In einem Schreiben an den Witwer drückte Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg ihre Anteilnahme aus und würdigte das Lebenswerk von Danuta Danielewicz als ein Erbe, „das Bestand haben und künftige Generationen zweifellos inspirieren wird“. Der kulturelle Austausch mit dem Ensemble „Scholares minores pro Musica Antiqua“ habe „viele Jahre lang im Mittelpunkt der Partnerschaft zwischen Poniatowa und Steglitz-Zehlendorf“ gestanden.
Das Kondolenzschreiben der Bezirksbürgermeisterin trägt auch die Unterschrift von Cerstin Richter-Kotowski, Staatssekretärin für Kultur der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und vormalige Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport in Steglitz-Zehlendorf.
Als Ko-Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e.V. (DPG) engagiert sich Bezirksstadtrat a.D. Michael Karnetzki stark für die deutsch-polnische Zusammenarbeit. In einem auf der DPG-Webseite verbreiteten Nachruf würdigte er die Verstorbene als „eine wichtige Freundin der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin und der Städtepartnerschaft mit dem Berliner Bezirk Steglitz“ (bzw. heute Steglitz-Zehlendorf).
Ganz ähnlich äußerte sich Sebastian Leskien: Der Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Steglitz-Zehlendorf e.V. bezeichnete Danuta Danielewicz als „eine herausragende Musikerin und eine der tragenden Säulen der Musikszene in Poniatowa“. Die Ursprünge der Städtepartnerschaft zwischen Poniatowa und dem Altbezirk Steglitz führte er auf „ihre Leidenschaft für Musik und ihre herzliche Gastfreundschaft“ zurück. Danuta und Witold Danielewicz bereisten viele Länder Europas und machten auch mehrmals Station in Berlin. Bei seinen Poniatowa-Besuchen 2022 und 2024 seien er und seine Reisebegleiter „stets mit Gastfreundschaft und Wärme“ empfangen worden. Bis zuletzt habe es dem Ehepaar am Herzen gelegen, die Beziehungen zu Berlin zu pflegen. Ein Auftritt zum 50. Chorjubiläum in Steglitz-Zehlendorf war bereits geplant, doch dazu kam es leider nicht mehr. „Ihr Erbe wird in der Musik und in der Städtepartnerschaft weiterleben, die sie und Witold geprägt haben“, schlussfolgert Leskien.
Die ersten Kontakte zwischen beiden Kommunen wurden im November 1986 geknüpft, als die „Scholares minores“ in Berlin auftraten – damals noch in Sichtweite des Eisernen Vorhangs. Sie mündeten 1993 in die offizielle Städtepartnerschaft, die Steglitz mit den drei polnischen Kommunen Kazimierz Dolny, Naleczów und Poniatowa abschloss.