:innen, Bezieher:innen von Arbeitslosengeld II oder Wohngeld) haben Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test, wenn sie sich aus medizinischen Gründen nicht gegen das Coronavirus impfen lassen können und an einer 2G-Veranstaltung teilnehmen möchten. Den Test erhalten genannte Personen bei den landeseigenen Teststellen, wenn sie entsprechende Nachweise vorlegen.
  • Personen, die eine rote Warnung in der Corona-Warn-App erhalten haben, können sich in den landeseigenen Teststellen per PCR testen lassen.

Hier finden Sie eine Übersicht über anspruchsberechtigte Personen und erforderliche Nachweise.

Kann ich mich auch in einer Apotheke testen lassen?

Apotheken haben die Möglichkeit, Schnelltests durchzuführen, eine Verpflichtung besteht jedoch nicht. Ob und wann die Ihnen bekannten Apotheken Schnelltests anbieten, können Sie nur durch die Mitarbeiter:innen der jeweiligen Apotheke selbst in Erfahrung bringen.

Wie sicher sind Selbst- und Schnelltests?

Schnelltests zur Selbstanwendung sowie solche, die durch geschultes Personal vorgenommen werden, sind sicher, soweit die Anwendung entsprechend den Herstellerangaben erfolgt. Diese Tests werden nur in Verkehr gebracht, wenn sie die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte gestellten Anforderungen erfüllen und hier gelistet werden.

Selbst- und Schnelltests können ein Virus in der Phase, in der die zu testende Person besonders ansteckend ist, mit hoher Wahrscheinlichkeit erkennen. Jedoch schließt ein negatives Ergebnis eine Infektion nicht unbedingt aus, insbesondere dann nicht, wenn eine niedrige Viruslast vorliegt oder der notwendige Abstrich nicht korrekt durchgeführt wurde. Auch falsch-positive Ergebnisse können vorkommen.

Was mache ich, wenn der Schnell- oder Selbsttest positiv ausfällt?

Sollte der Schnell- oder Selbsttest positiv ausfallen, muss dieses Ergebnis durch einen PCR-Test überprüft werden. Ein zusätzlicher Schnelltest ist hierfür nicht geeignet. Es muss ein PCR-Test entweder durch zum Beispiel Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt oder durch medizinisch qualifizierte Mitarbeitende in einer Teststelle durchgeführt werden. Zu beachten ist, dass sich jede Person selbst isolieren muss, die ein positives Testergebnis durch einen Schnell- oder Selbsttestergebnis erhält.

Bei einem positiven Selbsttest, welcher nicht unter Aufsicht durchgeführt wurde, gilt ebenfalls die Pflicht, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen.

Homeoffice und 3G am Arbeitsplatz

Ist mein Arbeitgeber dazu verpflichtet, mir Homeoffice anzubieten?

Ja, derzeit wieder Homeoffice-Pflicht für Arbeitgeber:innen nach §28b des Infektionsschutzgesetzes. Das heißt, dass Arbeitgeber:innen ihren Beschäftigten im Fall von Büroarbeit oder ähnlichen Tätigkeiten mobiles Arbeiten oder Homeoffice ermöglichen muss, wenn dem keine betrieblichen Belange entgegenstehen.

Weitere Informationen zum Arbeitsschutz finden Sie auf der Website der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und auf der Website des Bundesarbeitsministeriums.

Muss ich im Homeoffice arbeiten, auch wenn ich das nicht möchte?

Grundsätzlich sind Sie dazu verpflichtet, das Homeoffice-Angebot Ihres Arbeitgebers anzunehmen. Dem können Gründe entgegenstehen, wie zum Beispiel eine unzureichende technische Ausstattung in der eigenen Wohnung. In diesen Fällen müssen Sie nicht im Homeoffice arbeiten.

Weitere Informationen zum Arbeitsschutz finden Sie auf der Website der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und auf der Website des Bundesarbeitsministeriums.

Welche Nachweise muss ich vorlegen, um zur Arbeit gehen zu dürfen?

Es gilt die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz. Das heißt, Sie dürfen als Beschäftigte:r nur zum Arbeitsplatz kommen, wenn Sie nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder tagesaktuell getestet sind. Selbsttests sind nur zulässig, wenn diese vor Ort unter Aufsicht der kontrollierenden Person durchgeführt werden. Schnelltests dürfen nicht älter als 24 Stunden sein, PCR-Tests sind für 48 Stunden gültig. Die Arbeitgeber: innen müssen die 3G-Nachweise kontrollieren und dokumentieren. Für Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und ähnlichen Betrieben gelten abweichende Regelungen. Diese Bestimmung geht zurück auf §28b des Infektionsschutzgesetzes des Bundes.

Ausführliche Informationen zu den Regelungen zum Arbeitsschutz finden Sie auf der Website der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales und auf der Website des Bundesarbeitsministeriums.

