Drucksache - 1635/V  

 
 
Betreff: Busspur am Hindenburgdamm – vorhandenes Milieu schützen
Status:öffentlich  
 Ursprungaktuell
Initiator:FDP-FraktionFDP-Fraktion
Verfasser:1. Ehrhardt
2. Thimm
 
Drucksache-Art:AntragAntrag
Beratungsfolge:
Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf von Berlin Vorberatung
23.10.2019 
33. öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Steglitz-Zehlendorf überwiesen   
Ausschuss für Straßenverkehr und Tiefbau Empfehlung
27.11.2019 
14. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Straßenverkehr und Tiefbau vertagt   
08.01.2020 
15. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Straßenverkehr und Tiefbau vertagt   
05.02.2020 
16. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Straßenverkehr und Tiefbau vertagt   
04.03.2020 
17. öffentliche Sitzung des Ausschusses für Straßenverkehr und Tiefbau      

Sachverhalt

Die BVV möge beschließen:

 

Das Bezirksamt wird ersucht, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass von den Plänen, eine Busspur am Hindenburgdamm zwischen Klingsorstraße und Gelieustraße nordwärts einzurichten, solange Abstand genommen wird, bis eine von der Mehrheit der dort ansässigen Einwohner und Gewerbetreibenden getragene und unter deren Mitwirkung geschaffene Lösung für den jetzt dort vorhandenen ruhenden Gewerbe- und Ladeverkehr gefunden ist.

 

Begründung:

 

Der Hindenburgdamm ist eine wichtige Verbindung zwischen den Bezirksteilen Steglitz und Zehlendorf. Werden die Verkehrsströme hier behindert, so wird es unweigerlich zu massiven Umfahrungsverkehren im weiteren Umfeld kommen. Eine Verengung des Hindenburgdamm für den fließenden Verkehr im genannten Bereich auf eine Fahrspur zugunsten einer Busspur bei Erhalt der derzeit vorhandenen Parkspur ist daher abzulehnen.

Der Hindenburgdamm zeichnet sich insbesondere in diesem Bereich noch durch einen gesunden Mix aus einer vielfältigen Gewerbe- wie Wohnraumnutzung aus. Ein solcher Mix wird zunehmend seltener. Dieses Milieu ist schützenswert. Bei Schaffung einer Busspur zu Lasten des derzeit vorhandenen Parkstreifens sind die dort ansässigen Gewerbetreibenden in ihrer Existenz gefährdet. Die Gewerbetreibenden sind auf Kundenparkplätze wie auch Ladezonen angewiesen. Zudem steigt der Parkdruck, auch für Anwohner in den anliegenden Stren, um ein Vielfaches. In Folge ist auch eine Busspur zu Lasten der vorhandenen Parkspur abzulehnen. Stattdessen wird angeregt die Fahrpläne der BVG so zu ändern, dass sie den realen Fahrzeiten dieses Streckenabschnitts entsprechen und Verspätungen so ebenfalls vermieden werden können. Weiterhin sind Maßnahmen zu ergreifen, die das Zweite-Reihe-Parken unterbinden. Ebenso ist durch geeignete Überwachungsmaßnahmen sicherzustellen, dass ausgewiesene Ladezonen und Kurzparkplätze nicht durch Unberechtigte blockiert werden.

 
 

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