Vom 01.07.1956 bis 02.05.1958 wurde die aus einem Wettbewerbsentwurf der Architekten Ruegenberg und Möllendorff erlangte neuzeitliche Friedhofskapellenanlage gebaut. Die Konstruktion umfasst eine große und eine kleine Feierhalle, die aus einem ausgemauerten und mit Werkstein bekleideten Stahlskelett besteht. Die Eingangshallen sind mit Natursteinplatten bekleidet, die Hallen durch Wirtschaftsräume miteinander verbunden. Die Vorhallen bestehen aus Stahl und Glas, die Portale sind mit Kupfer beschlagen.
Die große Kapelle umfasst 112 Sitz- und 40 Stehplätze, die kleine Kapelle 32 Sitz- und 15 Stehplätze..
Lange Zeit waren die vorgestellten, mit Travertin-Platten verkleideten Mauern abgesperrt, da sie eine Gefahr durch abstürzende Plattenteile darstellten. 2006 konnten die Mauern saniert und mit neuen Platten denkmalgerecht wiederhergestellt werden. Die Kapelle erstrahlt seit dem in neuem Glanz. Weitere Sanierungsarbeiten sind zur Zeit in Vorbereitung.
Aufgrund der neuzeitlichen Entwicklungen der Bestattungskultur ist auch hier immer mehr Fläche nicht mit Gräbern belegt. Der Senat von Berlin hat daher im Juni 2006 einen Friedhofsentwicklungsplan beschlossen, der Größenordnungen für die Schließung von Friedhofsflächen vorgibt. Der Waldfriedhof Zehlendorf wird in den Randbereichen zum Königsweg und zu den Wohnflächen an der Straße Am Waldhaus langfristig als Grünfläche umgenutzt werden. Detailplanungen liegen hierfür noch nicht vor.