Gewerbe: Einkaufen, Dienstleistungen und Testpflicht

Brauche ich zum Shoppen einen 2G-Nachweis?

Ja, für Ihren Einkauf im Einzelhandel müssen Sie einen Genesenen- oder Impfnachweis mit sich führen. Dieser sollte digital verifizierbar sein. Wenn Sie kein Smartphone besitzen, auf dem Sie den Nachweis mit Hilfe einer App (Corona-Warn-App, CovPass- oder Luca-App) ausspielen können, können Sie auch den entsprechenden QR-Code oder den gelben Impfpass vorlegen. Neben dem 2G-Nachweis müssen Sie auch einen Lichtbildausweis vorzeigen.

In Geschäften des täglichen Bedarfs wie Supermärkte oder Apotheken ist kein Nachweis erforderlich.

Mehr Informationen dazu, welche Gewerbe unter welchen Voraussetzungen öffnen dürfen, finden Sie in der Auslegungshilfe.

Was muss ich beim Besuch in einem Restaurant, einem Café oder in einer Bar beachten?

Restaurants, Cafés und andere Gaststätten dürfen unter Einhaltung strenger Hygienevorgaben öffnen. Für die Innengastronomie gilt 2G Plus. Das heißt, dass zusätzlich zum Impf- und Genesenenstatus und der Maskenpflicht außerhalb des Sitzplatzes ein tagesaktueller Test vorgewiesen werden muss. Das gilt nicht für geboosterte Personen. Die Maskenpflicht kann entfallen, wenn die Einhaltung des Mindestabstandes gewährleistet ist.

Im Freien ist die 2G-Regel optional.
Informieren Sie sich vorab, welche spezifische Regelung in ihrem Wunsch-Restaurant gilt. Darüber hinaus dürfen Speisen und Getränke grundsätzlich nur am Tisch verzehrt werden. Der Besuch der sanitären Anlagen ist ohne Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises oder eines negativen Testergebnisses erlaubt.

Die Wirte sind dazu verpflichtet, Ihre Anwesenheit zu dokumentieren, wenn Sie die Speisen und Getränke vor Ort zu sich nehmen. Das kann über eine digitale Anwendung wie die Corona-Warn-App oder die Luca-App oder auch analog erfolgen.

Mehr Informationen dazu, welche Gewerbe unter welchen Voraussetzungen öffnen dürfen, finden Sie in der Auslegungshilfe.

Welche körpernahen Dienstleistungen kann ich in Anspruch nehmen?

Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios, Sonnenstudios und weitere Betriebe im Bereich der Körperpflege dürfen nur unter der 2G-Regel inklusive Maskenpflicht (erweiterte 2G-Regel) öffnen. Sofern eine einheitliche Maskenpflicht nicht möglich ist – etwa zur Bartpflege – gilt eine zusätzliche Testnachweis-Pflicht für die Kund:innen.

Für medizinisch notwendige Behandlungen wie Fußpflege oder Physiotherapien gilt die 2G-Regel nicht. Die Kundschaft ist jedoch dazu verpflichtet, eine FFP2-Maske zu tragen und die Hygienevorgaben einzuhalten.

Sexuelle Dienstleistungen dürfen nur nach der 2G-Regel angeboten werden. Kund:innen müssen vorab einen Termin vereinbaren und zu jeder Zeit eine FFP2-Maske tragen. Die Pflicht zur FFP2-Maske entfällt, wenn die geimpften und genesenen Kund:innen zusätzlich einen aktuellen negativen Coronatest vorweisen. Gesichtsnahe Praktiken sind nicht erlaubt.

Wie weise ich nach, dass ich negativ auf das Coronavirus getestet wurde?

Besucher:innen und Kund:innen können eine negative Testung auf das Coronavirus auf folgenden Wegen nachweisen:

  • Sie lassen vor Ort einen Antigen-Schnelltest durchführen.
  • Sie führen vor Ort und unter Aufsicht einen Selbsttest durch. Informieren Sie sich vorab, ob der besuchte Betrieb diese Option anbietet.
  • Sie legen einen schriftlichen oder elektronischen Nachweis über einen Schnell- oder Selbsttest vor, welcher nicht älter als 24 Stunden ist. Hierbei kann es sich um die Bescheinigung eines Testzentrums, einer Corona-Teststelle oder des Arbeitgebers handeln.
  • Sie legen einen schriftlichen oder elektronischen Nachweis über einen PCR-Test vor, welcher nicht älter als 24 Stunden ist.

Sofern ein Schnell- oder Selbsttest vor Ort durchgeführt wird, haben Kund:innen und Besucher:innen einen Anspruch auf einen Nachweis des Ergebnisses. Ein entsprechendes Muster kann hier abgerufen werden. Ein negativer Nachweis kann zum Besuch weiterer testpflichtiger Angebote am selben Tag genutzt werden.

Muss der Schnell- bzw. Selbsttest zwingend am selben Tag durchgeführt werden?

