Friedhof Wannsee - Lindenstraße

Friedhof Wannsee, Lindenstraße Knieende Jungfrau

Der Friedhof gliedert sich im wesentlichen in drei Teile. Der Alte, ehemals kirchliche Teil wurde von dem Geheimen Kommerzienrat W. Conrad 1887 gestiftet. Die Planung der Anlage einschließlich der dazugehörigen Bauten erfolgte von dem Kirchenbaumeister Johannes Otzen.
Die Kirche (1895/96 erbaut) ist mit einer Ausgangshalle verbunden, welche sich innerhalb der ersten Friedhofsmauern befindet. Auf diesem ältesten Teil des Friedhofes wurden seit 1887 fast alle reichen Villenbesitzer Wannsees bestattet. Aus dieser Zeit stammen zum Teil noch heute vorhandene beindruckende Grabmale und Grabanlagen. Im Volksmund wurde der Friedhof daher auch Millionenfriedhof genannt.

1917 fand die erste Erweiterung um den Neuen Teil in westlicher Richtung statt. Auf Initiative von Max Dietrich entstand in den 30er Jahren die heutige Gestalt mit den geschnittenen Hecken. 1979 wurde der Friedhof nach Plänen des Bezirksamtes Zehlendorf in Form eines Urnenhaines mit Waldcharakter auf die jetzige Größe erweitert. Durch eine vertragliche Reglung befindet sich der Friedhof, bis auf den schmalen Teil entlang der Andreas Kirche, in landeseigenem Besitz.

Aufgrund der neuzeitlichen Entwicklungen der Bestattungskultur ist auch hier immer mehr Fläche nicht mit Gräbern belegt. Der Senat von Berlin hat daher im Juni 2006 einen Friedhofsentwicklungsplan beschlossen, der Größenordnungen für die Schließung von Friedhofsflächen vorgibt. Der Friedhof Wannsee, Lindenstraße wird hiervon betroffen sein. Die ehemalige Erweiterung am Wald wird langfristig wieder als Grünfläche oder Wald umgenutzt werden. Detailplanungen liegen hierfür noch nicht vor.

Bestattungsmöglichkeiten

  • Urnenwahlgrabstätten
  • Urnengemeinschaftsgrabstätten
  • Familiengrabstätten

Informieren Sie sich auch auf den Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung über die Grabstättenarten allgemein oder Ehrengrabstätten, die es auf diesem Friedhof gibt.

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