Kiriat Bialik / November 2024
Gute, verlässliche und stabile Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel sind zentral. Umso mehr gilt das in Zeiten, in denen sich Israel heftigen Anfeindungen ausgesetzt sieht und Antisemitismus weltweit um sich greift. Der deutschen Staatsräson entsprechend, ist es sinnvoll, sich auf allen Ebenen um vertrauensvolle deutsch-israelische Zusammenarbeit zu bemühen: auf der Bundes-, Landes-, und kommunalen Ebene. 1965 wurden diplomatische Beziehungen zwischen beiden Staaten aufgenommen. Um sie mit Leben zu erfüllen und vor allem die Zivilgesellschaft einzubeziehen, hielt man es für angezeigt, sie schrittweise durch deutsch-israelische Städtepartnerschaften zu unterfüttern. Das sah auch der Altbezirk Steglitz so und begründete im gleichen Jahr eine kommunale Partnerschaft mit der israelischen Gemeinde Kiriat Bialik. Im Jahr 2025 wird nicht nur der 60. Jahrestag des gegenseitigen Botschafteraustausches gefeiert, sondern auch das Jubiläum unserer Städtepartnerschaft.
Auf Dauer funktionieren Städtepartnerschaften nur dann, wenn man einander auch besucht und persönlich kennenlernt. Voraussetzung dafür ist ein regelmäßiger Austausch zwischen den Stadtverwaltungen. Er bildet das Fundament, auf dem die Zivilgesellschaften beider Partnerkommunen generationsübergreifend aufbauen können. „Fernbeziehungen“, die sich auf gelegentliche Chat-Kontakte beschränken, fehlt dieses Fundament.
Ein wichtiges Zauberwort zur Pflege internationaler Kontakte ist das „Netzwerken“. Das sieht man auch bei „ConAct“ so, dem in Lutherstadt Wittenberg ansässigen „Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch“. Im Rahmen der selbsterklärenden Initiative „We are connected“ fand vom 26. bis 28. November 2024 ein deutsch-israelisches Netzwerkseminar statt. Tagungsort war ein Hotel in Berlin-Mitte.