Nein, das negative Testergebnis darf im Fall eines Antigen-Tests jedoch nicht älter als 24 Stunden sein. PCR-Tests sind für 48 Stunden gültig.

Maskenpflicht

Wo muss ich eine FFP2-Maske tragen?

Als FFP2-Masken gelten im Sinne der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung Schutzmasken ohne Ventil, welche dem FFP2-Standard oder ähnlichen Standards (KN95, N95 oder KF94) entsprechen.

Die Pflicht zum Tragen gilt generell im öffentlichen Nahverkehr, sowie auf Bahnhöfen, Fährterminals, Flughäfen und in Taxen. Sie gilt auch für Kund:innen und Besucher:innen in Arztpraxen und Dienstleistungsbetrieben, die medizinisch notwendige körpernahe Dienstleistungen nicht im 2G-Modell anbieten. In Krankenhäusern gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske sowohl für Besucher:innen als auch für Patient:innen, die Besuch empfangen oder sich nicht in ihrem Zimmer aufhalten. Bei Veranstaltungen gilt eine FFP2-Maskenpflicht, wenn im Freien mehr als 1000 und in geschlossenen Räumen mehr als 200 Personen zusammenkommen.

Für Kinder unter 6 Jahren entfällt die Maskenpflicht. Kinder unter 14 Jahren müssen an den genannten Orten eine medizinischen Gesichtsmaske tragen.

Wo eine Maskenpflicht mit FFP2-Maske gilt, regelt die Infektionsschutzmaßnahmenverordnung.

Wo muss ich eine medizinische Gesichtsmaske tragen?

Das Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske ist an allen Orten im öffentlichen und privaten Raum empfohlen, an denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Medizinische Gesichtsmasken im Sinne der Berliner Verordnung sind OP-Masken oder Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2 ohne Ausatemventil.

Bei privaten Fahrten mit dem Auto gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske für Personen aus einem fremden Haushalt. Fahrer:innen müssen keine Maske tragen.

Die Maskenpflicht gilt ebenfalls in Gaststätten im Freien für das Personal und Gäste, die sich nicht an ihrem festen Sitzplatz aufhalten, sofern der Betrieb nicht im 2G-Modell stattfindet. Auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden sowie in Geschäften des Einzelhandels, in Einkaufszentren und in Handwerks-, Dienstleistungs- und anderen Gewerbebetrieben mit Publikumsverkehr gilt die Maskenpflicht. Bei Besuchen in Pflegeeinrichtungen besteht die Maskenpflicht ebenfalls. Besucher:innen von Weihnachtsmärkten müssen ebenfalls eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Die Maskenpflicht gilt in der Regel auch im 2G-Modell.

Auch Schüler:innen und Lehrer:innen sind dazu verpflichtet, im Schulgebäude eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. Dies gilt für alle Schulklassen. Im Freien kann die Maske abgelegt werden, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Darüber hinaus ist in der beruflichen Bildung und der allgemeinen Erwachsenenbildung das Tragen einer medizinischen Maske notwendig. In Sportstätten gilt die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, wobei die Maske während der Sportausübung abgelegt werden kann.

Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske gilt für jede Person auf Demonstrationen, auf Märkten und in Warteschlangen.

Kinder unter 6 Jahren sind von der Maskenpflicht ausgenommen.

Die Maskenpflicht ist geregelt in der Berliner Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sowie im Infektionsschutzgesetz und in der Arbeitsschutzverordnung des Bundes.

Müssen auch Kinder eine Maske tragen?

Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind von der Maskenpflicht befreit. Für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und einschließlich 13 Jahren besteht an Orten mit FFP2-Maskenpflicht lediglich die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske.

Muss ich mit einer Strafe rechnen, wenn ich in den vorgeschriebenen Bereichen keine Maske trage?

Wenn Sie gegen die Maskenpflicht verstoßen, müssen Sie mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro rechnen. Ausgenommen von der Pflicht sind Kinder bis zu sechs Jahren, Personen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder Behinderung keine Maske tragen können und hierzu eine ärztliche Bescheinigung besitzen oder gehörlose und schwerhörige Menschen und ihre Begleitung.

Die Maske muss Mund und Nase bedecken, damit eine Ausbreitung von Tröpfchen und Aerosolen durch Atmen, Husten, Niesen oder Sprechen vermindert wird.

Den grundsätzlichen Paragraphen zur medizinischen Gesichtsmaske und FFP2-Maske finden Sie in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung unter § 2 sowie im Infektionsschutzgesetz und in der Arbeitsschutzverordnung des Bundes.
Die mögliche Höhe von Bußgeldern finden Sie im Bußgeldkatalog.

Warum muss auf Demonstrationen Maske getragen werden?

