Drucksache - 1183/XX  

 
 
Betreff: Öko-Logisches Grünflächenmanagement
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:GrüneGrünflächen
Verfasser:Dr. Hoffmann, ChristianScharmberg, Peter
Drucksache-Art:AntragBeschlussempfehlung - 2. Lesung
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung
27.02.2019 
30. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin überwiesen   
Grünflächenausschuss
26.03.2019 
2. öffentliche Sitzung des Grünflächenausschusses vertagt     
13.06.2019 
4. öffentliche Sitzung des Grünflächenausschusses vertagt     
29.10.2019 
7. öffentliche Sitzung des Grünflächenausschusses mit Änderungen im Ausschuss beschlossen     
Bezirksverordnetenversammlung Beschluss
27.11.2019    41. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Neukölln von Berlin      

Beschlussvorschlag
Anlagen:
Antrag
Ausschuss vertagt 2
Ausschuss Beschluss

Der Ausschuss für Grünflächen empfiehlt der Bezirksverordnetenversammlung die Annahme des Antrages in folgender Fassung:

 

Änderung:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten zu prüfen, in wieweit Pflegeverträge für Grünflächen mit Fremdfirmen so gestaltet werden können, dass diese Firmen verpflichtet werden, harbeiten erst dann auszuführen, wenn das Gros der Wiesenpflanzen geblüht hat und entsprechend Zeit zum Aussamen gewesen ist, soweit nicht gartendenkmalpflegerische Gründe in

Ausnahmefällen gegen dieses Vorgehen sprechen. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass auf Flächen mit Frühjahrsblühern (z.B. Narzissen, Tulpen etc.) keine Mäharbeiten vor der Blüte erfolgen. Die Pflegearbeiten, welche durch die Mitarbeiter*innen des Bezirksamtes ausgeführt werden, sind nach den gleichen Gesichtspunkten zu terminieren, soweit nicht zwingende Amtsinterne Gründe dagegensprechen, die einen anderen Arbeitsablauf erforderlich machen.

 

Ursprung:

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird gebeten, Pflegeverträge für Grünflächen mit Fremdfirmen so zu gestalten, dass diese Firmen verpflichtet werden, Mäharbeiten erst dann auszuführen, wenn das Gros der Wiesenpflanzen geblüht hat und entsprechend Zeit zum Aussamen gewesen ist, soweit nicht gartendenkmalpflegerische Gründe in Ausnahmefällen gegen dieses Vorgehen sprechen. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass auf Flächen mit Frühjahrsblühern (z.B. Narzissen, Tulpen etc.) keine Mäharbeiten vor der Blüte erfolgen. Die Pflegearbeiten, welche durch die Mitarbeiter*innen des Bezirksamtes ausgeführt werden, sind nach den gleichen Gesichtspunkten zu terminieren.

 

Begründung: Es kommt immer wieder vor, dass Mäharbeiten so früh im Jahr terminiert werden, dass im Frühjahr blühende Pflanzen noch vor der Blüte abgemäht werden. Ebenso führen falsch terminierte Mäharbeiten zu einer Verarmung von Wiesenflächen in Parks oder auf Mittelstreifen als Straßenbegleitgrün. Sinnvoll terminierte Mäharbeiten können bewirken, dass sich in kurzer Zeit artenreiche Natur-Hot-Spots entwickeln, die als Lebensgrundlage für Insekten (z.B. Bienen, Schmetterlinge) und Kleinsäuger dienen. Ein solches Vorgehen sollte sinnvollerweise durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet werden, damit die Bürger*innen verstehen, dass eine weniger gepflegte Landschaft nicht aus Sparsamkeit sondern aus ökologischen Gesichtspunkten ein neues Erscheinungsbild erhält.

 
 

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