09/2025-CHARKIW – Interkulturelle Wochen: Steglitz-Zehlendorf ist dafür!

Faltflyer Interkulturelle Woche Steglitz-Zehlendorf

Charkiw / September 2025

Es ist heute populär, immer nur dagegen zu sein. Selten ist das konstruktiv, oft genug destruktiv. Ein klares Gegengewicht setzen die „Interkulturellen Wochen“ in Steglitz-Zehlendorf und ganz Berlin, die sich das Motto „Dafür!“ auf die Fahnen geschrieben haben. Seit 50 Jahren setzen sich die Organisatoren leidenschaftlich dafür ein, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur miteinander ins Gespräch zu bringen und Begegnung zu ermöglichen.

Für unseren Bezirk haben das Integrationsbüro und die Beauftragte des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf für Partizipation und Integration zusammen mit der Koordinierungs- und Fachstelle „Partnerschaft für Demokratie“ ein spannendes Programm zusammengestellt. Es bietet im Zeitraum vom 18. September bis einschließlich 2. Oktober 2025 Abwechslung pur – und zwar generationsübergreifend.

Die breite Angebotspalette umfasst Workshops, Nachbarschaftsfeste, Sprachcafés, internationale Kochabende, Podiumsdiskussionen und Filmvorführungen.

Флаєр А4 Kraftvolle Stimmen DE/UA

19. September 2025: Fotoausstellung zur Teilhabe ukrainischer Frauen in Berlin

Auch unsere ukrainische Partnerstadt Charkiw findet sich im Programm prominent wieder: Im Rahmen der Ausstellung „Ukrainische Frauen in Berlin: Gesichter der politischen Teilhabe“ zeigt eine aus Charkiw stammende Fotokünstlerin insgesamt 23 großformatige Aufnahmen. Galyna Zhuchkova porträtiert Ukrainerinnen, die durch ihr Engagement in Politik, Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft der Bundeshauptstadt wirken. Bis Februar 2022 lebte sie in Charkiw, im März 2022 verlegte sie ihren Wohnsitz nach Berlin. Ihre fotografischen Kunstwerke erzählen von Herkunft und Neuanfang, von Verantwortung und Gestaltungswillen – und machen sichtbar, wie Migration unsere Stadt bereichern kann.

In einer am 16. September 2025 verbreiteten Pressemitteilung erfährt man, wie vielfältig das gesellschaftliche Engagement der auf den Fotos dargestellten Ukrainerinnen tatsächlich ist: „Die porträtierten Frauen wirken in Berlin in Beiräten, Ausschüssen und Vereinen, vertreten Communities, organisieren Veranstaltungen, fördern Mehrsprachigkeit, setzen sich für Menschenrechte ein, entwickeln Bildungsprogramme, koordinieren Städtepartnerschaften und gestalten jugend- oder kulturpolitische Strategien. Sie sind Abgeordnete, Projektleiterinnen, Lehrkräfte, Journalistinnen, Wissenschaftlerinnen, Unternehmerinnen, Mediatorinnen und Aktivistinnen“.

Zur offiziellen Auftaktveranstaltung am Freitag, dem 19. September 2025, laden die Organisatorinnen um 18 Uhr zu Gesprächen, Tanz und persönlichen Einblicken ein. Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg wird für ein Grußwort erwartet.

Interessentinnen und Interessenten melden sich bitte bis einschließlich 18. September 2025 per E-Mail an.

Porträt Oleksandra Bienert, Vorstandsvorsitzende der Allianz Ukrainischer Organisationen e.V. und Leiterin des CineMova Ukrainian Empowerment Network e.V.

Porträt Oleksandra Bienert, Vorstandsvorsitzende der Allianz Ukrainischer Organisationen e.V. und Leiterin des CineMova Ukrainian Empowerment Network e.V.

Die Fotoausstellung ist bereits seit 1. September auf drei Etagen im Rathaus Zehlendorf zu sehen und endet am 26. September 2025. Kuratiert wird die Schau von Oleksandra Bienert, die die Organisation CineMova Ukrainian Empowerment Network e.V. repräsentiert. Sie wird an den Gesprächen des Auftaktabends beteiligt sein – assistiert von der Fotografin Galyna Zhuchkova und Olga Pischel, aus Charkiw stammendes Vorstandsmitglied des Städtepartnerschaftsvereins Steglitz-Zehlendorf e.V.. Oleksandra Bienert, Trägerin des Verdienstordens des Landes Berlin 2022, wird als Forscherin, Fotografin und Menschenrechtsaktivistin vorgestellt. Sie gilt als „treibende Kraft“ bei der Anbahnung der Städtepartnerschaft zwischen der ukrainischen Stadt Rivne und dem Bezirk Pankow von Berlin.

Oleksandra Bienert ist übrigens eine der von Galyna Zhuchkova porträtierten Frauen und hängt in der Galerie. Ebenso wurde Daryna Illienko für die Ausstellung abgelichtet. Die Ukrainerin studierte u.a. in Charkiw, ehe sie dank eines Stipendiums nach Deutschland kam und ihre Studien an den Universitäten Stuttgart und Augsburg fortsetzte. Seit 2022 lebt sie in Pankow und koordiniert im dortigen Bezirksamt die deutsch-ukrainische Städtepartnerschaft.

Poster Interkulturelle Wochen 2025

21. September 2025: Café Charkiw öffnet seine Pforten

Wer sich gemütlich zum Plaudern bei einer Tasse Kaffee zurückziehen möchte, ist im „Café Charkiw“ des vom Diakonischen Werk Steglitz und Teltow-Zehlendorf e.V. (DWSTZ) betriebenen Nachbarschaftshauses Markus, Albrechtstr. 81a, 12165 Berlin-Steglitz, bestens aufgehoben. Am ersten Sonntag der Interkulturellen Wochen erklingen im sogenannten „Blauen Raum“ zwischen 16 und 18 Uhr traditionelle ukrainische Volksweisen. Übrigens nicht nur am 21. September, sondern auch an „ganz normalen“ Sonntagen laden die ehrenamtlichen Kaffeehausbetreiber zu selbstgebackenem Kuchen, zum gemeinsamen Musizieren, kurz: zu einem „warmherzigen Sonntagsmoment für alle“ ein. „Ob zum Mitsingen, Zuhören oder einfach zum Kennenlernen neuer Menschen und Kulturen: Das Café Charkiw verbindet – mit Musik, Herzlichkeit und Begegnung“ … Was die Veranstalter über das Projekt schreiben, klingt vielversprechend. Sprachkenntnisse sind übrigens nicht erforderlich, da es eine Transkription gibt.

Das komplette (berlinweite) Programm der Interkulturellen Wochen können Sie hier bequem einsehen und herunterladen.

Beauftragter für Partnerschaften

Christian Urlaub