Jede größere Ansammlung von Menschen birgt ein erhöhtes Infektionsrisiko, insbesondere, wenn Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten werden. Zum Schutze der Bevölkerung, auch der Demonstrierenden selbst, ist die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske beschlossen worden. Veranstalter sind verpflichtet, ein Schutz- und Hygienekonzept für ihre Demonstration vorzulegen. Da ein Wesen von Demonstrationen ist, dass die Teilnehmendenzahl sich im Verlaufe verändern kann, sind zusätzliche Vorkehrungen wichtig. Dazu zählt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske (OP-Maske, FFP2-Maske oder vergleichbare Maske).

Teilnehmende an Autokorsos sind von dieser Pflicht nur befreit, wenn sie sich alleine oder mit dem engsten Angehörigenkreis im Fahrzeug befinden. Für alle anderen Insassen gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske. Fahrer:innen müssen keine Maske tragen.

Verkehr, Reisen und Quarantäne nach Einreisen

Was ist bei der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel zu beachten?

Es gilt die 3G-Regel. Fahrgäste von Bussen, Bahnen und Fähren müssen einen Impf-, Genesenen- oder aktuellen negativen Testnachweis mit sich führen und auf Verlangen vorzeigen. Beim Testnachweis gilt: Bei Fahrtantritt darf die Testabnahme nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Bei Schüler:innen genügt die Vorlage des Schülerausweises. Dies gilt nicht während der Schulferien. In dieser Zeit muss ein aktuelles negatives Testergebnis vorliegen. Kinder bis zum 6. Lebensjahr sind von der Nachweispflicht ausgenommen. In Berlin gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske.

Kann ich Urlaub außerhalb von Berlin machen?

Sollten Sie in ein anderes Bundesland oder ins Ausland reisen, informieren Sie sich bitte vorab über die landesspezifischen Bestimmungen. Eine Liste über die Corona-Informationswebsites der anderen Bundesländer finden Sie auf der Website der Bundesregierung. Informationen zu den Einreisebestimmungen in ausländischen Reisezielen finden Sie beim Auswärtigen Amt oder den jeweiligen Informationswebsites des Urlaubslandes.

Müssen auch Kinder im ÖPNV eine FFP2-Maske tragen?

Kinder unter sechs Jahren müssen in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Maske tragen. Jugendliche zwischen sechs und einschließlich 13 Jahren können alternativ zur FFP2-Maske eine OP-Maske aufsetzen. Diese Regelungen gelten in allen Bereichen, in welchen eine FFP2-Maske vorgeschrieben ist.

Kann ich Urlaub in einem Berliner Hotel machen?

Ja. Allerdings sind touristische Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen und Pensionen nur unter de erweiterten 2G-Regelung möglich. Sie müssen nachweisen, dass Sie vollständig geimpft oder genesen sind. Wenn Sie sich außerhalb des gebuchten Zimmers oder festen Platzes befinden, müssen Sie eine medizinische Maske tragen.

Welche Länder sind besonders stark von Corona betroffen?

Die Bundesregierung prüft, welche Staaten als Hochrisikogebiete oder Virusvariantengebiete einzustufen sind. Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht die Liste der entsprechenden Gebiete und aktualisiert sie fortlaufend. Falls Sie sich über die aktuellen Fallzahlen in Deutschland informieren möchten, zeigt das RKI in einem interaktiven Dashboard, wie sich das Infektionsgeschehen in den jeweiligen Bundesländern darstellt.

Über die weltweite Verbreitung des Coronavirus informieren die WHO sowie die Johns Hopkins University, beide ebenso mit einem interaktiven Angebot.

Über die Fallzahlen in Europa informiert das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten .

Brauche ich für die Einreise nach Berlin einen 3G-Nachweis?

Ja, wenn Sie aus dem Ausland einreisen, brauchen Sie einen Nachweis, dass Sie getestet, geimpft oder genesen sind. Die Tests dürfen bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Sofern Sie durch einen Beförderer einreisen und einen PCR-Test vornehmen lassen,darf dieser zum Startzeitpunkt der Beförderung maximal 48 Stunden alt sein. Kinder unter sechs Jahren sind von der Nachweispflicht befreit. Reisen Sie aus einem durch das Robert Koch-Institut ausgewiesenen Virusvariantengebiet ein, müssen Sie auch als Geimpfter oder Genesener einen aktuellen negativen Test vorweisen. Das regelt die Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes.

Darüber hinaus gelten – je nach Gebiet, aus welchem Sie einreisen – Anmeldepflicht, Absonderungspflicht sowie ein Beförderungsverbot. Mehr Informationen zum Thema Einreisen finden Sie auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums.

Was ist der Unterschied zwischen einem Hochrisikogebiet und einem Virusvariantengebiet?

In der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes wird unterschieden in Einreisen nach Deutschland aus Hochrisikogebieten und Virusvariantengebieten.

  • Hochrisikogebiet: Gebiete, in welchen eine sehr hohe Inzidenz in Bezug auf das Coronavirus besteht und ein erhöhtes Infektionsrisiko vorherrscht.
  • Virusvariantengebiet: Ausländische Gebiete, in welchen bestimmte SARS-CoV-2-Mutationen verbreitet auftreten, welche noch nicht im Inland verbreitet vorkommen und von denen nach aktuellem Forschungsstand ein erhöhtes Risiko ausgeht.

