02/2023-CHARKIW – 24. Februar 2023: seit 365 Tagen Krieg

Stadtwappen Charkiw

Charkiw / Februar 2023

Neues zur Charkiw-Hilfe des Städtepartnerschaftsvereins

Am 24. Februar 2023 jährt sich der verbrecherische Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine zum ersten Mal – ein Ende ist nicht abzusehen. Nach wie vor geht der Aggressor mit gezielten Luftschlägen unerbittlich gegen die Zivilbevölkerung und die kritische Infrastruktur vor. Umso wichtiger ist es, die Spendenaktion „Charkiw-Hilfe“ des Städtepartnerschaftsvereins Steglitz-Zehlendorf e.V. weiterhin großzügig zu unterstützen. Wie die Schatzmeisterin am 31. Januar 2023 mitteilte, befinden sich aktuell 99.502,23 € im Spendentopf. Damit ist die 100.000-Euro-Marke so gut wie geknackt.

Alles was zur Behebung akuter Kriegsschäden und zum Wiederaufbau beiträgt, ist in unserer Partnerstadt hochwillkommen. So findet am 24. März 2023 im Großen Sendesaal des RBB eine Benefizgala statt, deren Erlös dem Wiederaufbau des stark in Mitleidenschaft gezogenen Theaters in Charkiw zugutekommt.

Beatmungsgeräte (Spende des Martin-Luther-Krankenhauses)

Beatmungsgeräte (Spende des Martin-Luther-Krankenhauses)

SPV-Vorstandsmitglied Olga Pischel hat ein dichtes Netz an Kontakten mit ihrer Heimatstadt Charkiw geknüpft. Dieses Netzwerk erleichtert dem Verein Vorbereitung und Durchführung von Hilfstransporten. In ihrem aktuellen Sachstandsbericht gibt sie bekannt, dass es dem Technischen Hilfswerk in Charkiw dank SPV-Hilfe gelungen sei, eine Sattelzugmaschine anzuschaffen, „die alle Anforderungen erfüllt und hoffentlich lange und sicher im Einsatz bleibt“.

Außerdem habe das Martin-Luther-Krankenhaus eine großzügige Spende an medizinischen Geräten (wie z.B. Beatmungsgeräten) geleistet, schreibt Frau Pischel weiter. Der Transport in die Ukraine solle Anfang Februar durch eine Speditionsfirma abgewickelt werden. Darüber hinaus herrsche in Charkiw ein großer Bedarf an Dieselgeneratoren, die vor Ort „dringend“ benötigt würden.
Die zentrale Bedeutung solcher Generatoren, aber auch von Brennstoff und Decken, hat Bundesaußenministerin Annalena Baerbock bei ihrem Besuch in Charkiw am 10. Januar 2023 betont. Wie der Presse zu entnehmen war, bezeichnete sie Charkiw als ein „Sinnbild für den absoluten Irrsinn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und für das unendliche Leid, mit dem die Menschen, ganz besonders hier im Osten des Landes, jeden Tag konfrontiert sind“. Die Außenamtschefin war das erste Mitglied des Bundeskabinetts, das unserer Partnerstadt seit Kriegsausbruch einen Besuch abgestattet hat.

Suppenküche in Charkiw: Essensausgabe

Suppenküche in Charkiw: Essensausgabe

Suppenküche

Auch im zweiten Kriegsjahr unterstützt der Städtepartnerschaftsverein eine Suppenküche in Charkiw. Sie leistet Olga Pischel zufolge „hervorragende Arbeit“ und wird in Stadt und Region sehr geschätzt. In einem Schreiben an den SPV vom 30. Dezember 2022 bedanken sich die Organisatoren der Suppenküche herzlich für die Hilfe der Freunde aus Steglitz-Zehlendorf. „Wir hoffen auf eine fortgesetzte Zusammenarbeit, um den Menschen in der Ukraine zu helfen“, schreibt der Direktor der Stiftung, die das Projekt Suppenküche betreibt.

Dankesbrief vom 30. Dezember 2022 der Stiftung, die die Suppenküche betreibt

Dankesbrief vom 30. Dezember 2022 der Stiftung, die die Suppenküche betreibt

Schüler in Charkiw freuen sich über Weihnachtsgeschenke aus Steglitz-Zehlendorf

Schüler in Charkiw freuen sich über Weihnachtsgeschenke aus Steglitz-Zehlendorf

Versandaktion von Weihnachts- und Neujahrsgeschenken: Charkiw sagt Danke

Die von drei Steglitz-Zehlendorfer Gymnasien in Kooperation mit dem Städtepartnerschaftsverein durchgeführte Versandaktion von Weihnachts- und Neujahrsgeschenken zur Jahreswende 2022/2023 ist in Charkiw mit großer Dankbarkeit aufgenommen worden. In einem an den Vorstand des Partnerschaftsvereins gerichteten Dankesbrief vom 9. Januar 2023 schreibt die Schulleiterin der Charkiwer Schule Nr. 199, Galyna Borisenko, es sei „unbeschreiblich schön“, dass es Menschen gebe, denen die Kinder in Charkiw nicht gleichgültig seien. Es wurden u.a. Handschuhe, Schals, Socken und Mützen in die Partnerstadt geschickt. „Die Schulleitung, Eltern und Schüler drücken ihre herzliche Dankbarkeit für die Hilfe und Unterstützung unserer Schule und für Ihren Beitrag zum glücklichen Fest aus“, gibt Frau Borisenko die Gefühlslage der Schulgemeinschaft wieder.

„Segne Sie der Herrgott für Ihre guten Taten! Von ganzem Herzen wünschen wir Ihnen Gesundheit, Frieden und innere Ruhe, Glück und Wohlstand. Gleichzeitig verneigen wir uns vor dem unbeugsamen Glauben an die Zukunft unseres Landes und Ihrer engagierten Arbeit“.

Es sind dies Werte und Zustandsbeschreibungen, die wir uns besonders für die Menschen unserer Partnerstadt wünschen.

Beauftragter für Partnerschaften

Christian Urlaub