Sicher in und nach der Krise

Auch wenn seit langem die Aufmerksamkeit hauptsächlich auf den Auswirkungen der Covid 19 – Pandemie liegt, sind andere Probleme nicht verschwunden. Betrüger und Diebe gehen weiterhin ihrem „Geschäft“ nach und passen sich dabei auch neuen Gegebenheiten an.
Ihre Ziele – Geld und Wertsachen – bleiben dagegen immer dieselben und auch wenn man nicht alle Varianten aufzählen kann, die Grundmuster der Tricks bleiben gleich. Deswegen gelten immer wieder dieselben einfachen Verhaltensregeln, die vor Schaden schützen.

Es klingelt an der Tür: Vergewissern Sie sich erst, wer zu Ihnen will (Türspion, Gegensprechanlage). Sollte eine fremde Person dort stehen, sichern Sie die Tür beim Öffnen mit einer Kette o. ä. Bleiben Sie auch bei anscheinend plausiblen Anliegen misstrauisch. Werden Sie um eine Gefälligkeit gebeten, lehnen Sie alles ab, was Einlass in Ihre Wohnung erfordern würde!
Bei angeblichen Handwerkern oder Amtspersonen rufen Sie bei den zuständigen Stellen an, z.B. der Hausverwaltung oder Polizei, und fragen nach, ob alles seine Richtigkeit hat. Während Sie das tun, bleiben die Fremden draußen vor der geschlossenen Tür. Sollten Sie keine Gewissheit bekommen, dass die Person „echt“ ist, lassen Sie sie nicht ein.

Weil Sie in Ihrer Wohnung Zeit und Ruhe haben zu prüfen, wer zu Ihnen will, gehen Täter verstärkt dazu über, Sie schon beim Nach-Hause-kommen vor der Tür anzusprechen. Denn in dieser Situation fällt das Prüfen schwerer. Wenn Sie ein Handy haben, könnten Sie dort wichtige Nummern speichern (z. B. Hausmeister, Gesundheitsamt, Nachbarn, Polizeiabschnitt). Alternativ könnten Sie überlegen, bei welchen Nachbarn oder umliegenden Geschäften Sie um Unterstützung bitten können. Oder Sie denken sich „Ausreden“ aus, z. B. dass Sie ein Familienmitglied herbeirufen wollen. Wichtig ist, dass Sie sich vorab gedanklich für eine solche Situation wappnen, damit man Sie nicht leicht überrumpeln kann. Egal, was man Ihnen erzählt: Nehmen Sie niemand Fremdes mit in Ihre Wohnung.

Auch am Telefon gibt es neben „Altbewährten“ (z. B. Enkeltrick) immer wieder neue Maschen, um Sie zur Übergabe von Geld und Wertsachen zu überreden und auch hier gilt wie immer:

! Raten Sie nie den Namen eines Anrufenden. Wenn sich der Gesprächspartner nicht selbst vorstellt, legen Sie auf.
! Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre Vermögensverhältnisse und Ihre persönlichen Daten.
! Übergeben Sie nie Geld an Fremde bzw. Ihnen unbekannte Mittelspersonen

Das ist nichts Neues? Das stimmt und trotzdem klappt es immer wieder! Tauschen Sie sich immer wieder einmal im Verwandten- und Bekanntenkreis aus, so verhindern Sie, doch einmal „auf dem falschen Fuß“ erwischt zu werden.
Erstatten Sie auf Ihrem Polizeiabschnitt oder per Internet Anzeige (auch, wenn die Täter bei Ihnen nicht erfolgreich waren). Im Notfall rufen Sie natürlich die 110 an.
Wenn Sie Fragen zur Vorbeugung haben: Wir beraten Sie gerne. Ansprechpersonen für Seniorensicherheit des LKA Berlin, Tel.: 030/4664-979222