Wer aus einem der genannten Gebiete einreist, muss Anmelde-, Nachweis- und Quarantänepflichten nachkommen. Diese fallen je nach Art des Gebietes unterschiedlich streng aus. Die Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes verbietet derzeit die Beförderung von Einreisenden aus Virusvariantengebieten. Das gilt nicht, wenn die Einreisenden ihren Wohnort und ein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben.

Die aktuellen Gebietseinstufungen werden vom Robert Koch-Institut veröffentlicht.

Muss ich meine Einreise nach Berlin anmelden?

Wenn Sie aus einem Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet aus dem Ausland nach Berlin einreisen wollen, müssen Sie einer Anmeldepflicht nachkommen. Hierzu müssen Sie die digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Die dort hinterlegten Daten werden verschlüsselt direkt an Ihr zuständiges Gesundheitsamt weitergeleitet. Sollten es Ihnen nicht möglich sein, die digitale Einreiseanmeldung auszufüllen, können Sie auch eine analoge Ersatzmitteilung ausdrucken und auf Verlangen dem Beförderer oder der Behörde ausgefüllt aushändigen.

Muss ich nach der Einreise in Berlin in Quarantäne?

Reisen Sie aus einem Virusvarianten- oder Hochrisikogebiet nach Berlin ein, gelten für Sie Quarantänepflichten.

  • Nach einer Einreise aus einem Hochrisikogebiet müssen Sie sich unmittelbar für zehn Tage in häusliche Isolation begeben. Sie haben die Möglichkeit, die Quarantänezeit zu verkürzen. Für Kinder unter sechs Jahren endet die Pflicht zur Selbstisolation nach fünf Tagen. Geimpfte und Genese sind von der Quarantänepflicht befreit.
  • Nach einer Einreise aus einem Virusvariantengebiet muss die Quarantäne 14 Tage betragen. Geimpfte sind nur dann von der Quarantänepflicht befreit, wenn sie mit einem Impfstoff immunisiert wurden, der gegen die jeweilige Virusvariante wirksam ist. Hierbei ist die Einschätzung der Robert Koch-Instituts entscheidend.

Die Quarantänepflicht gilt auch, wenn Sie zunächst über ein anderes Bundesland eingereist sind. Während der Quarantäne ist jeder Kontakt mit Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, verboten.

Kann ich die Quarantänezeit nach der Einreise aus einem Risikogebiet verkürzen?

Sie haben die Möglichkeit, die häusliche Quarantäne nach einem Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet vorzeitig zu beenden, wenn Sie nach frühestens fünf Tagen einen Corona-Test machen und das Ergebnis negativ ausfällt. Sie können diesbezüglich, wenn Sie ohne Symptome sind, eine der Teststellen in Berlin aufsuchen, sich an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt oder die Kassenärztliche Vereinigung wenden. Letztere informiert auch über Testmöglichkeiten in Berliner Arztpraxen. In der Regel sind die Tests kostenpflichtig. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen Sie in Quarantäne bleiben. Für Kinder unter sechs Jahren endet die Quarantänepflicht nach Einreise aus einem Hochrisikogebiet bereits nach fünf Tagen. Bei Auftreten von Symptomen müssen Sie sich unverzüglich beim zuständigen Gesundheitsamt melden und sich wieder in Selbstquarantäne begeben.

Nach einem Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet können Sie die Quarantänezeit von 14 Tagen in der Regel nicht verkürzen. Wenn das Gebiet allerdings während dieser 14 Tage herabgestuft wird, also nicht mehr als Virusvariantengebiet betrachtet wird, gelten ab Herabstufung die jeweiligen Regelungen für die neue Einstufung.

Alle Voraussetzungen zur Verkürzung der häuslichen Quarantäne finden Sie in der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes unter § 4 .

Gibt es Ausnahmen von der Quarantänepflicht bei Einreisen?

Ja. Sofern sie nicht aus einem Virusvariantengebiet einreisen, sind Geimpfte und Genesene komplett von der Quarantänepflicht befreit. Bei Einreisen aus einem Virusvariantengebiet müssen vollständig geimpfte Personen nur dann nicht in Quarantäne, wenn sie mit einem gegen die jeweilige Virusvariante wirksamen Impfstoff immunisiert wurden. Hierbei ist die Einschätzung des Robert Koch-Instituts entscheidend. Weitere Ausnahmen von der Quarantäne finden Sie in der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes unter § 6.

Corona-Abklärung im Verdachtsfall und Quarantäne

Was mache ich, wenn ich nicht weiß, ob ich eine Erkältung habe oder es Corona ist?

Symptomatische Personen sollten immer einen Arzt aufsuchen und dort eine PCR-Testung durchführen lassen.

