Sonderkommission Ausbildungsplatzsituation und Fachkräftesicherung

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Bild: iStock.com/JohnnyGreig

Unter dem Vorsitz des Regierenden Bürgermeisters von Berlin werden in der Sonderkommission Ausbildungsplatzsituation und Fachkräftesicherung (Soko) unter Beteiligung der Spitzenvertreterinnen und -vertreter des Senats, der obersten Landesvertretung, der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sowie der Wirtschafts- und Sozialpartner grundlegende Entscheidungen zu Zielen und Maßnahmen in den Handlungsfeldern Ausbildung und Fachkräftesicherung vorbereitet. Die Soko tagt einmal jährlich. Die fachliche Koordination obliegt der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales.

Die Sonderkommission Ausbildungsplatzsituation und Fachkräftesicherung hat in der Vergangenheit immer wieder wichtige Entwicklungen am Übergang von der Schule in den Beruf vorbereitet und gestaltet. In jüngster Zeit sind hier vor allem die Jugendberufsagentur und das Landeskonzept Berufs- und Studienorientierung zu nennen.

Im Mai 2015 vereinbarten der Senat, Spitzenvertreterinnen und -vertreter von Wirtschaftsverbänden, Kammern, Gewerkschaften und der Bundesagentur für Arbeit in der „Berliner Vereinbarung 2015 – 2020” gemeinsame Anstrengungen und Maßnahmen für bessere Ausbildungsbedingungen für junge Menschen: Ziel ist es, die Beratung und Unterstützung junger Menschen auf dem Weg von der Schule ins Berufsleben weiter zu verbessern, die Zahl betrieblicher Ausbildungsplatzangebote zu erhöhen und die duale Ausbildung am Wirtschaftsstandort Berlin weiter zu stärken.

Es wurde unter anderem vereinbart, ab dem Jahr 2015 schrittweise mindestens 1.000 zusätzliche Ausbildungsplatzangebote gegenüber der Zahl gemeldeter Angebote im Jahr 2014 bereitzustellen. Dazu werden die Kammern gezielt diejenigen Betriebe ansprechen und für stärkeres Engagement werben, die im Vorjahr nicht ausgebildet haben.

Übersicht über die gemeinsamen Ziele der Partner der „Berliner Vereinbarung 2015 – 2020“

  • Reduzierung des Anteils der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Schulabschluss auf unter sieben Prozent
  • Angebot von Praktikumsplätzen durch die Wirtschaft in ausreichender Anzahl
  • Angebot von Plätzen für die Einstiegsqualifizierung durch die Wirtschaft in ausreichender Anzahl und mit guten Perspektiven hinsichtlich einer Ausbildungsstelle
  • Übergangssystem transparenter gestalten und stärker auf Ausbildung ausrichten
  • Schrittweise Erhöhung der Anzahl der bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten freien Ausbildungsstellen ab 2015 um 1.000 Stellen bis 2020 (Referenz: Anzahl der Angebote 2014)
  • Senkung des Durchschnittsalters bei Beginn der Ausbildung
  • Senkung der Vertragslösungsquoten auf unter 30 Prozent
  • Stärkung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung
  • Branchengespräche

Zu diesen Zielvereinbarungen wurde ein Reporting entwickelt, das die Fortschritte hinsichtlich der Ziele der „Berliner Vereinbarung“ dokumentiert.