Da sich die Symptome von Erkältungen und Corona-Erkrankungen ähneln, melden Sie sich bitte zunächst telefonisch bei Ihrer Hausarztpraxis. Dort wird das weitere Verfahren besprochen. Sollten sich Ihre Symptome verschlimmern, können Sie sich auch beim Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117 melden. Das Robert-Koch-Institut empfiehlt, dass Menschen mit jeglicher Atemwegssymptomatik, auch wenn es nur ein Schnupfen ist, mindestens 5 Tage zuhause bleiben und sich dort isolieren.

Wer sollte sich bei Verdacht auf Corona testen lassen?

Die Senatsgesundheitsverwaltung empfiehlt übereinstimmend mit den Testkriterien des Robert-Koch-Instituts die Abklärung durchführen zu lassen, wenn:

  • Sie schwere Covid-19-typische Symptome aufweisen (akute Bronchitis oder Pneumonie, Atemnot oder Fieber)
  • Sie eine akute Störung des Geschmacks- und Geruchssinns aufweisen
  • Sie engen Kontakt zu bestätigten Covid-19-Fällen hatten und ungeklärte Symptome haben, die für eine Erkrankung sprechen – z.B. mit Personen desselben Haushalts oder Personen, die über die Corona-Warn-App als Kontaktpersonen identifiziert wurden
  • Sie akute Symptome einer Atemwegserkrankung haben und zu einer Risikogruppe gehören oder im engen Kontakt mit Risikogruppen sind
  • Sie akute Symptome einer Atemwegserkrankung haben und Kontakt zu vielen Menschen hatten (bspw. bei einer Veranstaltung) oder haben (bspw. Arbeit als Lehrer:in, Trainer:in, Sexarbeiter:in)
  • Sie und Menschen in Ihrem Umfeld akute Symptome einer Atemwegserkrankung haben und eine erhöhte 7-Tages-Inzidenz von Covid-19 in Berlin vorliegt oder
  • sich ihr Gesundheitszustand bei einer akuten respiratorischen Symptomatik verschlechtert
  • Sie als enge Kontaktperson eines bestätigten Corona-Falls gelten.

Diejenigen, auf die diese Kriterien zutreffen, sollten sich vorsorglich selbst zu Hause absondern und sich bei ihrer Hausarztpraxis, einer Corona-Praxis oder beim für Sie zuständigen Gesundheitsamt zunächst telefonisch melden, damit eine Abklärung vorgenommen wird. Sollte ein Test gemacht werden und Sie auf das Ergebnis warten, bleiben Sie bitte weiterhin zu Hause und befolgen Sie die Hygieneregeln. Der direkte Kontakt zu anderen Personen sollte vermieden werden.

Zur Testung in Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schulen und medizinischen Praxen und weiteren sensiblen Einrichtungen spricht das Robert Koch-Institut gesonderte Empfehlungen aus.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat eine Hotline eingerichtet, bei der Sie sich telefonisch unter: 030/90282828 melden können. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Nummer 116117 telefonisch zu melden.

Muss ich als Kontaktperson auch in Quarantäne, obwohl ich geimpft oder genesen bin?

Als Kontaktperson eines bestätigten Corona-Falls müssen Sie nicht in Quarantäne, wenn Sie keine typischen Covid19-Symptome vorweisen und geboostert sind, seit weniger als drei Monaten vollständig geimpft sind oder nach einer Covid-19-Erkrankung genesen sind, die weniger als drei Monate zurückliegt. Das regelt die Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung des Bundes, deren Aktualisierung von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde und in Berlin seitdem gilt. Diese Regel greift nicht, wenn die Person, mit welcher Sie engen Kontakt hatten, sich mit einer Virusvariante infiziert hat, bei welcher weder die in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoffe noch eine vorherige Covid-Erkrankung ausreichend Schutz bieten.

Wie lange kann es dauern, bis Symptome auftreten?

Wann eine Symptomatik auftritt, ist sehr unterschiedlich. Es gibt auch Menschen, die sich mit Corona infiziert haben, die keinerlei Symptomatik aufweisen. Es kann sein, dass man auch bis zu 14 Tagen nach der Ansteckung noch Symptome entwickelt. Häufiger treten nach einer Infektion die Symptome jedoch früher auf, im Mittel nach 5-6 Tagen.

Wie lange muss ich als Kontaktperson in Quarantäne?

Grundsätzlich müssen Kontaktpersonen von an Covid-19-Erkrankten für zehn Tage in Quarantäne. Eine Verkürzung ist möglich:

  • Nach sieben Tagen können sich symptomlose Personen mit einem negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest freitesten. Für Mitarbeitende in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und ähnlichen Einrichtungen gelten zusätzliche Vorgaben.
  • Symptomlose Kinder und Schüler:innen können die Quarantäne bereits nach fünf Tagen mittels PCR- oder Schnelltest freitesten.
  • Mitarbeiter:innen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern können die Quarantäne nach sieben Tagen nur mit einem negativen PCR-Test beenden, wenn sie zuvor 48 Stunden lang symptomfrei waren.

Darüber hinaus sind geboosterte Kontaktpersonen von der Quarantänepflicht befreit, wenn sie keine Symptome haben. Das gilt ebenfalls für vollständig geimpfte und genesene Personen, deren letzte Impfung bzw. Erkrankung höchstens drei Monate zurückliegt.

Kann ich im Verdachtsfall auch einen Antigen-Schnelltest machen?

Ob ein PCR-Test oder ein Antigen-Schnelltest im Verdachtsfall durchgeführt wird, entscheidet der behandelnde Arzt bzw. die behandelnde Ärztin. Generell gilt, dass bei positivem Schnelltestergebnis zur Bestätigung des positiven Ergebnisses ein PCR-Bestätigungstest erforderlich ist.

Bin ich gesund, wenn ich als enge Kontaktperson negativ getestet wurde?

Das Ergebnis sagt erst einmal, dass Sie zum Zeitpunkt der Testung negativ waren. Das ist aber nur eine Momentaufnahme. Man kann nicht ausschließen, dass Sie zu einem späteren Zeitpunkt positiv getestet werden, weil sich im Falle einer Ansteckung die Virenlast in Ihrem Körper erhöht hat.

Was mache ich, wenn ich positiv auf Corona getestet wurde?

Wurden Sie positiv auf das Coronavirus getestet, ergeben sich für Sie je nach Art der Testung weitere Pflichten:

  • Sie haben im privaten Rahmen einen Antigen-Selbsttest mit positivem Ergebnis durchgeführt: Sie sind in dieser Situation dazu verpflichtet, das Testergebnis unverzüglich mittels PCR-Test verifizieren zu lassen. Darüber hinaus sollten Sie sämtliche Kontakte bis zum Ergebnis des Testes vorsorglich vermeiden.
  • Sie haben nach einem Schnelltest oder Selbsttest, der unter Aufsicht durchgeführt wurde, ein positives Ergebnis erhalten: Für Sie gelten nun sowohl eine Pflicht zur Selbstisolierung als auch die Verpflichtung, einen PCR-Test zur Bestätigung durchführen zu lassen. Sie dürfen die Selbstisolation nur verlassen, um den PCR-Test vorzunehmen. Fällt dieser negativ aus, müssen Sie sich nicht mehr isolieren.
  • Sie wurden mittels PCR-Test positiv getestet: In diesem Fall müssen Sie sich unverzüglich in die häusliche Isolierung begeben.

Die Pflicht zur häuslichen Isolation gilt in jedem Fall für zehn Tage, sofern das zuständige Gesundheitsamt nicht anders entscheidet. Bei positivem PCR-Testergebnis dürfen Sie die Isolation ohne Test nach zehn Tagen verlassen. Sie können sich auch nach sieben Tagen freitesten. Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflege- und ähnlichen Einrichtungen können die Isolation nach sieben Tagen mit einem PCR-Test beenden, wenn sie zuvor mindestens 48 Stunden symptomfrei sind.

Meiden Sie während der Selbstisolation auch zu Hause Kontakte, sollten Sie mit anderen Menschen zusammenwohnen. Informieren Sie diejenigen, mit denen Sie zwei Tage vor Symptombeginn und danach engeren Kontakt hatten. Die engeren Kontakte müssen Sie außerdem bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt melden. In der Regel werden nur die engeren Kontakte erfasst, die Sie zwei Tage vor Symptombeginn und danach hatten. Sie erleichtern dem Gesundheitsamt die Arbeit, wenn Sie folgende Kontaktdaten angeben: vollständiger Name, Telefonnummer, E-Mail oder Postanschrift. Empfehlenswert ist wenigstens die Postleitzahl, damit an das zuständige Gesundheitsamt verwiesen werden kann.

Was reiche ich bei meinem Arbeitgeber im Fall einer Corona-Erkrankung ein?

Bei einer Corona-Erkrankung wird vom behandelnden Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt, die beim Arbeitgeber einzureichen ist. Im Fall einer positiven Testung ohne Symptome und Krankheitszeichen erfolgt die Anordnung der Quarantäne durch das zuständige Gesundheitsamt, die Bescheinigung darüber ist ebenfalls beim Arbeitgeber einzureichen.

Coronavirus und Mutationen

Was ist das Coronavirus und was sind die Symptome?

Das Coronavirus – auch SARS-CoV-2 genannt – löst die als Covid-19 bezeichnete Krankheit aus und kann auf Tiere wie Menschen übertragen werden. Das Virus kann Krankheitssymptome unterschiedlichen Schweregrads auslösen: von Halsschmerzen über eine leichte Erkältung bis hin zu schweren Atemwegserkrankungen. Nicht jede Person, die sich mit dem Virus infiziert hat, verspürt Krankheitssymptome. Die Symptomatik kann sehr vielfältig sein. Nach Angaben des RKI treten im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion häufig auf: Husten, Fieber, Schnupfen, sowie Störungen des Geruchs- und/oder Geschmackssinns.

Die Charité Berlin hat eine browserbasierte Corona-App entwickelt, mit der Sie noch vor Anruf bei der dazugehörigen Untersuchungsstelle herausfinden können, ob Ihre Symptomatik für eine Corona-Infektion spricht oder nicht.

Was sind Coronavirus-Mutationen?

Mutationen sind Veränderungen des Genmaterials des Coronavirus. Sie sind ein ganz natürlicher und häufiger Vorgang, der ständig bei der Virus-Vermehrung auftritt. Mit der Zeit sind daher viele verschiedene Varianten des Virus entstanden. Virusmutationen können dann gefährlich werden, wenn sie folgende Auswirkungen haben:

  • schwerere Krankheitsverläufe nach einer Virus-Infektion,
  • höhere Übertragbarkeit, d.h. leichtere Verbreitung des Virus,
  • eingeschränkte Immunantwort, d.h. größere Wahrscheinlichkeit einer Neuinfektion nach bereits überstandener Infektion oder nach einer Impfung.

Weitere Informationen und Empfehlungen zu den neuen SARS-CoV-2-Virusvarianten finden Sie auf der Seite des Robert Koch-Instituts.

Welche SARS-CoV-2-Varianten wurden in Berlin nachgewiesen?

Für SARS-CoV-2 wurden bisher fünf besorgniserregende Varianten in Berlin nachgewiesen: Alpha (B.1.1.7), welche erstmalig in Großbritannien entdeckt wurde, Beta (B.1.315), die ursprünglich zuerst in Südafrika gemeldete Mutation, die Variante Gamma (P.1), die erstmals in Brasilien gemeldet wurde, Delta (B.1.617.2), die erstmals in Indien registriert wurde, sowie Omikron (B.1.1.529), welche erstmals in Südafrika nachgewiesen wurde.

Nachdem seit Sommer 2021 in Berlin – wie auch in ganz Deutschland – nahezu ausschließlich die Delta-Variante nachgewiesen wurde, ist seit Januar 2022 Omikron die dominierende Variante in Berlin. Bei Omikron besteht eine nochmals wesentlich höhere Übertragbarkeit im Vergleich zur Delta-Variante.Alle Verdachtsfälle werden durch die Gesundheitsämter und Labore vollumfänglich untersucht.

Das Vorkommen und die Verbreitungsrate aller Virus-Varianten werden durch die Berliner Labore sehr genau beobachtet.

Weitere Informationen und Empfehlungen zu den SARS-CoV-2-Virusvarianten finden Sie auf der Seite des Robert Koch-Instituts .

Mit welchen Verfahren wird das Auftreten der Coronavirus-Mutationen ermittelt?

Um die Verbreitung von SARS-CoV-2-Varianten in der Bevölkerung zu erfassen, wird eine Anzahl von PCR-positiven Proben regelmäßig mit besonderen Labortests auf Veränderungen des Virus-Genmaterials untersucht. Die vollständige Genomsequenzierung ist ein sehr aufwändiges Verfahren, das neben der Identifikation bereits bekannter Virus-Varianten auch das Aufspüren neuer Mutationen ermöglicht.

Mit einer variantenspezifischen PCR-Testung können bereits bekannte Virusmutationen schneller und einfacher ermittelt werden. Die Coronavirus-Testverordnung und die Coronavirus-Surveillance-Verordnung des Bundes geben den rechtlichen Rahmen zur Sicherstellung dieser Verfahren. Die Senatsverwaltung für Gesundheit und die Gesundheitsämter stehen in engem Austausch mit den Berliner Laboren, um das Infektionsgeschehen zu überwachen.

Wie kann ich mich und andere vor Corona schützen?

Sie können sich und andere schützen indem Sie:

  • sich impfen lassen.
  • Abstand halten – insbesondere zu Personen mit typischen Symptomen.
  • Hygieneregeln beachten wie regelmäßig und gründlich Händewaschen, in die Armbeuge statt in die Hand niesen oder husten, so wenig wie möglich mit den Händen ins Gesicht fassen und Händeschütteln vermeiden, eine Maske über Mund und Nase tragen, wo Sie den Mindestabstand nicht einhalten können – auch draußen. Besonderen Schutz bieten FFP2-Masken.
  • Innenräume häufig lüften.
  • sich auch vor privaten Treffen außerhalb des eigenen Haushalts auf das Coronavirus testen lassen.
  • auch bei leichten Krankheitszeichen zu Hause bleiben und ggf. von dort arbeiten, Kontakte reduzieren und sich auf Corona testen lassen.
  • sich die Corona-Warn-App der Bundesregierung auf Ihr Smartphone laden und die App aktivieren. Mehr Informationen finden Sie im FAQ der Bundesregierung.

Weitere wichtige Informationen aus der Verwaltung

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